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Autor Thema: Die Atomlügen der CDU  (Gelesen 1420 mal)
Tom_
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« am: März 21, 2011, 10:45:41 »

Zitat
Machen wir es uns ganz einfach. Es lohnt sich nicht die Helden der FDP zu betrachten, die selbstverständlich immer für all das sind, was den Menschen in diesem Land den größtmöglichen Schaden zufügt und den Reichen, also den Herren der FDP, die größtmögliche Abzocke erlaubt. Wenn man über verantwortungsvolle Politik reden will, muss man die FDP nicht mehr beachten. Sie ist die pure Verantwortungslosigkeit.

Bei der Union handelt es sich ja zumindest angeblich um eine Volkspartei, obwohl die Nichtwähler eine viel größere Partei bilden. Tatsächlich ist zumindest die CDU im wesentlichen eine FDP mit menschlichen Einsprenkseln, die aber kaum Macht haben. Die bayrischen Taliban von der CSU stehen für nix, wollen aber keine Endlager in Bayern, weil sie so doof nun auch wieder nicht sind.

Bei allen Parteien betreibt die Atommafia ein ständiges Fluten der Parteikassen mit Geld um so eine Erhitzung der Wut über deren Abzockerei zu verhindern. Gleichzeitig, besitzt die Atommafia mit dem TÜV Süd auch gleich die Organisation die sie prüfen soll und käufliche, aber sehr willige "'Wissenschaftler" in Mengen. Sie könnten wohl wochenlang jede Stunde einen neuen "unabhängigen Experten" nach dem anderen auflaufen lassen.

Tatsächlich schien ja auch alle in trockenen Tüchern. Angela Merkel hat auf ihre betont undemokratische Art und Weise die Verlängerung der Laufzeiten für die Schrottmeiler der Atommafia durchgesetzt und alles schien erledigt. Selbst vor der Brennelementesteuer hat sich die Atommafia durch frühzeitigen Brennelementekauf und kurze Gültigkeit dere Brennelementesteuer von dieser selbst befreit. Grenzenlose Ausbeutung und damit grenzenloser Profit scheinbar garantiert.

Noch vor einem halben Jahr hat die die schwarz-gelbe Bundesregierung hinter dem Rücken des Parlaments mit der Atomwirtschaft einen „Geheimvertrag“ über die Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken geschlossen. Dabei hat sie den vier Energieoligopolisten EnBW, EON, RWE und Vattenfall hohe zweistellige Milliardengewinne zugeschanzt. Danach wurde dieses neue Atomgesetz noch unter Umgehung der Länderkammer durchgedrückt.

Jeder wird sich noch gut an die Zusicherungen erinnern, dass die deutschen Atomkraftwerke zu den „modernsten und sichersten“ gehörten. So modern und sicher, dass selbst die seit 35 (!) Jahren betriebenen Kraftwerke wie Neckarwestheim 1 oder Brunsbüttel, die keineswegs mehr dem Stand der (Sicherheits-)Technik entsprechen können und jährlich bis zu einem Dutzend Störfälle meldeten, mit einem Federstrich 8 Jahre länger, nämlich bis 2018 am Netz bleiben sollten. Das 23 Jahre alte (jüngste) Atomkraftwerk Neckarwestheim 2 wurde sogar noch über 35 Jahre, also bis 2036 für sicher erklärt. Dass diese durchweg alten Kraftwerke dem vorgeschriebenen heutigen Stand von Wissenschaft und Technik entsprächen, ist eine offensichtliche Falschaussage. Damit wird nämlich behauptet, dass es seit 1976 keine Fortentwicklung in der Kraftwerktechnologie mehr gegeben hätte.

Mit dem Gesetz zur Laufzeitverlängerung wurden die Sicherheitsauflagen für die Kernkraftbetreiber sogar noch abgesenkt: Für die bekannten und als erforderlich erkannten Nachrüstungen bekamen sie zehn Jahre Zeit eingeräumt. Letztlich müssten also die Energieoligopole nach neun Jahren und elf Monaten „die Schraubenzieher für die ersten Reparaturen kaufen“ (So der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil).


Dann kam Fukuschima, über das bisher auch nur ein kleiner Teil der Wahrheit bekannt geworden ist und plötzlich wurde der CDU klar, dass sie vor wichtigen Landtagswahlen steht, die sie als Atompartei sicher nicht gewinnen kann. Aber Angela Merkel hatte sofort eine Lösung. Sie forderte und bekam ein Moratorium. Warum auch nicht.

Zwar bleiben ein paar Meiler jetzt für drei Monate abgeschaltet und vielleicht wird sogar eines dauerhaft abgestaltet, aber das ist nicht schlimm. Die Laufzeiten gehen dann eben auf andere Kernkraftwerke über und in Deutschland wird bis 2050 Atomenergie produziert. Natürlich nur als eine Brückentechnologie...

Das alles ist Augenwischerei im Wahlkampf. Der bekannte Betrug. Aber auch Angela Merkels neue Politikform. Anstatt in einer Sache eine feste Meinung zu vertreten, oder sie doch wenigstens in Ruhe auszusitzen, reagiert die Kanzlerin zunehmend aktionistisch. Wenn in Japan die Atomreaktoren schmelzen, was in Deutschland auch jederzeit passieren kann dann agiert sie populistisch mit einer dreimonatigen Abschaltung der ältesten Schrottreaktoren.

Prompt helfen ihr die Systemmedien daraus eine Großtat zu machen. und selbstverständlich hilft ihr auch die Atommafia. Da wird dann darüber berichtet, dass sie einen neuen Atomkonsens suche. Niemand aber spricht davon, dass sie den alten bestehenden Ausstiegskonsens ohne Not aber mit Milliardengewinnen für die Atommafia gekündigt hat. Da prüft die Atommafia angeblich eine Klage gegen das dreimonatige Moratorium und will die fälligen Umweltabgaben während der Abschaltung nicht bezahlen.

Am besten aber lügt Eon-Chef Johannes Teyssen der tränenvollen Auges davon spricht, dass alleine die Abschaltung der Altschrottmeiler es ihm und seinen Mitverschwörern in der Atommafia unmöglich machen könnte das Stromnetz stabil zu halten. Nun wiederlegt die Atommafia den Lügner schneller, als man hoffen konnte und legt bis zum Mai 13 der 17 deutschen Atomkraftwerke still und verzichtet damit auf 75 Prozent oder mehr als 15.000 Megawatt, des möglichen Atomstroms.

Angesichts der Horrorszenarien die sonst für den Atomausstieg benannt werden, könnte man nun von einem Weltungergang ausgehen. Aber weit gefehlt. Es handelt sich nur um die 15 Gigawatt, die noch nie gebraucht, sondern exportiert wurden um die Bilanzen der Atommafia zu verbessern.

Man kann den Betrug nicht zur Gänze aufdecken, aber man kann sich zwei Personen greifen und die Abhängigkeiten daran festmachen. Beginnen wir mit Angela Merkel die in ihrer Zeit als Bundesumweltministerin darauf bestand, dass in Morsleben die Fässer mit Atommüll verstürzt wurden um die westdeutsche Atomindustrie schneller von ihrem Müll zu befreien.

Normalerweise hätten die Fässer mit Aufzügen oder Kränen auf die entsprechenden Sohlen des Salzbergwerks Morsleben vorsichtig herabgelassen werden und dort genauso vorsichtig gestapelt werden müssen. Das aber ging Frau Merkel zu langsam. Deshalb wurden sie einfach in Tiefe geworfen und Frau Merkel riskierte dabei, dass sowohl die Arbeiter verstrahlt, als auch eine Bergung im Notfall unmöglich gemacht wurde.

Kein Wunder, dass sie danach fest in den Fängen der Atommafia steckte und auch den Atomausstieg revidieren musste. Wer sich einmal in die Hände solcher Leute begibt, kommt nie wieder frei. Deshalb versucht sie sich ja auch jetzt aus der Klemme zu lügen. Sie spricht von einem Moratorium, dass ihr einfach nur Luft für die Wahlkämpfe verschaffen soll und davon, dass Europa einen Stresstest für Kernkraftwerke entwickeln soll. In drei Monaten tut sich in Europa gar nichts und der letzte Bankenstresstrest war eine Möglichkeit Fleißpunkte für offensichtliche Unzulänglichkeit zu bekommen.

Die zweite Person die auf das engste mit dem Atomunfug verknüpft ist, ist Stefan Mappus der in Baden-Württemberg um sein politisches Überleben kämpfen muss. Schon in seiner Zeit als Umweltminister hatte er den Boden unter dem Kernkarftwerk Neckarwestheim ja schon zu festem Fels erklärt, obwohl es sich nur um mittelsteifen porösen Untergrund handelt, der bei Erdbeben 30 Prozent mehr an Bodenstößen bedeutet und deshalb eine ganz andere Bauart für Atomkraftwerke benötigt.

Mit Fels, Erde und Kalk hat es Mappus ja eh nicht. Bei Stuttgart 21 wischt er wieder die Bedenken der Geologen beiseite und vermutlich wird es schon beim Bau eine Reihe von Einstürzen und danach Kostenerhöhungen im Milliardenbereich geben. Vermutlich wollte Mappus diese Milliarden verdienen, als er die Anteile von EnBw zurückkaufte. Vorbei am Landtag, am Finanzminister so als eine Art herrschaftlicher Akt. Dummerweise sind die Kraftwerke Neckarwestheim I und Philipsburg I mit Sicherheit bei jeder auch nur halbwegs ordentlichen Prüfung vom Netz müssen. Für Mappus eine Milliardenpleite, die im Fall seiner Abwahl auch sicherlich noch ein rechtliches Nachspiel haben dürfte.

Natürlich könnte man jetzt auch noch ein paar Vollpfosten erwähnen, wie den bergische CDU-Abgeordnetete Jürgen Hardt der folgenden völlig geistlosen Satz prägte:

Bedauerlich daß unsere guten deutschen Reaktoren mit den japanischen Schrottreaktoren in einen Topf geschmissen werden.


Nun ja das bergische Land unterliegt eigenen Gesetzen und geistigen Beschränkungen, da kann man als Außenstehender oft nur mit dem Kopf schütteln. Am Ende bleibt von der Atommoratoriumsdebatte nur eines. Es wird nichts passieren. Nach den Wahlen wird man schnell erkennen, dass die guten deutschen Atommeiler so sicher sind wie es es nur geht und deshalb alle weiterbetrieben werden dürfen. Das Gute setzt sich eben durch.

Ach ja, wir haben die SPD ja völlig vergessen. Ja, die SPD. Sigmar Gabriel, der ja wohl mal irgendwelche Probleme mit den Nutten von Peter Hartz hatte, hat sein breites Herz - und damit wohl auch seine Hosentaschen - weit geöffnet und schlägt seiner Angela Merkel eine Energiepartnerschaft vor, bei der sie gemeinsam über Pläne zum Netzausbau, der Förderung erneuerbarer Energien und der Modernisierung bestehender Kraftwerke palavern und sicher auch die Sache mit den Atomkraftwerken regeln können. Welch ein großes Herz dieser Gabriel doch hat.

Kurt Beck, die sprechende Hecke aus Mainz, hat sich auch schon geäußert. Er möchte der überparteiliche Vermittler sein und ist für alles bei dem man ihn mitsprechen lässt. Ach ja, der Beck, eigentlich hat er ja nie gewusst für Partei er steht, da fällt es ihm natürlich leicht überparteilich zu sein. Aber auf jeden Fall wird er für die Partei des Geldes und wie bei Hartz IV gegen die Menschen sein. Von der SPD noch etwas für die Menschen in diesem Land zu erwarten ist einfach grober Unfug.

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