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Autor Thema: Deutschlands "Sozialschmarotzer": Fünf Fragen an Prof. Dr. Michael Hartmann  (Gelesen 1421 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: April 11, 2010, 19:11:27 »

Deutschlands "Sozialschmarotzer": Fünf Fragen an Prof. Dr. Michael Hartmann

Diskussionen über vermeintliche "Sozialschmarotzer" dominieren noch immer die Schlagzeilen. Doch was steckt tatsächlich dahinter? Haben Außenminister Guido Westerwelle, Tilo Sarrazin und andere Recht, wenn sie mit deutlichem Fingerzeig auf Hartz IV-Empfänger von römischer Dekadenz und "Sozialschmarotzern" sprechen? Möglicherweise wird damit jedoch der Blick auf ganz andere Tatsachen verschleiert, wenn solche und ähnliche propagandistischen Parolen derart offensiv verbreitet werden. Fünf Fragen an Prof. Dr. Michael Hartmann. Er lehrt an der Technischen Universität Darmstadt Soziologie und befasst sich mit den Arbeitsschwerpunkten Eliteforschung, Industrie- und Organisationssoziologie, Managementsoziologie, Globalisierung und nationale Wirtschaftskulturen sowie Professionsforschung.

Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Ist dies lediglich eine subjektive Feststellung und Bewertung oder lässt sich das objektiv durch Fakten untermauern?
Die massiven Veränderungen lassen sich anhand von einigen Zahlen sehr schnell auszeigen. Die Kluft bei den Einkommen und den Vermögen ist sehr stark gewachsen. Während der Anteil der mittleren Einkommen von Jahr zu Jahr gesunken ist, haben diejenigen, die mehr als das doppelte des Durchschnittseinkommens verdienen, um über ein Drittel zugelegt. Der Anteil derjenigen, die weniger als die Hälfte verdienen, ist sogar um fast zwei Drittel gestiegen.
Bei den Vermögen sieht es genauso aus. Die untere Hälfte der Bevölkerung hat gar kein Nettovermögen. Die oberen zehn Prozent verfügen demgegenüber über mehr als 61 Prozent und das oberste Prozent hält fast ein Viertel des gesamten Vermögens in Händen.

Endlos-Debatten über "Sozialschmarotzer", zu denen überwiegend Arbeitssuchende und Sozialleistungsempfänger gezählt werden, beherrschen seit längerem die mediale Landschaft. Wie gefährlich sind solche in weiten Teilen doch sehr einseitig geführten Diskussionen für den Zusammenhalt einer modernen Gesellschaft im 21. Jahrhundert?
Die öffentliche Debatte über die "Sozialschmarotzer", wie sie von Personen wie Sarrazin, Westerwelle, Sloterdijk oder di Lorenzo geführt wird, grenzt diesen Teil der Bevölkerung aus. Sie werden zum Sündenbock gemacht, obwohl die derzeitigen Finanzprobleme der öffentlichen Haushalte mit den Sozialleistungen für sie nur wenig zu tun haben.
Die wirklichen Verursacher, die Banker, die spekuliert haben, die Politiker, die die Deregulierung des Finanzsektors beschlossen haben und die Wohlhabenden und Reichen, die davon profitiert haben, gelten dagegen als "Leistungsträger". Das ist eine seltsame Sicht der Realität. Sie treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran.

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