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Autor Thema: Jeder zweite Hartz IV Empfänger geht einer nützlichen Tätigkeit nach  (Gelesen 910 mal)
schimmy
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Beiträge: 1.898



« am: August 26, 2010, 15:46:20 »

Mehr als die Hälfte der Arbeitslosengeld-II-Empfänger zwischen 15 und 64 Jahren geht mindestens 20 Stunden pro Woche einer nützlichen Tätigkeit nach. Sie erziehen Kinder unter sieben Jahren, pflegen Angehörige, arbeiten und benötigen dennoch ergänzendes Arbeitslosengeld II, bilden sich weiter oder befinden sich in einer Fördermaßnahme. Das zeigt eine repräsentative Befragung von mehr als 10.000 Hartz-IV-Beziehern durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Nur etwa 60 Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empfänger zwischen 15 und 64 sind daher laut IAB überhaupt verpflichtet, aktuell nach Arbeit zu suchen. Von denen bemühe sich die große Mehrheit tatsächlich um einen Job. Die Erfolge seien aber relativ bescheiden: Lediglich etwas mehr als ein Viertel der Suchenden hatte in den vier Wochen vor der Befragung ein Vorstellungsgespräch. Die Arbeitsmarktforscher sehen das als Indiz dafür, „dass bei der Mehrheit der Leistungsempfänger die Motivation nicht der Hauptgrund für den andauernden Bezug ist.“

Mehr als 80 Prozent der Hartz-IV-Empfänger zwischen 15 und 64 weisen Arbeitsmarkthemmnisse auf: Sie haben nur geringe Qualifikationen, eine schlechte Gesundheit, einen Migrationshintergrund oder sind alleinerziehend.

Der IAB-Studie zufolge sind die meisten Hartz-IV-Empfänger bereit, auch eine gering bezahlte Arbeit anzunehmen. Gleichzeitig gebe es aber auch rund 350.000 Leistungsempfänger, die keiner Tätigkeit nachgehen und eigentlich zur Arbeitssuche verpflichtet wären, jedoch in den vier Wochen vor der Befragung nicht nach einem Job gesucht haben. „Diese Gruppe besteht zu großen Teilen aus älteren Hilfebedürftigen und beschreibt sich gesundheitlich als stark eingeschränkt“, merken die Arbeitsmarktforscher in ihrer Studie dazu an.

Derzeit gibt es mehr als 6,5 Millionen Hartz-IV-Empfänger. Davon sind knapp fünf Millionen zwischen 15 und 64 Jahren alt.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Arbeitslos - aber nicht machtlos! ALG II abhängig - aber nicht rechtlos!

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
Patrik
Gast
« Antworten #1 am: August 26, 2010, 16:46:42 »

Und das es nicht ausreichend Jobs gibt mit fairen Konditionen wird nicht erwähnt.

Dieses Institut sollte mal besser recherchieren.

Zitat
Mehr als 80 Prozent der Hartz-IV-Empfänger zwischen 15 und 64 weisen Arbeitsmarkthemmnisse auf: Sie haben nur geringe Qualifikationen, eine schlechte Gesundheit, einen Migrationshintergrund oder sind alleinerziehend.

Das ist allerdings echt daneben. Mal wissen wenn die da "befragt" haben deenk

geringe Qualifikation? was bedeutet "geringe"? wie definieren diese Laien Experten das? Qualifikation ist für mich Qualifikation. Nur worum es hier gehen sollte ist das die Arbeitgeber nicht für das bezahlen wollen. Dann streut man lieber rum das man keine qualifzierten Arbeitskräfte bekommt. Mehr als fadenscheinig.

schlechte Gesundheit kommt durch die Arbeitslosigkeit und in Hartz 4 die Mangelernährung, das politische wie gesellschaftliche Aus und die Schikanen der Arge. Man weiss nicht ob man morgen überhaupt noch Geld hat. Migrationshintergrund ist ja wohl Politik versagen. Da wurden schon Fehler gemacht als der erste Hilfsarbeiter hier blieb. Keine gesellschaftliche Teilhabe, keine Integrationshilfen. Ich denke da wurde auf Jahrzehnte lang gepennt.

Und alleinerziehend ist also auch nicht gut. Das die Arbeitgeber sich aus der sozialen Verantwortung verabschiedet haben wird ausgeblendet. Für mich ist das indirekt kinderfeindlich. Wenn Fortpflanzung als Problem dargestellt wird haben wir bald ein leeres Land. Zudem sollte man berücksichtigen das selbst wenn man nicht alleinerziehend ist das Gehalt des Partners auch nicht reicht immer. Und dann eine Betreuung zu finden ist in Deutschland schwierig.

Ich denke diese Umfragen vom IAB sind nicht das Papier wert auf dem Sie geschrieben stehen.
Soll + Haben
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Beiträge: 29



« Antworten #2 am: August 27, 2010, 11:07:47 »

geringe Qualifikation? was bedeutet "geringe"? wie definieren diese Laien Experten das? Qualifikation ist für mich Qualifikation.

Naja, es gibt ja nun schon untersch. Ausbildungen - manche dauern nur 1 Jahr, andere mehrere Jahre.

Zitat
Dann streut man lieber rum das man keine qualifzierten Arbeitskräfte bekommt. Mehr als fadenscheinig.

Bei der Diskussion um Fachkräftemangel geht es ja darum, dass in best. Berufsfeldern geeignete Leute fehlen. Was nützt es, tausende Bäcker zu haben, wenn Ingenieure gebraucht würden. Klar ist ein Bäcker auch eine Fachkraft, aber eben nicht die, die grad gesucht wird.

Zitat
schlechte Gesundheit kommt durch die Arbeitslosigkeit

... oder durch die vorher ausgeübte Tätigkeit! Wenn jemand jahrelang immer wieder dieselbe eintönige Bewegung machte usw. Das ist mir zu kurz gefasst zu sagen, dass die ALo-Zeit krank macht. Viele werden krank und deswegen alo. Dass man dann nicht unbedingt gute Chancen hat, wieder gesund zu werden, steht auf einem anderen Blatt.

Zitat
Wenn Fortpflanzung als Problem dargestellt wird haben wir bald ein leeres Land.

Klar - zum einen müssen Arbeitgeber da flexibler und elternfreundlicher werden, flexible Arbeitszeiten - und flexiblere Kinderbetreuung. Aber das Probleme sehe ich auch darin, dass sich die Väter oft aus der Verantwortung nehmen und sich nicht genug um die Kinder kümmern, so dass die ganze Betreuung bei der Mutter bleibt und diese dann zusehen kann, wie sie alles organisiert bekommt. Nur weil die Eltern sich trennen, heißt das doch nicht, dass der Vater für das Kind nicht mehr zuständig ist.

Zitat
Und dann eine Betreuung zu finden ist in Deutschland schwierig.

Kommt sicher auf die Branche an - im Verkauf, Hotel, Gaststätte usw kommt man mit den normalen Kitazeiten nicht aus. Für Bürojobs etc passt es schon.
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