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Autor Thema: #Hartz4 : Komplettsanierung des Daches von der ILZ bezahlt  (Gelesen 1713 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: Mai 05, 2010, 08:38:44 »

HARTZ IV: Dach ist nun doch gemacht
Milower Bedarfsgemeinschaft bekam eine Komplettreparatur bezahlt

MILOW - Klaus Kußatz und Monika Weidlich sind um einen Streit mit dem Integrations- und Leistungszentrum (ILZ) Havelland nicht verlegen, wenn sie mit einer Entscheidung der Hartz-IV-Behörde nicht einverstanden sind, doch in diesem Fall sind sie des Lobes voll. Ihnen wird die komplette Dachreparatur ihres Eigenheims in der Schulstraße von Milow bezahlt. Beide lächeln erleichtert. Monika Weidlich sagt: „Es ist sehr schön, dass wir unser Dach reparieren lassen konnten.“ Klaus Kußatz merkt an: „Und es ging alles relativ einfach.“ Rund 12 000 Euro hat das Projekt gekostet.

Im Oktober 2007 hatte die Milower Bedarfsgemeinschaft erstmals beim ILZ angefragt, ob sie einen Zuschuss zur dringend erforderlichen Dachreparatur bekommen kann. Manche Ziegel des über 100 Jahre alten Hauses hielten einfach nicht mehr und es regnete auch durch. Die Behörde kündigte damals an, ein Baufachmann werde sich den Fall ansehen, doch dann passierte eigentlich nichts Greifbares mehr. Motiviert durch die Geschäftsanzeige eines Dachdeckers, erneuerten die beiden Milower dann zum Beginn des letzten Winters ihren Dach-Antrag. Und siehe da: Er wurde genehmigt. Seit ein paar Tagen ist das neue Dach fertig.

„Es handelt sich hier um eine Einzelfallentscheidung“, erklärt Erik Nagel, Pressesprecher des Landkreises, der für die Kosten der Unterkunft von Hartz-IV-Empfängern zuständig ist. Nachdem der Antrag eingegangen sei, habe ein Bauingenieur die Angemessenheit der gewünschten Maßnahme geprüft. Fragen, die geklärt werden mussten, seien zum Beispiel gewesen: Geht es um den notwendigen Erhaltungsaufwand? Gibt es andere Möglichkeiten? Wäre ein Umzug der Bedarfsgemeinschaft die bessere Lösung? Am Ende habe sich herausgestellt, sagt Erik Nagel: „Die Dachreparatur ist für die Bewohner und den Mittelgeber die günstigste Lösung gewesen.“ Es handele sich um die Erhaltung, aber keine Wertsteigerung des Hauses. Andernfalls wäre es nicht mehr bewohnbar gewesen.

Das Bauprojekt ist ausgeschrieben und vergeben worden. Die nicht unbeträchtliche Rechnung geht vom Dachdecker direkt ans Landratsamt und sollte mittlerweile wohl bezahlt sein.

„Es hat alles wunderbar geklappt“, teilt Klaus Kußatz mit und macht seine persönliche Rechnung auf: „Wir haben über Jahre hinweg nur etwa die Hälfte der uns zustehenden Kosten der Unterkunft verbraucht. Das eingesparte Geld konnte nun für die Dachreparatur verwendet werden.“ Diese Interpretation der Kostensituation wollten sich aber weder der Landkreis noch das ILZ zu eigen machen.

Ein Wermutstropfen ist allerdings ins freudige Milower Ereignis geraten. Vor wenigen Tagen hat das ILZ der Bedarfsgemeinschaft geschrieben: „Uns ist bekannt geworden, dass Sie möglicherweise Einnahmen aus Verkäufen auf dem Flohmarkt erzielen und Ihr Haus komplett neu verputzen lassen.“ Beigefügt ist ein dicker Packen von Formularen, die Herr Kußatz und Frau Weidlich ausfüllen sollen. Erbeten wird von ihnen eine ausführliche Stellungnahme, womit sie als Hartz-IV-Empfänger die Sanierung der Fassade bezahlen.

„Als mein Schwiegervater, der in einer Seniorenresidenz wohnt, sah, dass das Dach endlich repariert wird“, erklärt Klaus Kußatz, „hat er uns das Geld für den neuen Putz geschenkt.“ Auch die Fassade des Hauses sei denkbar marode gewesen und das Baugerüst habe ja wegen der Dachreparatur sowieso gerade gestanden. Eben erst habe er alle aktuellen Hartz-IV-Anträge für die nächsten sechs Monate beim ILZ eingereicht, schimpft er . Nun habe offenbar ein „wohlmeinender Zeitgenosse“ die Fassadensanierung beim ILZ angezeigt – und alle Unterlagen sollen gleich noch einmal ausgefüllt werden. Könne man das nicht mit einem normalen Gespräch im ILZ klären? Ja, er verkaufe manchmal Gegenstände auf dem Flohmarkt, gibt Klaus Kußatz zu. Aber diese Dinge hätten ihm doch vorher schon gehört, er erziele keine Handelsgewinne damit. Außerdem: Niemand würde ihm die neuen Reifen bezahlen, die er gerade für seinen Pkw braucht. Zum Beispiel dafür habe er Flohmarkt-Geld zurück gelegt.

Zur mutmaßlichen Anzeige gegen die Milower Bedarfsgemeinschaft hat ILZ-Pressesprecherin Petra Müller überhaupt keine Angaben gemacht. Sie bedauert: Das alles unterliege komplett dem Datenschutz. (Von Bernd Geske)


Quelle



Mich würde in diesem Fall nur interessieren ob es als Zuschuss oder als Darlehn läuft
« Letzte Änderung: Mai 05, 2010, 08:55:04 von Rudi Wühlmaus »

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« Antworten #1 am: Mai 05, 2010, 09:17:44 »


Mich würde in diesem Fall nur interessieren ob es als Zuschuss oder als Darlehn läuft

Der Bericht legt nahe, dass es ein Zuschuss ist, sonst wären die Antragsteller nicht auf die Idee gekommen zu sagen, dass die ARGE vorher bei denen ja die Hälfte der üblichen KDU-Kosten gespart hätten.....

ARGE-Dreisatz: Warum? Wo steht das? Geben Sie mir das schriftlich?     

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