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Autor Thema: Die ARD verjauchen?  (Gelesen 596 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: Juni 27, 2010, 20:51:07 »

Die ARD verjauchen?

Sonntag, 27. Juni 2010-16:31

Wird Günther Jauch demnächst Bertelsmann-Aufklärung ins “Erste“ bringen? | Von Claus Hübner | Neue Rheinische Zeitung | – “„Eine gesunde Wirtschaft braucht eine kranke Gesellschaft“ (Zitat: Erich Fromm)… „und eine mehr oder weniger gleichgeschaltete Medienlandschaft!“ möchte man diesen klugen Satz von Erich Fromm ergänzen“, teilt uns unser Leser Claus Hübner aus Köln mit.

Er ist darüber entsetzt, dass der „Wer wird Millionär“-Moderator Günther Jauch demnächst bei der ARD eine politische Talkshow erhalten soll.

Hier sein Zuschauer-Kommentar und anschließend sein Briefwechsel mit der ARD-Programmdirektion, bei der er sich über diesen “Schwachsinn“ beschwerte. – Die Redaktion

Die Medienlandschaft in Deutschland, ob Presse oder TV wird ja nun wirklich immer weniger unterscheidbar. Wer z.B. Google-News aufmerksam verfolgt, wird früher oder später feststellen, wer von wem abschreibt. Das TV wiederum übernimmt dann oft den gegenseitig abgeschriebenen Artikel und zitiert dann gerne so in der Form, dass die Presse in irgendeiner Sache die Meinung vertritt oder sich einig ist… So macht man Meinung!

Diese Vereinheitlichung der Presse hat nicht nur etwas damit zu tun, dass die Printmedien – wie ja auch in Köln – immer weniger Eigentümern gehören. Es liegt nicht nur daran, dass überregional aktive Zeitungsbetreiber immer mehr dazu tendieren, ihre Redaktionen zu zentralisieren.

Ein noch wesentlich wichtigerer Punkt ist die Nähe der Medieneigentümer zu den wirtschaftlichen Eliten dieser Republik. Diese wirtschaftliche ist auch gleich- zeitig die entscheidende Kapitalelite und bestellt indirekt, was wir hören, sehen oder lesen sollen. Wer nicht riskieren will, keine Anzeigen mehr zu erhalten und Pleite zu gehen, achtet als Verleger sehr auf allzu kritische oder aufklärerische Artikel. Die mag die Elite nämlich nicht, weil sie unter Umständen eine „gesunde Wirtschaft“ oder mindestens die eigene Rendite gefährden könnten. Da gibt es eine große Solidarität in den Kreisen des Kapitals!

"Thinktanks“

Um sich abzusichern, gibt es seit geraumer Zeit "Thinktanks“, die die öffentliche Meinung in ihrem (wirtschaftsliberalen) Sinne festigen sollen. Ein wichtiger Protagonist ist dabei die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM). Diese voll von Industrie und Wirtschaft finanzierte Institution schickt zur Erfüllung des Auftrages und zur Sicherung zukünftiger Gewinne ihre in ihrem Sinne aktiven „Experten“ auf die Medien los und dort sehr gerne in sogenannte Talkshows, die sich einen politischen Anstrich geben.

So kommt es dann, dass dort in fast jeder Sendung ein mehr oder weniger verdeckt agierender „Experte“ vehement seine meist pseudowissenschaftliche Meinung vertritt. Oder es wird auch mal eine SOAP-Schmonzette in der ARD („Marienhof“) von der INSM gesponsert, damit im Drehbuch bestimmte Dialoge gesprochen werden. So macht man Meinung!

Besonders perfide wird es dann, wenn die Eigentümer der Printmedien ins TV-Geschäft eingreifen. Nun ist es ja kein Geheimnis, dass die privaten TV-Anstalten (RTL, SAT1 usw.) fast alle mehr oder weniger in den Händen von meinungmachenden Medienkonzernen wie Bertelsmann oder Springer sind. Dort Sendungen wie „Stern-TV“ zu finden, ist nicht weiter verwunderlich.

Vor allem Quoten

Was aber die ARD dazu getrieben hat, den Moderator der Sendungen „Wer wird Millionär?“ oder „Stern-TV“, Günther Jauch, für eine politische Talkshow zu ver- pflichten, kann man nur vermuten.

Wie der Presse zu entnehmen war, verspricht man sich davon vor allem eine Erhöhung der Marktanteile, also der Zuschauerquoten. Dass dies nicht der Auftrag der öffentlich rechtlichen TV-Anstalten ist, ist gelegentlich schon aus- führlich dargestellt worden.

Hohe Zuschauerquoten werden mit journalistischer Qualität gleichgesetzt! Wie jämmerlich! Interessant ist auch, dass Herr Jauch den Gebührenzahler keinen Cent mehr kosten soll. Was ist dann für Herr Jauch so interessant, bei der ARD einen zusätzlichen Job anzunehmen? Herr Jauch, der ja nun nicht gerade als politischer Analyst aufgefallen ist und finanziell schon längst ausgesorgt hat, hat sogar seine Mitarbeit bei „Stern-TV“ aufgegeben. Damit will sich die ARD wohl absichern, aber ob das reicht?

Weiter bei Bertelsmann

Günter Jauch wird weiter bei RTL (also Bertelsmann) arbeiten und damit die jahrelange Nähe zu diesen Wirtschafts- und Kapitaleliten nicht aufgegeben. Der Moderator, der durch seinen Witz und seinen Charme beim TV-Publikum große Sympathien genießt, wird seine „Aufgaben“ wie gehabt, gekonnt souverän er- füllen und diesmal auch bei der ARD ein Publikum erreichen, das nicht unbedingt RTL einschaltet.

Nicht, dass ich etwas gegen Herrn Jauch persönlich habe oder womöglich die Sendungen von Anne Will, Frank Plasberg (den Linkenbasher) oder Maybrit Illner usw. besonders politisch finde, aber der mehr oder weniger unverdeckte Zugriff von Bertelsmann auf die ARD zur weiteren Verblödung der Gesellschaft ist eine neue Qualität!

Email-Korrespondenz des Autors mit der ARD

Es droht nun die "Verjauchung“ (Zitat: Georg Schramm) der ganzen Republik! Wir als Zuschauer tragen meiner Meinung nach auch eine Verantwortung ge- genüber solchen Praktiken und sollten uns das nicht unwidersprochen gefallen lassen. In meiner persönlichen Wut und Verzweiflung über die Verpflichtung von Herrn Jauch für die ARD habe ich eine kleine Email-Korrespondenz geführt, die nachfolgend abgedruckt wird.

Für mich waren als Ergebnis zwei Dinge bemerkenswert: Meinen Befürchtungen hinsichtlich der Einflussnahme durch Bertelsmann und INSM wurde nicht wider- sprochen, sie wurden nicht zurückgewiesen.

Wenn aber die Aussage meiner hier anonymisierten Email-Partnerin stimmt, ist die Verpflichtung von Herrn Jauch noch nicht ganz sicher!

Also, geht da noch was?

Claus Hübner – gesendet: Freitag, 11. Juni


Der Mail verkehr


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Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
Windoof nur beim Kunden; Ansonsten LINUX
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