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Autor Thema: Erste radioaktive Partikel erreichen Mitteleuropa  (Gelesen 785 mal)
Tom_
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« am: März 23, 2011, 11:06:59 »

Zitat
Weltweite Sorge über erhöhte Strahlung
Mittwoch 23.03.2011, 08:41
 
AFPEin Supermarkt in Tokio
Nach Berichten über erhöhte Werte radioaktiver Strahlung in Japan ist die Sorge über mögliche Auswirkungen des Atomunglücks von Fukushima weltweit gestiegen.
Die US-Lebensmittelbehörde kündigte in der Nacht zum Mittwoch strenge Importvorschriften für Lebensmittel aus dem Land an. Das Umweltbundesamt rechnete damit, dass Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln im Tagesverlauf Mitteleuropa erreichen könnten.

Die US-Behörde erklärte in einer Mitteilung, sowohl Milch und Milchprodukte als auch Gemüse und Obst aus den Präfekturen Fukushima, Ibaraki, Tochigi und Gunma dürften nur noch nach vorherigen Radioaktivitätsmessungen eingeführt werden. Frankreich rief die Europäische Kommission zu „systematischen Kontrollen aller frischen Lebensmittel“ auf, die Europa aus Japan erreichten. Zugleich sprach sich das Land gegen ein vollständiges Einfuhrverbot aus.

Japans Regierung untersagte die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte aus zwei Präfekturen im Umkreis des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1. Ministerpräsident Naoto Kan ordnete einen Lieferstopp für Brokkoli und das japanische Gemüse Komatsuna aus der Region Fukushima sowie für Rohmilch und Petersilie aus der Präfektur Ibaraki an, wie die Nachrichtenagentur Jiji mitteilte. Demnach riet Kan zudem dazu, auf den Verzehr von Spinat, Brokkoli und anderen Produkten zu verzichten. In der Umgebung von Fukushima 1 waren zuvor erhöhte Radioaktivitätswerte in elf Gemüsesorten festgestellt worden.

Erhöhte Strahlung in Island
Der Leiter der Messstation Schauinsland des Umweltbundesamts, Erich Wirth, sagte dem MDR, in den vergangenen Tagen sei sowohl in Kalifornien als auch in Island eine erhöhte radioaktive Strahlung gemessen worden. „Und von da ist es nicht mehr weit bis Mitteleuropa“, fügte er hinzu. Die ankommende Radioaktivität werde jedoch „sehr, sehr niedrig sein“. In Deutschland stiegen die Werte nach Wirths Angaben bisher noch nicht an. Es werde aber ein erster Anstieg bei der sogenannten Spurenanalyse erwartet.

In der Region um das AKW Fukushima 1 ereigneten sich erneut zwei Erdbeben. Es seien Erschütterungen der Stärken 6,0 und 5,8 gemessen worden, teilte die Wetterbehörde des Landes mit. Ein weiterer Tsunami sei aber nicht zu befürchten. Nach Angaben des Fernsehsenders NHK wurden zunächst auch keine zusätzlichen Schäden bekannt. Einsatzkräfte setzten ihre Bemühungen zur Kühlung der teilweise zerstörten sechs Reaktoren des Kraftwerks indes fort. ...

http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/japan-katastrophe-weltweite-sorge-ueber-erhoehte-strahlung_aid_611392.html
« Letzte Änderung: März 23, 2011, 11:08:21 von Tom_ »
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