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Autor Thema: Gesellschaft vor der Kernschmelze: "Das ist der menschliche Nullpunkt."  (Gelesen 553 mal)
Tom_
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« am: August 19, 2011, 09:17:16 »

Mit den Krawallen von London erlebt der Westen sein soziales Fukushima. Aber wer hatte denn gedacht, die Vermehrung des Reichtums durch einige wenige bei gleichzeitiger Verelendung der Vielen könne so weitergehen?

"Von der Gestalt der künftigen Tragödie wissen wir nichts", hat Botho Strauß geschrieben. Aber das gilt nicht mehr. Inzwischen können wir uns die Gestalt unserer Tragödie ausmalen. Wir müssen nur bei YouTube nachsehen. Die Bilder der London Riots sind der Vorfilm unserer Zukunft: Der malaysische Student Asyraf R. sitzt blutend am Boden, ein paar Jugendliche beugen sich über ihn, zwei helfen ihm auf, der Dritte öffnet langsam den Rucksack des Verletzten und räumt ihn aus. Den jungen Mann, der sich nicht wehren kann, lassen sie stehen.

Das ist der menschliche Nullpunkt.

Der britische Premier Cameron hat ein paar Tage gebraucht, um die richtigen Worte zu finden. Erst in dieser Woche sagte er: "Die sozialen Probleme, die sich seit Jahrzehnten entwickelt haben, sind vor unseren Augen explodiert." Und er sprach von der "kaputten Gesellschaft". Für einen Tory ist das ein Fortschritt. "Gesellschaft" - das Wort kommt dem britischen Konservativen nicht leicht von den Lippen. Für Margaret Thatcher war das der springende Punkt: "Während die Sozialisten von der Gesellschaft ausgehen und wie man sich in sie einfügt, nehmen wir den Menschen als Ausgangspunkt", hat die eiserne Premierministerin gesagt.

Aber wenn die Gesellschaft kaputt ist, geht auch der Mensch kaputt. Das wollten Thatcher und all die anderen neoliberalen Ideologen nach ihr nicht wahrhaben. Der Markt hat keine moralische Qualität, und ohne Moral werden wir alle zu Tieren ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,780827,00.html
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