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Autor Thema: Es wird einsam um Dr. plag. Googleberg  (Gelesen 1453 mal)
Tom_
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Beiträge: 1.902



« am: Februar 28, 2011, 18:17:58 »



Zitat
Am liebsten würde die CSU den Schwindel ihres Bundesverteidigungsministers Karl Theodor zu Guttenberg beim Fertigen seiner Dissertation aussitzen. Mit jedem Tag, an dem ihr "Star" neue Schlagzeilen produziert, wird das allerdings schwieriger. Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein sprach nun von Parteischädigung.

Zu stern.de sagte Beckstein wörtlich: "Die Affäre um seine Dissertation schadet der CSU und ihm selbst". Beckstein gehörte zur überwiegenden Mehrheit in seiner Partei, die dem adligen Franken tagelang eisern die Stange hielt. Nun scheint Beckstein, der stellvertretender Präses in der evangelischen Kirche, weniger barmherzig.

Kritik aus dem Regierungslager
Selbst Kabinettsmitglieder scheuen sich nicht mehr, Karl Theodor zu Guttenbergs Umgang mit seiner Dissertation offen zu kritisieren. "Als jemand, der selbst vor 31 Jahren promoviert hat und seinem Berufsleben viele Doktoranden begleiten durfte, schäme ich mich nicht nur heimlich", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan der Süddeutschen Zeitung. Niemand solle auf die Idee kommen, dass sie diesen Vorgang für eine Lappalie halte. Der forschungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Martin Neumann, räumte Guttenberg eine Frist von zwei Wochen ein, alle Vorwürfe auszuräumen. Ansonsten sei er als Dienstherr von zwei Bundeswehruniversitäten nicht mehr tragbar. Bundestagspräsident Lammert soll der Mitteldeutschen Zeitung zufolge gesagt haben, die Plagiatsaffäre sei ein "Sargnagel für das Vertrauen in unsere Demokratie".Viele weitere Unionsabgeordnete äußern sich nur hinter vorgehaltener Hand, kritisieren Guttenberg aber scharf.

Schützenhilfe bekommt der Adelige weiterhin von Kanzlerin Angela Merkel. Sie ließ über ihren Regierungssprecher mitteilen, sie habe Vertrauen in ihren Verteidigungsminister. CSU-Parteichef Horst Seehofer sagte, die Partei stehe geschlossen hinter Guttenberg. Lammerts Äußerungen seien unangemessen. Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder blieb bei der Linie, die er in einem stern.de-Interview vorgegeben hatte: Der Fall sei mit der Rückgabe des Doktortitels erledigt. Seine Landsleute und Parteifreunde aus Baden-Württembergs sehen das nicht so: Anonym äußern sie gegenüber stern.de massive Befürchtungen, dass die Affäre die Erfolgaussichten der CDU bei der Landtagswahl am 27. März schmälern könnte.

"Ein bisschen Sorte Schröder"
Ursache dürfte das nach und nach bekannt gewordene Ausmaß der Abschreiberei sein - laut Guttenplag sind auf 70 Prozent der Seiten offene oder versteckte Plagiate zu finden. Guttenberg jedoch hat vor dem Bundestag nochmals gesagt, dass er nicht bewusst getäuscht habe. "Sollte sich herausstellen, dass zu Guttenberg im Amt oder vor dem Bundestag etwas Unwahres gesagt hat, müsste er zurücktreten", findet Beckstein.

Etliche CSU-Spitzenpolitiker machten ihrem Ärger im Gespräch mit stern.de gehörig Luft, wollten aber anonym bleiben. "Zu Guttenberg ist ein Dandy, kein Politiker", empört sich ein Führungsmitglied. Und weiter: Seine Eigendarstellung vom unbeugsamen, gradlinigen und charakterlich gefestigten Menschen sei gut gespielt, entspreche aber so gar nicht der Realität. Zu Guttenberg sei dem "Größenwahn" verfallen. "Er gehört ein bisschen zur Sorte Schröder", meint der CSU-Mann in Anspielung auf den früheren SPD-Kanzler Gerhard Schröder. "Das wird nicht gut gehen."

http://www.stern.de/politik/deutschland/guttenberg-und-die-plagiatsaffaere-es-wird-einsam-um-dr-googleberg-1658583.html

Siehe auch:

Zitat
Warum es für Guttenberg jetzt richtig eng wird

Getäuscht, geklaut, geheuchelt: Guttenberg wird seinen Stuhl und Posten räumen müssen
Muss Verteidigungsminister Guttenberg doch noch zurücktreten? Der Aufstand der akademischen Klasse wird für den CSU-Mann zur ernsten Gefahr.  Die wissenschaftliche Elite kann nicht hinnehmen, dass ihr eigenes Ansehen durch einen Schummel-Doktor ramponiert wird.

"Der wird das aussitzen, der Guttenberg." Wie oft hat man in den letzten zwei Wochen privat und öffentlich diese Prognose zu hören bekommen. Und wer wagte ihr schon mit Vehemenz zu widersprechen? Denn man hat es schließlich oft genug bereits erlebt, nicht zuletzt beim Verteidigungsminister selbst, dass empörte Diskussionen über Fehlverhalten zwei Tage kamen, zwei Tagen andauerten und in zwei weiteren Tagen verebbten, bis sie ganz in der Versenkung verschwanden und den Erinnerungen entflogen.

Länger waren offenkundig solche Aufgeregtheiten nicht in der Medienaufmerksamkeit zu halten. Und hier, bei Guttenberg, handelte es sich noch dazu um Fußnoten, Zitationskonventionen akademischer Elfenbeintürmler. Kurz: ein Minderheitenthema. Das musste lässig zu überstehen sein für einen Mann von Charisma und Popularität, der sich noch dazu der furiosen Unterstützung des Boulevardblatts Nummer eins der Republik sicher sein durfte.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748079,00.html
« Letzte Änderung: Februar 28, 2011, 18:48:15 von Tom_ »
lenny
Gast
« Antworten #1 am: Februar 28, 2011, 19:12:29 »



Die CSU...mir ist nur noch übel...
Guttenberg passt 100%ig zu diesem verlotterten Pack!


http://www.tagesspiegel.de/meinung/viele-krumme-dinger/3887356.html
lenny
Gast
« Antworten #2 am: Februar 28, 2011, 23:03:33 »


 


Es geht nicht mehr allein um seine Dr.-Arbeit.
Schaut man sich einmal an, dass sein entfernter Verwandter: "Karl Ludwig von Guttenberg" aktuell stv. Chef vom Dienst der Bundesredaktion der BILD ist, kann man vielleicht die Rolle der Blödzeitung-Zeitung bei Guttenberg erahnen.
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