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Autor Thema: Hartz-Drama, nächster Akt  (Gelesen 1316 mal)
Tom_
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« am: Februar 16, 2011, 12:59:27 »

Zitat
Nach wochenlangen ergebnislosen Verhandlungen nutzen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre SPD-Kontrahentin Manuela Schwesig die Bühne der ARD noch einmal für ihre eingeübten Monologe. Die übrigen Gäste: Statisten.

Die Hauptfiguren sind warm gespielt, Maske und Kostüm perfekt aufeinander abgestimmt: Bühne frei für „das Hartz-Theater“. Hätte die Redaktion von Anne Will ihre gestrige Sendung nicht selbst so benannt, man hätte sich keinen besseren Titel für die Talkrunde und die ihr zugrunde liegende Debatte um die Hartz IV-Reform einfallen lassen können.

Nach wochenlangen - ergebnislosen - Bund-Länder-Verhandlungen, nutzten Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre SPD-Kontrahentin Manuela Schwesig die Bühne der ARD noch einmal für ihre eingeübten Monologe. Die übrigen Gäste: Statisten.

„Zwei Verliererinnen“ seien sie, blökt der „Experte für Polit-Theater“, Michael Spreng, im Prolog. Der „Sache der Frauen in der Politik hätten sie geschadet“. Und, ergänzt Verleger Jakob Augstein, wer Gründe für Politikverdrossenheit suche, der finde sie genau hier: Sieben Wochen lang hatten die beiden Verhandlungsführerinnen um die Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze gerungen, nachdem das Bundesverfassungsgericht vor rund einem Jahr eine Neuregelung gefordert hatte. Doch weder konnten sie sich über die Erhöhung von fünf, respektive elf Euro einigen. Noch kommen sie in der ausufernden Debatte um Mindestlöhne, Leiharbeit und Schulsozialarbeiter zu einem Konsens. Ab dieser Woche sollen es nun die Ministerpräsidenten richten.

Man mag es Schwesig und von der Leyen nicht verdenken, dass sie auf Sprengs selten blöden Schwenk mit der Geschlechterkarte nicht eingehen. Dass sie aber bei Anne Will genau dort weiter machen, wo sie in der vorigen Woche stecken geblieben waren, ohne sich auch nur einen Deut aus ihren starren Rollen heraus zu bewegen, das ist ermüdend, enttäuschend, dramaturgisch unoriginell. Von der Leyen lobt in endloser Wiederholungsschleife die Vorzüge ihres geplanten Bildungspaketes, ohne ihr Lächeln auch nur einmal zu unterbrechen. Schwesig lächelt in einem fort und pocht auf Schulsozialarbeiter. Einig sind sie sich noch nicht einmal in dem Punkt, uneinig zu sein. Da wirkt es geradezu zynisch, wenn beide behaupten, in dieser Woche „den Sack zumachen“ zu wollen.

http://www.fr-online.de/kultur/fr-fernsehkritik/hartz-drama--naechster-akt/-/1473344/7190896/-/index.html
lenny
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« Antworten #1 am: Februar 16, 2011, 13:34:03 »

Die beiden Frauen duellierten sich mit Blicken, eine Pistole wäre nichts  dagegen gewesen, jedoch hätte man die Sendung auch unbenennen können, in etwa wie :"Hier spricht Uschi"!
Man muß ehrlich zugeben, entweder eine Kiste Bier  oder 5 Flaschen Wein  sind schon nötig, um bei nicht bei Ursula , durch den Fernseher den Würgegriff anzuwenden.!
lenny
Gast
« Antworten #2 am: Februar 16, 2011, 18:16:50 »



Ob sich der von drei Ministerpräsidenten ausgehandelte Kompromiss zu Hartz IV durchsetzen lässt, ist fraglich. Die Union im Bundestag will den Regelsatz nicht über fünf Euro hinaus erhöhen. Eine für Donnerstag geplante Verhandlungsrunde wird verschoben.


http://www.focus.de/politik/deutschland/hartz-iv-kompromiss-unions-fraktion-stellt-sich-quer_aid_600631.html
Tom_
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Beiträge: 1.902



« Antworten #3 am: Februar 16, 2011, 23:07:22 »

Und damit gibt es für die kompromiss-süchtige SPD ein Problem. Eigentlich kann sie nur eines tun, wenn sie ihren Ruf nicht weiter verschlechtern will: Hinschmeissen!

Das ist vielfach besser, als ein fauler Kompromiss, der dann auch noch wieder verfassungswidrig sein wird.

Aber ich zweifle am Denkvermögen der Entscheidungsträger. Sie werden wohl wieder den falschen Weg gehen, wie immer.
lenny
Gast
« Antworten #4 am: Februar 17, 2011, 00:45:41 »

Und damit gibt es für die kompromiss-süchtige SPD ein Problem. Eigentlich kann sie nur eines tun, wenn sie ihren Ruf nicht weiter verschlechtern will: Hinschmeissen!

Das ist vielfach besser, als ein fauler Kompromiss, der dann auch noch wieder verfassungswidrig sein wird.

Aber ich zweifle am Denkvermögen der Entscheidungsträger. Sie werden wohl wieder den falschen Weg gehen, wie immer.


Wenn die SPD nicht hinwirft, geht Merkels Rechnung auf!

Dieses HartzIV Spiel, ist ein Spiel mit 2 schwarzen Petern!
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