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Autor Thema: Hartz IV-Förderprogramme in der Kritik  (Gelesen 1806 mal)
Tom_
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« am: Februar 20, 2011, 18:32:25 »

Zitat
Nichts, sagt Bernd-Uwe Lübke aus Krefeld. Aber solche Tätigkeiten bekommt er seit Jahren als Weiterbildungsmaßnahmen vom Arbeitsamt vorgeschrieben.

Bernd-Uwe Lübke, Langzeitsarbeitsloser: "Also, ich empfand diese Maßnahmen nicht als sinnvoll. Sie brachten mich auch nicht in die Arbeitswelt irgendwie zurück. Sondern es war alles von vorne bis hinten sinnlos, was man da machen musste."
Weiterbildung oder nur Beschäftigung?

Kurse für Holz, Farben und Hauswirtschaft und das mehrere Stunden täglich, über Wochen hinweg. Alles wird aus öffentlichen Kassen bezahlt. Reine Verschwendung, sagen auch andere Kursteilnehmer. Einige erzählen von Hauswirtschaftskursen, in denen die Teilnehmer Märchen vorgelesen bekamen, Rotkäppchen und der böse Wolf, wie im Kindergarten.
Zuständig für diese Fortbildung der Arbeitslosen ist die Tertia Gruppe. Nach eigenen Angaben ein "bewährter Partner der Arbeitsverwaltung." Das Versprechen lautet: "Wir planen unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Ausgangslage mit Ihnen das weitere Vorgehen, um die richtige berufliche Orientierung für Sie zu finden."
Wie das mit Holzarbeiten und Glasmalerei gehen soll, will die Tertia PLUSMINUS vor der Kamera nicht verraten. Telefonisch nur so viel: Diese Weiterbildungsmaßnahme sei sehr sinnvoll. Für weitere Nachfragen, verweist man uns an das zuständige Jobcenter in Krefeld. Das wiederum lässt die Zentrale antworten, die Arbeitsagentur in Nürnberg.

John-Philip Hammersen, Bundesagentur für Arbeit: "Manche Maßnahmen dienen beispielsweise auch dazu, dass Menschen erkennen, was kann ich eigentlich. Kann ich kreativ etwas machen. Welche Fähigkeiten habe ich eigentlich außer dem, was ich gelernt habe?!" ... "Das kann auch Glasmalerei sein."
Gutes Geschäft

Egal welche Maßnahme, die Tertia kassiert für jeden Arbeitslosen, den sie ausbildet. Für den Kurs von Bernd-Uwe Lübke zum Beispiel gibt es 3,10 € pro Kopf und Stunde. So fließen rund 120.000 € an die Tertia, für einen Kurs und alles aus öffentlichen Kassen.

Die Tertia ist nur ein Beispiel, sagt Stefan Sell. Laut dem Wirtschaftswissenschaftler steckt hinter solchen Kursen eine ganze Industrie, die an den Hartz-IV-Milliarden verdient.

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,1u4p8tutbi3bb9yt~cm.asp
« Letzte Änderung: Februar 20, 2011, 18:44:06 von Tom_ »
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