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Autor Thema: Hartz IV soll nicht der Teuerungsrate folgen  (Gelesen 999 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: September 29, 2010, 17:49:19 »

Wissenschaftler kritisieren die Ausrichtung der Hartz-IV-Sätze an der allgemeinen Preisentwicklung. Sie fordern stattdessen einen anderen Warenkorb als Basis für die Berechnung des Existenzminimums.

"Im Verbraucherpreisindex wird einerseits die Preissteigerung von alkoholischen Getränken und Tabakwaren erfasst, die im Hartz-IV-Satz gar keine Rolle spielen", schrieb der Direktor des Forschungszentrums für Wirtschaftsstatistik der Universität Fribourg, Hans Wolfgang Brachinger, am Mittwoch in einem Gastbeitrag für Reuters. "Andererseits wird die Inflation im Allgemeinen dadurch nach unten gedrückt, dass Güter wie Notebooks, Herrenanzüge oder digitale Kameras billiger werden. Kein Hartz-IV-Empfänger profitiert von solchen Preissenkungen."

Brachinger fordert deshalb, das die Hilfe für Langzeitarbeitslose an einen Preisindex zu koppeln, der auf den tatsächlichen Hartz-IV-Warenkorb zugeschnitten ist. Die Preisentwicklung von Alkohol, Zigaretten und anderen Waren und Dienstleistungen, für die Leistungsempfänger kein Geld erhalten, bliebe dann außen vor. "Dies wäre statistisch ohne Weiteres machbar", schrieb der Präsident der Schweizerischen Bundesstatistikkommission.

Der jährliche Anpassungsmechanismus für die Regelsätze wird für einige Jahre zu 70 Prozent an die Preis- und zu 30 Prozent an die Lohnentwicklung gekoppelt werden. Bisher ist die jährliche Erhöhung an die Rentenanpassung gekoppelt. Anders als bei der Rente ist aber keine Garantie vorgesehen, dass das Arbeitslosengeld II bei sinkenden Löhnen und Preisen nicht gekürzt wird.

Quelle: link

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Tom_
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« Antworten #1 am: September 29, 2010, 18:27:00 »

Das Problem liegt in der Dispositionsfreiheit. Keiner hat den Betroffenen vorzuschreiben was sie kaufen dürfen und daher kennt auch keiner die tatsächlich Zusammenstellung des persönlichen Warenkorbs. Das könnte nur dann u.U. funktionieren, wenn ein ausreichend großer Betrag zur freien Verfügung integriert würde.
Ludwigsburg
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« Antworten #2 am: September 30, 2010, 15:30:24 »

Tom, das seh ich anders. Wenn einzelne aus welchen gründen auch imer, z.B. statt Lebensmitteln etwas kaufen, was nicht jeder kaufen würde, darf das bei der Bedarfserrrechnung aller keine Rolle spielen.

Es sollte immer von dem ausgegangen werden, was tatsächlich in den Regelsatz aufgenommen wurde.
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« Antworten #3 am: September 30, 2010, 16:14:43 »

Es sollte immer von dem ausgegangen werden, was tatsächlich in den Regelsatz aufgenommen wurde.

Sehe ich auch so. Egal, ob der Regelsatz nun richtig oder falsch, zu hoch oder zu niedrig ist. Wenn dort z.B. 230 verschiedene Produkte enthalten sind, sollte die Teuerungsrate auch nur anhand dieser 230 Produkte berechnet werden.

Der sozialökonomische Holocaust hat in Deutschland Einzug gehalten. Später will es wieder niemand gewesen sein - Anonym
Tom_
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« Antworten #4 am: September 30, 2010, 16:22:40 »

Nehmen wir ein Beispiel. Von 50 Jogurtsorten werden 40 billiger, aber am Ort eines Betroffenen gibt es leider nur die anderen 10...was hilft es ihm, wenn sich aufgrund der Berechnung zeigt, dass im Durchschnitt Jogurt billiger geworden ist?

Also müßte man auch noch darauf achten, dass die jeweiligen Produkte auch bundesweit zu einheitlichen Preisen erhältlich sind. Das schränkt aber letzten Endes auch die Auswahl gewaltig ein.
Archetim
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« Antworten #5 am: September 30, 2010, 17:10:30 »

Wenn Du so sehr ins Detail gehen willst, dann wird es auf ein unendliches Kuddelmuddel hinauslaufen. Da müsste man dann auch wieder den Durchschnitswert der ermittelten Joghurtsorten errechnen. Am Ende vielleicht noch gewichten, weil z.B. 80% der Hartzer den Billigjoghurt vom Aldi kaufen, der Rest lieber den teuren von Zott oder Ehrmann. Vermutlich würde es auf den billigsten hinauslaufen und wäre trotzdem noch besser, als einen Joghurt miteinzubeziehen, wenn er laut Regelsatz gar nicht zulässig wäre.

Selbst die Gewichtung sollte mit etwas mehr Aufwand machbar sein, dazu muss es aber von politischer Seite GEWOLLT sein und da sehe ich das große Problem. Das es bei einem Bundesgesetz, das mit bundesweiten Regelsätzen arbeitet nicht zu 100% gerecht zugehen kann ist klar, aber man kann es minimieren. Doch selbst das ist nicht gewollt.

Der sozialökonomische Holocaust hat in Deutschland Einzug gehalten. Später will es wieder niemand gewesen sein - Anonym
Ludwigsburg
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« Antworten #6 am: Oktober 01, 2010, 22:55:55 »

Zitat
das mit bundesweiten Regelsätzen arbeitet nicht zu 100% gerecht zugehen kann ist klar, aber man kann es minimieren. Doch selbst das ist nicht gewollt.

Richtig, es ist nicht gewollt. Denn wollte man, würde man da nach den Preisen schauen, wo wenige Läden sind... nicht in den Großstädten. Dann käme villeicht für mache zuviel raus, aber jeder könnte sich nen Joghurt auch leisten...
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