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Autor Thema: Fast 40 Prozent der Europäer sind psychisch krank  (Gelesen 755 mal)
Tom_
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« am: September 07, 2011, 09:42:14 »

Zitat
Die Zahl ist alarmierend: Mehr als 160 Millionen Europäer leiden an einer psychischen Krankheit, nur eine Minderheit wird laut einer aktuellen Studie rechtzeitig behandelt. Den Schaden für die Volkswirtschaften schätzen die Forscher auf eine dreistellige Milliardenhöhe - pro Jahr.
 
Hamburg - Angststörungen, Depressionen, Sucht: Psychische Krankheiten sind ein weit verbreitetes Problem in Europa. Sie treffen laut einer aktuellen rund 38 Prozent der Bevölkerung. Trotzdem finden die Betroffenen nur schwer Hilfe, beklagt ein Wissenschaftlerteam um Hans Ulrich Wittchen von der Technischen Universität Dresden.

Wittchen und seine Kollegen analysierten verschiedene Studien und andere Daten zu psychischen und neurologischen Krankheiten in 30 Ländern - der Europäischen Union sowie der Schweiz, Norwegen und Island. Wie die Forscher im Fachmagazin "European Neuropsychopharmacology" berichten, leben in einem Zwölf-Monats-Zeitraum knapp 164 Millionen Menschen in diesen Nationen mit einer psychischen Krankheit. Deutliche Unterschiede zwischen den Ländern gab es nur beim Anteil der Suchtkranken sowie bei der Altersdemenz. ...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,784400,00.html

Ergänzend: Die deutschen Psychotherapeuten und Psychater gehen davon aus, dass in den nächsten ca. 15 Jahren sich diese Zahlen auf bis zu 90% der Bevölkerung zumindest in Deutschland ausweiten werden. Diese Erkenntnis wurde mir 2006 im Gespräch mit einem Facharzt im Klinikum Nürnberg erläutert.

Die Zeitung hat übrigens wieder einmal mehr den klassischen Fehler begangen und psychische und psychosomatische Erkrankungen in einen Topf geschmissen.

Eine Depression ist z.B. in der Regel eine psychosomatische Erkrankung. In Ausnahmefällen z.B. bei MS kann es aber zu einer echten Hirnschädigung kommen, die dann Depression auslöst. In dem Fall ist die Depression sogar eine physische Erkrankung mit psychosomatischen Folgen.

Burn Out ist eine psychosomatischer Erkrankung.

Angst- und Panikstörungen sind eine psychische Erkrankung.

Sucht ist eine psychosomatische Problematik.

Demenz ist eine physische, also organische Erkrankung, denn in der Regel sind bei den unterschiedlichen Formen der Demenz organische Veränderungen des Gehirns nachweisbar und auslösend.

Diese Unterscheidungen überfordern natürlich in der Regel die berichtenden Medien.
kuddel
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« Antworten #1 am: September 07, 2011, 10:05:08 »


Diese Unterscheidungen überfordern natürlich in der Regel die berichtenden Medien.

Nicht erst die Medien sind oft überfordert. Was meinst du, wieviele Fehldiagnosen es gibt, wenn die Ärzte keine Erklärung für unspezifische Beschwerden haben?!
Es dauert durchschnittlich 7-9 Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt ist. Bis dahin verdienen sich unsere "netten" Mediziner dumm und dämlich, praktisch was?!
Ich hab auch schon gehört, dass viele Ärzte einen gerne in die Psychoecke schieben, um dann die entsprechenden Medikamente unter der Bevölkerung verteilen zu können, für die es Provisionen und schöne "Dienstreisen" von der Pharmaindustrie gibt!
So läßt es sich doch angenehm leben, was?!

Also ich wäre vorsichtig, wenn hier von massenhaft psychisch Erkrankten die Rede ist, denn bei schweren physischen Erkrankungen sind z.B. Depressionen nur eine Folge- bzw. Begleiterscheinung.
Mit der Ursachenbekämpfung sieht es aber bekanntlich in unserer hochtechnisierten Bürokraten-Medizin äußerst schlecht aus, im Übrigen läßt sich das auch auf alle anderen Problemfelder übertragen....

Hilfe für alle ARGEN Lebenslagen:
http://savaran.files.wordpress.com/2007/09/flussdiagramm.pdf
http://savaran.wordpress.com/

„Herr Schiedsrichter, ich danke Sie“ - Willi „Ente“ Lippens :)
Tom_
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« Antworten #2 am: September 07, 2011, 10:14:41 »

Nicht erst die Medien sind oft überfordert. Was meinst du, wieviele Fehldiagnosen es gibt, wenn die Ärzte keine Erklärung für unspezifische Beschwerden haben?!
Es dauert durchschnittlich 7-9 Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt ist. Bis dahin verdienen sich unsere "netten" Mediziner dumm und dämlich, praktisch was?!
Ich hab auch schon gehört, dass viele Ärzte einen gerne in die Psychoecke schieben, um dann die entsprechenden Medikamente unter der Bevölkerung verteilen zu können, für die es Provisionen und schöne "Dienstreisen" von der Pharmaindustrie gibt!
So läßt es sich doch angenehm leben, was?!

Also ich wäre vorsichtig, wenn hier von massenhaft psychisch Erkrankten die Rede ist, denn bei schweren physischen Erkrankungen sind z.B. Depressionen nur eine Folge- bzw. Begleiterscheinung.
Mit der Ursachenbekämpfung sieht es aber bekanntlich in unserer hochtechnisierten Bürokraten-Medizin äußerst schlecht aus, im Übrigen läßt sich das auch auf alle anderen Problemfelder übertragen....

Wobei es eine Trennung von psychosomatischen Problemen und organischen Erkrankungen sowieso nicht geben kann, denn das greift Hand in Hand. Jedes organische Symptom kann auch psychosomatisch erzeugt werden. Wichtig ist also die ganzheitliche Diagnostik.

Ein Beispiel: Ich hatte jahrelang ein nicht auf Medikamente ansprechendes Ekzem am rechten Schienbein. Als meine Beziehung endete verschwand es innerhalb einer Woche dauerhaft. Nennen wir es ein "Beziehungsekzem".

Fehldiagnosen sind gerade im psychischen und psychosomatischen Bereich leichter möglich, als im rein organischen, gerade, weil hier eine exakte Diagnose eine oft monatelange akribische Beobachtung des Patienten inkl. Patiententagebuch und detaillierter Erhebung der Vorgeschichte inkl. Familienaufstellung usw. erfordert. Und selbst dann werden die Diagnosen oft später noch mehrfach nachkorrigiert.

Gute Fachärzte suchen nach den Ursachen und beheben nicht einfach nur die Symptome mit Medikamenten.

Die Analyse wegen der Ausbreitung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen halte ich durchaus für realistisch, denn hier zählen z.B. gerade im Bereich des Managements und der Politik häufig anzutreffende Krankheiten, wie Soziopathie und Psychopathie auch dazu. Den Rest erledigt die Ellbogengesellschaft zusammen mit Arbeitsdruck, Ausgrenzung etc. womit dann auch Erwerbslose, Kinder usw. mit einbezogen sind.
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