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Autor Thema: “Ein Recht auf Faulheit“  (Gelesen 937 mal)
Tom_
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« am: April 04, 2011, 11:09:03 »

Zitat
Einladung zur ersten landesweiten Veranstaltung der LAG Bedingungsloses Grundeinkommen NRW im Jahr 2011

Ort: Langer August, Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund

Zeit: Sonntag, den 17. April 2011 ab 11 Uhr bis ca. 16 Uhr

Referent: Helmut Manz

Unser Thema: “Ein Recht auf Faulheit“

"Es gibt kein Recht auf Faulheit", lautete eine Begründung von Ex-Kanzler Schröder für seine so genannten Arbeitsmarktreformen. Die Begründung ist ebenso falsch wie die damit begründete Politik. Schließlich werden in der BRD jedes Jahr hunderte von Milliarden an Zinsen und Kapitalerträgen aller Art ausgeschüttet. Die Empfänger dieser leistungslosen Einkommen lassen arbeiten. Für sie gibt es das Recht auf Faulheit. Da dieses Recht nur einer exklusiven gesellschaftlichen Klasse zugebilligt wird, könnte man auch von einem Privileg auf Faulheit sprechen. So gesehen lässt sich auch die derzeitige "Reformpolitik" der Umverteilung von unten nach oben als Förderung des Privilegs auf Faulheit begreifen.

Auch Paul Lafargue, der "Das Recht auf Faulheit" verfasste, geht davon aus, dass es als Privileg der herrschenden Klassen konstitutiver Bestandteil von Klassengesellschaften ist. Aufhebung der Klassengesellschaft bedeutet für ihn deshalb Verallgemeinerung dieses Privilegs zum Recht für alle.

Besonders provokativ wirkt diese Forderung, weil die herrschende Klasse der bürgerlichen Gesellschaft ihr Recht auf Faulheit ausgerechnet mit einer gnadenlosen Arbeitsethik verbrämt. "Faulheit" ist in diesem Wertesystem oberste Todsünde.

Unser Referent Helmut Manz ist Philosoph und promoviert zum Thema: "Der Spiegel der verkehrten Welt, die revolutionäre Optik der Marxschen Theorie".

Die Überwindung dieser zunächst religiösen dann säkularisierten Stigmatisierung der "Faulheit" ist daher notwendiger Bestandteil einer revolutionären Umgestaltung der bürgerlichen Klassengesellschaft.
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