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Autor Thema: Im Tal der Tränen – die SPD und ihre Selbstfindung  (Gelesen 837 mal)
Tom_
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« am: April 12, 2011, 16:33:57 »

Zitat
SPD-Präsidiumsmitglied Heiko Maas denkt in einem Gastartikel für den SPIEGEL laut über die Renaissance des rot-gelben Projektes nach und wirbt dafür, sich intensiver um die grüne Wählerklientel zu kümmern. Dabei rücken die ureigenen sozialdemokratischen Inhalte programmatisch immer weiter in den Hintergrund. Im aufgeregten Koalitionsbildungs-Geschwätz der Stunde werden von den Medien, die sich stets gegen „linke Mehrheiten“ ausgesprochen haben, bereits künftige Bündnisse herbeigeschrieben, in denen Union, SPD, FDP und Grüne bunt gemischt untereinander koalitionsfähig sein sollen. Von einer „linken Mehrheit“ und von politischen Inhalten spricht schon lange niemand mehr und eine Alternative zum neoliberalen Mainstream scheint somit ferner denn je. Jens Berger

Ureigene Imitation

Wenn Umfragewerte und Wahlergebnisse von Parteien enttäuschen, kündigen diese an, sich künftig breiter aufstellen zu wollen und gleichzeitig ihr Profil zu schärfen. Dies ist natürlich ein Widerspruch in sich, der meist damit aufgelöst wird, dass man sein Profil noch weiter verwässert, um auch garantiert jeden Wähler aus der sagenumwobenen „Mitte“ abholen zu können. Für was steht beispielsweise die SPD in diesen Tagen? Bei den tagesaktuellen Themen wie Stuttgart 21, Atomausstieg oder Libyen-Einsatzsteht die SPD für ein entschiedenes Sowohl-als-auch und irrlichtert um alle Festlegungen herum, die künftige Koalitionsoptionen mit CDU, FDP oder den Grünen in Frage stellen könnten. Die Kritik an Schwarz-Gelb beschränkt sich aufs Handwerkliche. Wer mit allen Parteien koalitionsfähig sein will, darf offenbar kein eigenes Profil haben. Das zeigt sich in einem noch stärkeren Maße bei den sozialdemokratische Themen – wann hat man in letzter Zeit von der SPD eigentlich etwas zum Mindestlohn, zur Leiharbeit, zur Rente mit 67 oder einen konkreten Vorschlag zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem gehört? Man mag nun einwenden, diese Themen seien nun einmal momentan nicht auf der öffentlichen Diskussionsagenda, aber ist es nicht auch Aufgabe einer Volkspartei, Themen zu setzen, anstatt ihnen kopflos hinterherzurennen?

Wenn Heiko Maas im SPIEGEL schreibt, dass die SPD „grüner werden solle“ und den „ökologischen Umbau der Industriegesellschaft“ zum Kernthema der SPD-Politik machen soll, dann ist dies kein visionärer Aufbruch, sondern ein weiterer Kotau vor der Beliebigkeit. Es gibt inzwischen keine Partei mehr, die sich nicht den Umweltschutz auf ihre Fahnen geschrieben hätte und die nicht für eine ökologische Industriegesellschaft eintreten würde. Sogar Angela Merkel ließ sich in besseren Zeiten gerne als „Klima-Kanzlerin“ feiern und auch die SPD hat in ihrem 1989 verabschiedeten Berliner Programm eben jenen ökologischen Umbau der Industriegesellschaft bereits zu einem programmatischen Schwerpunkt erklärt.

Ein solcher Umbau hat auch relativ wenig mit „postmateriellen Werten“ zu tun – der Umweltsektor ist mittlerweile einer der größten und am schnellsten wachsenden Sektoren und auf diesem Markt ist Deutschland Weltmarktführer. Auch „grüne“ Politik ist Industriepolitik, und die Frage, ob sie sozial verträglich oder neoliberal geprägt sein soll, ist eng mit anderen Fragen der Verteilungsgerechtigkeit verbunden, auf die die SPD keine überzeugende und vor allem keine glaubwürdige und eigenständige Antwort findet. Die SPD ist gespalten zwischen dem Agenda-Flügel um Steinmeier und Steinbrück, die ihr vorausgegangenes Tun als historisches Erfolgsprogramm verteidigen wollen und ihr Vorsitzender Gabriel versucht den Spagat zwischen einer kritischen Analyse der Fehler der Vergangenheit und dem Selbstlob der früheren Regierungsbeteiligungen. ...

http://www.nachdenkseiten.de/?p=9044
lenny
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« Antworten #1 am: April 12, 2011, 17:06:09 »

Egal welche Partei, niemand versucht einmal darüber nachzudenken, was zum Wählerverlust führte!, Der Wähler am aller weinigsten!
Fußmatte
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« Antworten #2 am: April 12, 2011, 22:53:24 »

Im Tal der Tränen – die SPD und ihre Selbstfindung

Wieder mal in der Selbstfindung? deenk
Einen Ratschlag an euch, einfach zurück zu euren Wurzeln, so einfach ist das ...  teach
lenny
Gast
« Antworten #3 am: April 13, 2011, 00:42:33 »

Wieder mal in der Selbstfindung? deenk
Einen Ratschlag an euch, einfach zurück zu euren Wurzeln, so einfach ist das ...  teach

Du weiß das die SPD der Gewerkschaft immer nah stand  und die  SPD-Reichstagsfraktion den Kriegsanleihen zustimmte, als der erst Weltkrieg ausgelöst wurde.

So glorreich ist ihre Vergangenheit nicht, zumal sie oft den Arbeiter verriet.
Nicht umsonst hieß es:

Wer hat uns verraten, die Sozialdemokraten!
Aber diese Wurzel ist wohl nicht gemeint gewesen!
« Letzte Änderung: April 13, 2011, 00:43:16 von lenny »
Fußmatte
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« Antworten #4 am: April 13, 2011, 01:05:11 »

Aber diese Wurzel ist wohl nicht gemeint gewesen!

Nee, die ist nicht gemeint gewesen!
Obwohl, damals verraten und heutzutage verkauft... pfeifen
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