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Autor Thema: Bürgerarbeit - Staatlich geförderter Flop  (Gelesen 2601 mal)
Tom_
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« am: Juni 23, 2011, 12:39:30 »

Zitat
Sie begleiten Senioren in Altenheimen oder übernehmen die Essensausgabe bei Bedürftigen: die Bürgerarbeiter. Mit dem bundesweiten Modellprojekt sollen schwer vermittelbare Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden, indem sie sich für die Allgemeinheit engagieren. Doch die staatlich geförderten Jobs drohen nach nur einigen Monaten zu einem staatlich geförderten Flop zu werden.

Petra W. sorgt in der Kindertageseinrichtung „Schachtweg“ in Lünen dafür, dass die Kleinen ausreichend zu Trinken bekommen, dass ihre Hände sauber sind und sie ein warmes Mittagessen bekommen. Die allein erziehende Bäckerei-Fachverkäuferin ist seit einigen Wochen Bürgerarbeiterin in Lünen. Mit dem Job verdient sie etwa 1000 Euro netto. Für die 49-Jährige ist das viel Geld. Außerdem sei es für sie wichtig wieder Vollzeit arbeiten zu gehen. „Jetzt verdiene ich endlich mehr, so dass ich keine Zuschüsse vom Staat brauche. Ich kann mich jetzt alleine ernähren und meine Kinder“, erklärt sie. ...

http://www05.wdr.de/studio/dortmund/serien/themadestages/2011/06/Buergerarbeit.html
Lakota
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« Antworten #1 am: Juni 23, 2011, 21:13:04 »


Ich dachte immer, das Einkommen durch "Bürgerarbeit" sei letzten Endes - wenn man dann alle Freibeträge (GEZ, GKV, u.a.) zusammenzählt, die dann für den jeweiligen BüA wegfallen, quasi auch nicht viel höher oder sogar im Endeffekt gleich bzw. sogar niedriger als ALGII?


Wieso wirkt sich das bei dieser Frau so aus, dass sie tatsächlich raus ist aus der ALGII-Mühle?

Hab ich da was nicht richtig verstanden?   bliink

Weiß jemand mehr? 

Es ist kein Zeichen von Gesundheit gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepasst zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #2 am: Juni 23, 2011, 22:07:36 »

Hm, man weiß ja nicht was die Frau zusätzlich alles zur ihrem Lohn aus der Bürgerarbeit 1000,00 Euro NETTO (!!) erhält. Bekommen die Kids Unterhalt, sie vielleicht auch noch? Konnte Sie Wohngeld beantragen, da sie ja jetzt ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen hat??? Dann erhält sie noch Kindergeld für ihre Kinder, möglich wäre jetzt noch das sie Kinderzuschlag erhält.

Fragen über Fragen, die man nur beantworten könnte wenn man diese von der Dame selber beantwortet bekäme.

Aber alleine mit den 1000,00 Euro netto, dem Kindergeld, evtl. Unterhaltszahlungen/Unterhaltsvorschuss und Wohngeld dürfte es schon realistisch sein, dass die Frau wirklich knapp über dem Betrag den ein ALG-2-Empfänger zur Verfügung hätte, liegen könnte und somit nicht mehr durch ALG-2 aufstocken  muss.

ABER ganz genau könnte dies nur uns diese Dame das sagen.

lg
Pimpf

Lakota
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« Antworten #3 am: Juni 24, 2011, 16:55:14 »

Ah, naja, wenn Sie tatsächlich noch Unterhalt und KG bekommt....evtl. Wohngeld, wäre dass zu schaffen....

Ich war bislang der Annahme dass man jedoch trotz "Bürgerarbeit" NICHT der Bevormundung und Kontrolle der JC-Schergen entgeht...

Die kontrollieren doch das ganze soweit ich weiß (z. B. Stichwort EGV), und zwar über die ganze Dauer hinweg, oder?

Ich krieg das aus dem Artikel jetzt irgendwie nicht wirklich zusammen mit dem was ich bisher darüber an Infos hatte... keine Ahnung

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Jiddu Krishnamurti
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« Antworten #4 am: Juni 24, 2011, 17:01:13 »

Das sagt ja auch wieder alles:

Zitat
Auch Peter P. ist Bürgerarbeiter. Er arbeitet für die Stadt Unna, ausschließlich im Landschaftsbereich. Doch er verdient weniger als Petra W. Der Grund: Die Lünerin wird nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt, für Bernd P. gilt in Unna nur ein Haustarifvertrag. Denn hier wird die Bürgerarbeit über die Beschäftigungsgesellschaft „Werkstatt Unna“ abgewickelt.
Die Erklärung dafür gibt Wolfgang Z. von der Werkstatt. „Bürgerarbeit machen wir, weil es aus unserer Sicht und aus städtischer Sicht preiswerter ist. Wir haben errechnet zwischen 20 und 25 Prozent liegen wir niedriger als der normale Tarifvertrag.“ Über die Werkstatt umgeht die Stadt den Tarif des öffentlichen Dienstes.

Eine kreative Lösung, nur so war die Bürgerarbeit in Unna überhaupt finanzierbar. Doch anderswo steht das Projekt auf der Kippe. Die Gewerkschaften pochen auf die tarifgerechte Bezahlung. Doch für die Kommunen heißt das: Zusätzlich zum Bundeszuschuss müssen sie noch etwa 300 Euro pro Bürgerarbeiter dazulegen. Viele Kommunen verzichten deshalb auf die freiwilligen Helfer.

http://www05.wdr.de/studio/dortmund/serien/themadestages/2011/06/Buergerarbeit.html

Ich könnt' schon wieder ...  wütend   

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Dream71
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« Antworten #5 am: Juni 24, 2011, 19:59:01 »

Ich halte dir den Eimer,aber vorsicht da habe ich auch schon rein gek----- rooopfl
Gruß Dream71
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