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Autor Thema: Ein weiteres Kapitel der beliebten Reihe: Spaß mit dem Nürnberger Sozialamt  (Gelesen 883 mal)
Tom_
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« am: Mai 09, 2013, 14:07:08 »

Nun, was wäre die Woche ohne eine neue Geschichte aus der garantiert ungescripteten und nachweisbar auf Tatsachen basierenden (keine künstlichen Hinzufügungen jeglicher Art) Reality Soap: Spaß mit dem Nürnberger Sozialamt

Es war im Jahre 2011, da fragte ich beim Nürnberger Sozialamt wegen Renovierungsaufwendungen an. Da ich als schwerbehinderter und schwer kranker Mensch diese nicht selbst durchführen kann, wurden natürlich Handwerker und Helfer zusätzlich beantragt. In der Folge stellte das Sozialamt fest, dass ich über einen alten Mietvertrag habe, der einige für mich an sich erfreuliche Besonderheiten beinhaltet. Alle zu Lasten des Vermieters. Als Bezieher von Grundsicherung für Erwerbsminderungsrentner profitiere natürlich nicht ich davon, sondern das Sozialamt, das sich freuen kann massiv Kosten einsparen zu können.

1.) Rechtlich unwirksame übertragen der Schönheitsreparaturen entsprechen BGH Rechtsprechung
2.) Keine Kleinreparaturklausel
3.) Keine gültige Auszugsrenovierungsklausel

Konsequenz: Der Vermieter, die größte Wohnungsbaugesellschaft der Gegend, bleibt auf den Kosten hängen und ist in der Pflicht.

Nun wäre Nürnberg nicht Nürnberg, wenn das alles problemlos laufen würde. Der Vermieter gab zwar zu, dass er die Renovierungspflicht hat, aber er verweigerte die Durchführung und es kamen so nette Sprüche, wie: Sie haben keinen Anspruch auf weiße Türen. Gelbe Türen (Vergilbung!) sind auch eine Farbe und es ist ja gleichmäßig.

Es kam wie es kommen musste, das Amtsgericht Nürnberg bekam Arbeit (Anfang 2012) und entschied klar und eindeutig im Jahr 2013: Der Vermieter hat seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Dabei gab es leider für mich wieder die berühmten kleinen Stolpersteine.

1.) Der Vermieter braucht sich um Ausräumen des Zimmers nicht zu kümmern. Auch nicht um ein Verschieben von Möbeln. Helfer über das Sozialamt hätten das übernommen.
2.) Der Vermieter hat die Arbeiten komplett im Mai 2013 durchzuführen. Ich wurde nicht gefragt ob mir das paßt.

Kleiner Hinweis: Ich bin noch in der Rekonvaleszenz nach einer Schulteroperation und stehe schon wieder vor der nächsten Operation, da Handnerven rechts eingeklemmt sind. Das Gericht wusste von der Operation und der Verhandlungstermin war auch kurz nach der Operation.

Nun beantragte ich beim Sozialamt Nürnberg Helfer für das Aus- und Einräumen des Zimmers, als auch zusätzliche Reinigungshilfe (ich habe Haushaltshilfe nach Bedarfsfeststellung der Pflegeversicherung).

Natürlich kam es wie erwartet: Die Hilfen werden abgelehnt.

Das Problem: Können die Arbeiten nicht im Mai 2013 durchgeführt werden, so das Amtsgericht, dann verfällt mein Anspruch und ich schaue in den Mond bzw. auf vergilbte Wände und Tapeten, die dringend mal wieder runter müssen und auf eine Küche mit ebenso dringlichem Streichbedarf.

Nun kann ich nur hoffen, dass ich per Eilantrag noch schnell genug etwas erreichen kann. Am nächsten Mittwoch kommt die Malerfirma für die Vorabbesichtigung und Terminabsprache.

Was wäre das Sozialamt Nürnberg, wenn es einmal behinderten Menschen keine Probleme machen würde? Die Antwort: Eine bürger- und behindertenfreundliche Einrichtung. Aber so etwas gibt es wohl nur in Märchenbüchern.

Für mich stellt sich die Frage: Wie soll ich allein das Zimmer ausräumen bzw. Regale verschieben oder Vorhänge abnehmen? Freude ist nicht erlaubt. Ich könnte mich ja in einer renovierten Wohnung wohlfühlen. Inzwischen frage ich mich, ob es nicht besser ist in der heruntergekommenen Bude zu hocken, als schon wieder Theater mit diesen Leuten. In den ganzen Jahren sei 2007 ging fast nichts ohne Probleme oder/und Gericht.

So viel zur aktuellen Folge von : Spaß mit dem Nürnberger Sozialamt
« Letzte Änderung: Mai 09, 2013, 14:10:50 von Tom_ »
Dream71
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« Antworten #1 am: Mai 09, 2013, 21:29:40 »

Hallo Tom
Sowie ich weiss übernehmen auch Malerfirmen Arbeiten wei,Möbel zusammenstellen,etc.
Einfach dort einmal nachfragen.Gruß Dream
Fußmatte
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« Antworten #2 am: Mai 09, 2013, 22:17:32 »

Für mich stellt sich die Frage: Wie soll ich allein das Zimmer ausräumen bzw. Regale verschieben oder Vorhänge abnehmen?

Wie ist das mit: Caritas & Co, oder wie die sich alle nennen?  deenk
Hilfe in allen Lebenslagen.  pfeifen
Tom_
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« Antworten #3 am: Mai 09, 2013, 22:47:07 »

Diese Hilfe suchte ich die ganzen Jahre vergeblich. Habe mir schon oft genug die Finger sinnlos wund telefoniert. Schön wäre es wenn...

Und was die Malerfirma angeht...ja tun sie...aber nur gegen Bargeld und der Vermieter zahlt die nötige Zeit hierfür nicht.
Dream71
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« Antworten #4 am: Mai 09, 2013, 22:48:19 »

Also Tom,einfachz mal telefonieren.Viel Glück
Dream71
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« Antworten #5 am: Mai 09, 2013, 23:25:45 »

vielleicht hilft ein wenig Druck auf die Malerfirma ausüben.Gibt es denn keine andere Malerfirma die zu Kompromissen bereit wäre?
Gruß Dream
Tom_
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« Antworten #6 am: Mai 10, 2013, 09:17:27 »

Warum sollen die zu Kompromissen bereit sein? Ich bin nicht der Kunde, sondern der Vermieter. Was gezahlt wird, das wird getan. Was nicht gezahlt wird, das wird nicht getan. So einfach ist das. Und der Vermieter ist schon gar nicht zu Kompromissen bereit. Der ist ja daran interessiert, dass es scheitert. Denn dann muß er die Arbeiten gar nicht machen lassen. Außerdem hatte man da ja einen Prozess nötig gemacht obwohl man wußte, dass man im Unrecht ist und mir das sogar noch direkt sagte.

Und das Herumtelefonieren klappt hier nicht. Immer daran denken, dass ich lang ehrenamtlicher Sozialberater war und auch Probleme für viele andere versuchen durfte zu lösen. Hier wird gerne viel von Hilfe geschwafelt. Wenn man sie real einfordert, dann sind es nur hohle Phrasen. Ich stand bei einem Schulterausfall mit stärkstem Schmerzen mit einer Dauer von fast einem Jahr mit gerade einmal für 5 Wochen bewilligter Haushaltshilfe da. Und dazu mußte ich das SG bemühen und einer Rehamedizinerin beim Schreiben des Attestes mehr oder minder dauernd auf dem Fuß stehen bleiben, damit sie nicht wieder ausbüchst.

Ich stand nach der OP im Januar/Entlassung 4. Februar vom 4. bis zum 25. ohne Hilfe da. Ich habe mir die Finger wund telefoniert. SG mußte es regeln. Ich habe mit allen möglichen Stellen telefoniert von Wohlfahrtsverbänden bis zur Kirche bis zu der Koordinationsstelle für ehrenamtliche Kräfte. Vergeblich.

Wenn da Hilfe zu kriegen wäre, dann hätte ich sie schon.
« Letzte Änderung: Mai 10, 2013, 09:22:11 von Tom_ »
Tom_
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« Antworten #7 am: Mai 15, 2013, 04:33:13 »

Das menschenverachtende und brutale Verhalten des Nürnberger Sozialamts geht in die nächste Runde. Sah ich kaum noch Steigerungsmöglichkeiten, so hat man nun bewiesen, dass die Stadt der Menschenrechte rücksichtlos und mit schon krafthafter Brutalität gegen Behinderte vorgeht, wenn dieses es wagen sich den Rechtswidrigkeiten dieser Unsozialbehörde in den Weg zu stellen.

Die Hilfen wurden auf ein lächerliches Minimum gekürzt und das "Gutachten" des Sozialamtsmitarbeiters der "Hilfe zur Pflege" ist ein Machwerk voller Lügen, Verdrehungen, Erfindungen, Beleidigungen und Halbwahrheiten. Mit der Realität stimmen nur die Namen gerade noch über ein. Es dient zum einen dazu mir Hilfen zu Verweigern und zum anderen mich zu beleidigen/zu verletzen und gegenüber dem SG Nürnberg in den Dreck zu ziehen.

Man stellt es so hin, als sei ich ja gar nicht krank und würde auch keine Hilfen benötigen. Klar, 100% Erwerbsminderungsrente ohne Befristung bekommt man ja wenn man nur freundlich bitte sagt. Ein arbeitsmedizinisches Gutachten davor zeigte, dass ich unter 3 h leichteste Tätigkeiten nur noch machen könnte. Ein Gutachten der Rentenversicherung zeigte, dass ich keine Streßtoleranz besitze und meine Probleme kaum Heilungschancen haben. Ich habe einen GdB von 50, also die Schwerbehinderteneigenschaft.

Ich leide u.a. an äußerst schmerzhafter Fibromyalgie u.a. in den Fingern auftretend. Beidseitigen (wieder aufgetretenen Carpaltunnel Syndrom). Den Folgen einer Schulteroperation rechts am 30. Januar (laut dem Gutachter müßte die Schulter angeblich schon wieder voll belastbar sein).

Ja, man sagt, solche Termine soll man nur mit Beistand wahrnehmen. Was macht man aber, wenn sich kein Beistand findet, alle Bitten und Versuche ins Leere gelaufen sind?
Zwergenmama
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« Antworten #8 am: Mai 15, 2013, 20:52:38 »

ich würde mitkommen, aber ich wohne zu weit weg. 
Tom_
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« Antworten #9 am: Mai 15, 2013, 23:28:04 »

Mir ist nicht klar, warum in Nbg einfach nichts auf die Reihe zu kriegen ist. Nicht mal das Prinzip der Beistände. Hans-Jürgen schafft leider den Weg zu mir in den dritten Stock nicht mehr.

Eine interessante Passage aus dem "Gutachten": Ich hätte angeblich zugestimmt, dass ich in Zukunft auf Gerichte verzichte und die Probleme direkt mit ihnen kläre.

Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Im Gegenteil wird aus der EA in Sachen Pflege nun ein Hauptverfahren. Kranker Verein... Davon abgesehen, was hat das in einem "Pflegegutachten" zu suchen?
« Letzte Änderung: Mai 15, 2013, 23:46:55 von Tom_ »
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