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Autor Thema: Jetzt kämpfen alle Jobcenter gegen Lohndumping  (Gelesen 1052 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: März 15, 2010, 15:00:23 »

Jetzt kämpfen alle Jobcenter gegen Lohndumping

Schuften für ein paar Cent in der Stunde: Die Bundesagentur für Arbeit führt das Stralsunder Modell gegen Niedrigstlöhne flächendeckend ein.
Rostock (OZ) - Stralsund macht beim Kampf gegen Lohndumping Schule: Alle 345 Jobcenter in Deutschland übernehmen das Modell des Stralsunder Jobcenters gegen sittenwidrige Bezahlung. Die Hartz-IV-Behörde am Sund geht seit 2008 konsequent gegen Arbeitgeber vor, die ihre Mitarbeiter mit haarsträubenden Mini-Löhnen abspeisen — teilweise wurde unter einem Euro die Stunde gezahlt. Die betroffenen Arbeitnehmer mussten deshalb für ihren Lebensunterhalt Sozialleistungen beantragen.

Bisher war der Stralsunder Jobcenter-Chef Peter Hüfken bundesweiter Einzelkämpfer. Doch vor wenigen Tagen verschickte die Bundesagentur für Arbeit (BA) einen 41-seitigen Leitfaden mitsamt Musterklage gegen Dumpinglohn-Firmen an alle Hartz-IV-Behörden. „Die Jobcenter sind verpflichtet, den Inhalt umzusetzen“, sagt BA-Sprecherin Adriana Galunic der OZ.

Das Umschwenken sei „absolut sinnvoll“, sagt Hüfken. „Lohnwucher gibt es schließlich nicht nur in Stralsund.“ Lange sträubten sich die zuständigen Stellen. Lohnkontrolle sei Sache der Tarifparteien und des Zolls, hieß es noch im vorigen Sommer von BA und anderen Jobcentern, als Hüfken mit einer Dumpinglohn-Klage gegen einen Imbissbetrieb erstmals für Aufsehen sorgte. „Das ist nicht unsere Aufgabe“, sagte damals ein Jobcenter-Leiter aus Mecklenburg-Vorpommern.

Ohne Hüfkens Initiative, die mittlerweile bundesweit für Schlagzeilen sorgte, wäre wohl alles geblieben, wie es ist. Das vermutet jedenfalls Annerose Viehstaedt, Jobcenter-Leiterin in Grevesmühlen.

weiterlesen: link


Hm, nun ist ja die Welt verrückt. Erst sind die Argen durch die Ausführung der Hartz Gesetze dafür verantwortlich, das der Niedriglohnsektor überhaupt möglich wurde und nun kämpfen sie dagegen. Eigentlich ja eine gute Sache, aber ziemlich spät.

Dopamin
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Hauptberuf: Krawallnudel Nebenberuf: Telefontante


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« Antworten #1 am: März 16, 2010, 11:25:54 »

Lieber spät als nie? deenk

Dopamin

Bei großen Problemen mit der "ARGE des Vertrauens" kann man sich auch an die örtliche Regionaldirektion, oder das Kundereaktionsmangement in Nürnberg wenden.

Sorgen wir dafür, dass sie nicht arbeitslos werden...
Lalelu
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« Antworten #2 am: März 20, 2010, 14:26:59 »

Jau, zu spät.
Es hätte  sofort bei den ersten Fällen angesetzt werden müßen, als sie auftauchten.

Nun wird es so kommen, daß wieder die Schwächeren darunter leiden werden müßen.
Es werden etliche Hartzer ihren Job verlieren und die Arbeitgeber werden sich auf Nichthartzer konzentrieren.
Nach der Hausfrau von nebenan, die sich ein Taschengeld aus Langeweile heraus verdienen will, nach der wird kein Hahn krähen.

Wer als Hartzer seinen Job (egal ob Vollbeschäftigter als Aufstocker, oder als Minijobber) verliert, der wird dann auf mehreren Ebenen zu leiden haben.

-noch mehr Maßnahmen u. sonstige Gängeleien
-der Verdienst fällt weg, was widerrum bedeutet - auch wenn es ein Miniverdienst war - man wird unbeweglicher, die Kids werden noch mehr leiden müßen.
-soziale Kontakte fallen weg

Die Feststellung, daß man als Dumplinglöhner den Sumpf noch unterstützt, die ist nicht von der Hand zu weisen.
Man nehme einem als Hartzer aber auch noch die von mir oben genannten Punkte.................das würde für viele bedeuten, daß man das letzte bißchen Lebenskraft - bzw. mut verliert.

« Letzte Änderung: März 20, 2010, 14:29:44 von Lalelu »
Barney
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« Antworten #3 am: März 22, 2010, 21:21:42 »

Tja, und welchen Änderungsvorschlag hättest du?

Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
Lalelu
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« Antworten #4 am: März 23, 2010, 19:20:39 »


Da hilft nur ein flächendeckend eingeführter Mindestlohn, der massiv lückenlos kontrolliert wird.
Ansonsten wird es beim jetzigen Zustand bleiben, es gibt genug Möglichkeiten die Bücher zu friesieren.
Gegen den Mindestlohn wird sich aber strickt gewehrt, also gehts mal wieder nur dem kleinen Mann an den Kragen, der auf ein paar Kröten angewisen ist.
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