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Autor Thema: Deutschland muss seine Hartz-IV-Kinder retten  (Gelesen 1012 mal)
Lalelu
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« am: Januar 10, 2011, 15:48:50 »

Regierung und Opposition verhandeln über bessere Bildungschancen für bedürftige Kinder. Mehr Geld hilft aber nicht, wenn die Eltern versagen.

Dauerarbeitslose Eltern verlieren ihre Vorbildfunktion
Im Kern sind sich beide Lager jedoch darin einig, dass die zusätzlichen Millionen Euro nicht in die Hände der langzeitarbeitslosen Eltern gehören. Diese Erkenntnis ist richtig. Denn die Erfahrung zeigt, dass viele, wenngleich keineswegs alle, Hartz-IV-Bezieher große Schwierigkeiten haben, ihre Sprösslinge gut zu versorgen. Und das liegt keineswegs am Geldmangel. Unzählige berufstätige Eltern müssen ihren Nachwuchs schließlich ebenfalls mit geringen Mitteln großziehen und sind im Regelfall dabei erfolgreicher.

Das Handicap, unter dem die meisten Hartz-Kinder leiden, ist immaterieller Natur. Ihre Mütter und Väter sind oft nicht in der Lage, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Die Dauerarbeitslosen versinken in einem Meer von Freizeit. Wenn ihr Leben nicht von einem Arbeitsalltag strukturiert wird, verlieren die meisten Menschen im Laufe der Jahre auch ihre innere Haltung.

Grundlegende Werte des gesellschaftlichen Zusammenlebens wie Pünktlichkeit oder Fleiß werden von den Erwachsenen nicht vorgelebt und somit auch nicht an die Heranwachsenden vermittelt.

Der Einfluss der Sozialarbeiter ist denkbar gering
Wenn Kinder morgens gar nicht erst zur Schule kommen, weil sie von den Eltern nicht geweckt und zum Unterricht geschickt werden, wird auch keine staatlich bezahlte Nachhilfe die Bildungschancen spürbar verbessern können. Und der Einfluss der Sozialarbeiter auf Kinder aus schwierigen familiären Milieus ist, so lässt sich an sozialen Brennpunkten studieren, denkbar gering. Dass Regierung und Opposition hier dennoch auf Wunder hoffen, beweist letztlich nur, dass die Politik die Eltern längst aufgegeben hat und mit den neuen Wohltaten nur das Los der Kinder ein wenig erträglicher machen will.

Sicher wird das Bildungspaket für ein paar Familien eine Hilfe bedeuten. Denn es gibt die strebsamen Einwanderer, die erpicht darauf sind, alle Bildungschancen für ihre Kinder zu nutzen. Und auch die Alleinerziehende, die nach der Scheidung plötzlich mittellos dasteht und alles dransetzt, ihren Nachwuchs gut durchzubringen. Doch das Gros der Hartz-Familien wird weiterhin am Rande der Gesellschaft stehen mit wenig Chancen auf Änderung

Den Willen zum Lernen müssen die Kinder von zu Haus mitbringen
Es ist der Kardinalfehler dieser Hartz-Reform, dass man meint, Kinder fördern zu können, ohne gleichermaßen die Eltern in den Blick zu nehmen. Doch die Ursache dafür, dass sich hierzulande Armut vererbt, liegt nicht im Versagen des Schulsystems begründet. Auch fehlt es keineswegs an Geld und staatlicher Fürsorge für Kinder. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland der Besuch von der Krippe über den Kindergarten bis zur Grund- und Oberschule für Bedürftige in aller Regel kostenlos.

Jeder zweite Erwerbslose ist dauerarbeitslos
Bei jedem Zweiten der hiesigen Erwerbslosen handelt es sich mittlerweile um einen Langzeitarbeitslosen. In keinem anderen Industrieland ist diese Quote derart hoch. Zwar haben die Deutschen mit der Hartz-Reform den Arbeitsmarkt kräftig modernisiert. Wer heute seinen Job verliert, kommt im Regelfall schnell wieder unter. Für die Langzeitarbeitslosen hingegen hat sich die Lage durch die größte Arbeitsmarktreform der vergangenen Jahrzehnte fast nicht verändert.

Anstatt über Mindestlöhne und andere Beschäftigungshemmnisse zu verhandeln, sollten Regierung und Opposition die Chancen der Hartz-IV-Kinder nachhaltig verbessern – indem sie den Eltern ein Leben ohne Arbeit unmöglich machen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12059736/Deutschland-muss-seine-Hartz-IV-Kinder-retten.html


Tom_
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« Antworten #1 am: Januar 10, 2011, 23:02:38 »

Immer diese Märchenerzähler.
lenny
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« Antworten #2 am: Januar 11, 2011, 07:05:04 »

Das neuste Untersuchungsergebenis hätte ich gern einmal gelesen, denn anscheinend besteht HartzIV schon 20 Jahre, getan wird jedenfall so!
Das Zuviel an Freizeit mag richtig sein, denn es fehlt Geld um diese Freizeit nützlich  verbringen zu können, z.B Saunabesuch, Kosmetikerin, Massage, Muckibude, Kaffeklatsch usw usf.
Dummen Politikererkenntnissen, motz kann man nur noch dumm begegnen , die Hetzjagd wird jetzt auf alle HartzIV Eltern  ausgerufen, nun kann getrost  das Stechkenpferd der Deutschen, die Verallgemeinerung, ausgekostet werden!
Zwergenmama
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« Antworten #3 am: Januar 11, 2011, 15:38:34 »

Das KiTa & Co. kostenfrei sind, höre ich hier zum ersten Mal. Aber wahrscheinlich bin ich bei so viel Freizeit mit meinem hyperaktiven ADHS-ler schon derart in Langeweile versunken, daß ich diese Mitteilung überhört habe.
Komisch, daß mein Kind pünktlich, gewaschen, mit Frühstück im Bauch und vollständigen Hausaufgaben im Ranzen, meist als Erster die Schule betritt. Aber das habe ich dann wohl den 3 Sozialarbeitern, die für die gesamte Region zuständig sind, zu verdanken. Während ich nämlich das Kindergeld vom Zwerg versaufe, kommen diese Heinzelmännchen tagtäglich, erledigen den Haushalt und gehen mit Zwerg zu den Therapien.

Wie "gut", daß mich nach so langer Zeit diese Scheisse nicht mehr sofort in Raserei versetzt. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben, aber spätestens beim nächsten ARGE-Besuch  sagnix
Dieter 66
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Je öfter man Geburtstag hat, je älter wird man!!


WWW
« Antworten #4 am: Januar 11, 2011, 15:55:36 »

Aber das habe ich dann wohl den 3 Sozialarbeitern, die für die gesamte Region zuständig sind, zu verdanken. Während ich nämlich das Kindergeld vom Zwerg versaufe, kommen diese Heinzelmännchen tagtäglich, erledigen den Haushalt und gehen mit Zwerg zu den Therapien.
Ach natürlich. Wem auch sonst.
Wenn man denen von der ARGE sagt, dass man eher selber trockenes Brot isst eh man die Knder
hungern lässt, glotzen die doof.
Wenn Du aber den nächsten EEJ oder ne beknackte Maßnahme verweigerst, bist Du der übliche
Schmarotzer. Für den man vorm SG lügt. Nur damit man sanktionieren kann.
Aber auch dann, würde unserer nicht hungrig zur Schule gehen.

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
lenny
Gast
« Antworten #5 am: Januar 11, 2011, 17:00:35 »

Durch die Verallgemeinerung entsteht ein Bild ,dass Deutschland einmal prägen wird. Die Unterschicht, dumm, faul, schmutzig dem Alkohol zugeneigt und vor allem arbeitsscheu.
Je stärker die Regierung versucht dieses Bild zu vermitteln, deso  kritischer  scheint Deutschlands Wirtschaftslage zu sein, muß es für zu viele Sicherheiten bald zahlen?
Der Dax schwankt kräftig, 2 Tage wurde der Eurokurs nicht angezeigt,auch Frankfurt hielt sich in der Presse zurück, hat Merkel wieder alles Chefredakteure zu sich gebeten?
Ich bin sicher, da läuft etwas hinter den Kulissen, wir sind nur das Ablenkungsmanöver.
Man sollte sich bloß nicht angesprochen fühlen, geschweige sich erklären, wozu, hat man das nötig? Dieser Erklärungsreflex ,sieht immer nach Verteidigung aus!
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