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Autor Thema: EU bezahlt Ex-Kommissare während der Jobsuche  (Gelesen 487 mal)
Lalelu
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« am: September 24, 2010, 11:26:18 »

Die EU erleichtert ihren Kommissaren mit hohen Vergütungen den Übergang in den Arbeitsmarkt. Und das drei Jahre lang.

Die hohen Übergangsgelder für ehemalige EU-Kommissare stoßen auf Kritik. Die EU-Kommission bestätigte, dass 17 im Frühjahr ausgeschiedene Mitglieder fünf- bis sechsstellige Entschädigungen im Jahr erhalten – und das, obwohl einige von ihnen hochdotierten Tätigkeiten in der Wirtschaft oder der Politik nachgehen. Im Europaparlament löste dies Empörung aus.

Ehemalige EU-Kommissare haben drei Jahre lang ein Anrecht auf hohe Übergangsvergütungen zur Suche eines neuen Arbeitsplatzes, selbst wenn sie bereits einer neuen Tätigkeit nachgehen. Die Kommission bestätigte damit einen Bericht der „Financial Times Deutschland“. Ziel sei es, den Kommissaren den Übergang in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und ihre „Unabhängigkeit“ zu sichern, sagte Kommissionssprecher Michael Mann. „Wir wollen verhindern, dass sie jede erstbeste Stelle annehmen müssen“, sagte er.

Den Angaben zufolge erhalten Kommissare nach ihrem Ausscheiden zwischen 40 und 66 Prozent ihres ehemaligen monatlichen Grundgehalts von rund 20.278 Euro vor Steuern. Der Höchstbetrag wird bei mehr als 15 Dienstjahren fällig. Einer der Doppelverdiener ist nach einer internen Kommissionsliste der frühere Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy, der im Aufsichtsrat des Billigfliegers Ryanair sitzt. Von der Kommission erhält er nach „FTD“-Angaben eine monatliche Entschädigung von rund 11.000 Euro, also 132.000 Euro im Jahr. Seine Einkünfte bei Ryanair werden von Lobbywächtern der Organisation Alter-EU auf bis zu 47.000 Euro pro Jahr geschätzt. Auch der italienische Außenminister Franco Frattini und die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite bessern so ihr Gehalt auf.

Deutscher Kommissar Verheugen kassiert nicht
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Nicht auf der Liste steht der frühere deutsche Kommissar Günter Verheugen – ebenso wie seine ehemalige österreichische Kollegin Benita Ferrero-Waldner. Dies kann laut Kommissionssprecher Mann zwei Gründe haben: Entweder ein Kommissar verzichtet auf die Entschädigung. Oder aber sie wird ihm aberkannt, weil das neue Gehalt über dem ehemaligen Kommissarssalär liegt. Verheugen hat der Kommission fünf neue Tätigkeiten gemeldet, unter anderem als Berater beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Die CDU-Europaabgeordnete Inge Gräßle kritisierte die Entschädigungen scharf. „Wenn Europa einmal schiefgeht, werden solche Dinge eine Rolle spielen“, sagte sie der „FTD“. Gräßle will kommende Woche im Haushalts-Kontrollausschuss des EU-Parlaments beantragen, das Gehaltsbudget für die Kommissare für 2011 einzufrieren, bis sich das Übergangsgeld-System ändert. Die umstrittenen Entschädigungs-Regeln gelten bereits seit einem Beschluss der EU-Staaten von 1967. Auch in Deutschland erhalten Politiker nach ihrem Ausscheiden teils hoch dotierte Vergütungen. Kritik wurde zuletzt an dem Ruhegeld für den ehemaligen thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) laut. Laut Bund der Steuerzahler zahlt ihm das Land mehr als 8000 Euro monatlich. Der abgewählte Althaus trat zu Jahresbeginn einen Posten beim Autozulieferer Magna an.

Ein Leserkommentar
24.09.2010,
08:40 UhrGraf von Luxemburg sagt:

Diese Bezuege sind doch lächerlich. Die EU zahlt ihren Mitarbeiter noch viel viel mehr, was aber nie an die Öffentlichkeit kommt. Überigens zahlt die EU u.a. auch die Ausflüge für die Kinder ihrer Angestellten! Krankheitstage werden fast kaum kontrolliert. Ich hatte letztes Jahr einen Fall, da wir ein EU Mitarbeiter 2 Wochen "getürkt" krank geschrieben. Die Sache platzte erst, als er in der Schweiz bei dem Skilaufen einen Wadenbeinbruch hatte. In seiner Behörde ist es nicht aufgefallen das er überhaupt nicht seit Wochen an seinem Arbeitsplatz weg war. Ausserdem werden Urlaube permanent überzogen weil das niemand interessiert und auch niemand überwacht. Die Weihnachtsoutzeit fängt in Brüssel bereits ende November an, da werden jeden Tag bis Weihnachten täglich 2-3 Feiern besucht. Und nach dem Anwesenheitsbeginn (nicht Arbeitsbeginn) im neuen Jahr ab 16.1. bereitet man sich auf Ostern vor.


Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article9841184/EU-bezahlt-Ex-Kommissare-waehrend-der-Jobsuche.html
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