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Autor Thema: Bundesfreiwilligendienst contra 1€ Job  (Gelesen 1997 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: Oktober 11, 2011, 17:08:54 »

Der so über alle Maßen gelobte und gebrauchte Bundesfreiwilligendienst soll nicht für ALGII- Bezieher interessant sein.

Oder wie anders kann man sich erklären, das Freiwillige, die leider im ALGII-Bezug sind , für diese Tätigkeit auch noch bestraft werden und draufzahlen? Bei ALGII ist nur der Zwang der 1€ - Jobs möglich und erwünscht?

Zur Sache:

Während ein geringfügig Beschäftigter ALG II Empfänger bei einem Einkommen von Euro 400 ca. Euro 160 behalten darf, sind es bei einem Freiwilligen nach dem Bundesfreiwilligendienst-Gesetz nur ca. Euro 90. Von diesen Euro 90 müssen dann noch die Fahrtkosten zur Einsatzstelle bezahlt werden, da eine Erstattung der Fahrtkosten über das Taschengeld hinaus im Gesetz nicht vorgesehen ist.

Da es sich beim Taschengeld, das im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes gezahlt wird, nicht um Einkommen aus Erwerbstätigkeit handelt, finden die gesetzlichen Regelungen für die Absetzungen vom Einkommen nach dem SGB II keine Anwendung.

Das Taschengeld beträgt max. 330,-- Euro monatlich und ist bei der Berechnung der Leistungen nach dem SGB II als sonstiges Einkommen zu berücksichtigen. Gemäß § 1 Absatz 1 Nr. 13 der ALG IIVerordnung wird entsprechend der Handhabung beim bereits bestehenden Jugendfreiwilligendienst (FSJ/FÖJ) vom Taschengeld ein Betrag in Höhe von 60 Euro nicht als zu berücksichtigende Einnahme gewertet; dieser Betrag wird somit nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet. Von dem verbleibenden Betrag kann ein volljähriger Hilfebedürftiger nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 SGB II i.V.m. § 6 der ALG II-Verordnung außerdem in der Regel einen Betrag in Höhe von 30 Euro monatlich für private Versicherungen sowie gegebenenfalls Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung absetzen.

Beispiel:
330,-- Euro Taschengeld
- 60,-- Euro nicht zu berücksichtigendes Einkommen
30,-- Euro Versicherungspauschale
240,-- Euro anrechenbares Einkommen."

Der neue Freiwilligendienst ist eine Einladung an Menschen jeden Alters, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Davon profitieren nicht nur wir alle, sondern auch die Freiwilligen selbst" - Kristina Schröder - Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Warum diskriminieren wir jene, die sich für die Allgemeinheit engagieren wollen?

Soll hier etwa wieder einmal das Klischee des Schmarotzers bedient werden?

Fakt ist, wer sich im AlgII - Bezug für den Bundesfreiwilligendienst interessiert, dem kann nur geraten werden, diese Tätigkeiten nicht aufzunehmen. Hier zahlt der Betroffene nur drauf. Und das kann sich bei Hartz4 keiner leisten. Also werden die Zahlen bei noch zu erstellenden Statistiken wieder einmal zeigen, das Hartzer beim Freiwilligendienst nicht oder nur gering teilnehmen. Die wollen ja nicht arbeiten ist dann wieder einmal die Schlußfolgerung. Also müssen wir sie mit einer Ausweitung der 1€ Jobs treiben.

Hier sollte der Gesetzgeber endlich einmal für die Menschen handeln und die Entschädigung des Bundesfreiwikkigendienstes anrechnungsfrei machen. Für alle Interessierten.

Man kann aber nicht noch verlangen, das Menschen hier noch draufzahlen müssen.

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