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Autor Thema: Jobboom und Vorkrisenniveau  (Gelesen 1722 mal)
Archetim
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Wer nicht arbeitet, muss auch nicht essen!


« am: Januar 23, 2011, 09:52:25 »

BA-Chef Weise hat im Interview mit SpOn angedeutet, wo es lang geht: Weiter so in die Armut trotz Arbeit. Das findet er aber in Ordnung, wenn dadurch mehr Menschen arbeiten. Einige Zitate:


Wir werden in der Industrie die Wirtschaftsleistung steigern, aber nicht die Zahl der Arbeitsplätze.

Es gibt eine klare Tendenz von der Vollzeit- zur Teilzeitstelle, auch die Zahl der Mini-Jobs nimmt zu. Das Arbeitsvolumen wird also auf mehr Menschen verteilt. Dieser Trend wird sich in diesem und in den kommenden Jahren festigen. Er geht einher mit der Zunahme der Zeitarbeit und einem Rückgang unbefristeter Stellen.

Tendenziell dürften die Löhne niedriger ausfallen.

Langfristig wird es sogar mehr Menschen geben, die einen Zusatzjob oder staatliche Zuschüsse brauchen.


Weiter so

Er beschreibt damit nicht die Situation der vergangenen Jahre, sondern die Zukunft. uns erwartet also eine weitere Senkung der Reallöhne, noch mehr Armut trotz Arbeit, und das bei einer erwartet hohen Wachstumsrate. Das bedarf keiner Interpretation mehr. Selbst in den Jahren, in denen reichlich zu verteilen wäre, wird die Mehrheit nicht beteiligt, und die Unterschicht wird regelrecht geplündert. In einer Zeit gigantischer technischer und logistischer Ressourcen etabliert sich wieder eine ungeschminkte Sklavenhalter-Mentalität. Wenn Weise sagt:

“Arbeit ist immer besser als Arbeitslosigkeit. Daher schätze ich einen beispielsweise befristeten Job nicht als gering ein. Das Ziel der Hartz-Reform war es, den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten. Immerhin haben so mehr Menschen eine Arbeit gefunden als vorher“,

dann hat er unter den gegebenen Umständen recht. Natürlich ist es für die Betroffenen besser, Arbeit zu haben, wer wüsste das besser als er? Denn während Arbeitslose oft miserabel beraten und nur zu statistischen Zwecken zwangsgefördert werden, bekommen sie mit jedem Schrieb langatmig erklärt, wie man sie sanktionieren kann. Und man sanktioniert sie, da können sie auch krank und schwanger sein, die Sanktionierung auf Null geht immer.

Es gibt keine Alternative

Immerhin weiß man: Das Elend trifft auch die Arbeiter. Hartz versprach zwei Millionen Arbeitslose weniger, und es ist durchaus denkbar, dass es bald zwei Millionen Aufstocker geben wird. Sieben Millionen Hartz IV-Empfänger? Warum nicht, wenn sie dafür arbeiten gehen. Gleichzeitig schwärmt Rainer Brüderle von “Vollbeschäftigung”. Nein, das ist kein Witz.

Über all dem schwebt nicht nur das Damoklesschwert, sondern quasi ein ganzes Arsenal tödlicher Geschosse am Pferdehaar. Das “Vorkrisenniveau” sei noch nicht erreicht worden. Als sei das, was sich bei Banken und Staatshaushalten tut, keine Krise mehr, alles im Griff. Nein, die pessimistischen Aussichten in Bezug auf Lohn und Beschäftigung werden nach unten korrigiert werden müssen. So ist das halt. Dafür werden aber die Steuern und die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber gesenkt, damit die Wirtschaft brummt. Es gibt eben keine Alternative.

Quelle: Feynsinn

Der sozialökonomische Holocaust hat in Deutschland Einzug gehalten. Später will es wieder niemand gewesen sein - Anonym
lenny
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« Antworten #1 am: Januar 23, 2011, 14:50:07 »

http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/ba-chef-weise-wer-jetzt-keinen-job-bekommt-hat-ein-problem_aid_592815.html


Wer jetzt keinen Job bekommt, hat ein Problem“

Aber der AN möge bitte keine Ansprüche stellen, er soll arbeiten, mehr nicht!
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #2 am: Januar 23, 2011, 19:04:42 »

Zitat
... In Zukunft müsse ein Beschäftigter damit rechnen, dass er in seinem Berufsleben nicht drei, sondern sechs Anstellungen haben werde.

Ja, wie meint denn der Herr Weise das?
Hauptjob und zwei Nebenjobs
oder gar
Hauptjob und fünf Nebenjobs

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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lenny
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« Antworten #3 am: Januar 23, 2011, 19:08:31 »

Ja, wie meint denn der Herr Weise das?
Hauptjob und zwei Nebenjobs
oder gar
Hauptjob und fünf Nebenjobs

Oder aber bis zur Rente 6 Mal Jobveränderung freeu..sicherlich weiß er das selbst nicht!
Rodentia
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« Antworten #4 am: Januar 23, 2011, 19:11:46 »

Wie kann der dumme Michel sich auch nicht damit abfinden ein besserer Sklave zu sein?
Schließlich sind die Medizinische Versorgung und das Lebensumfeld besser als sie jemals für Sklaven waren.

Wann sieht der Michel endlich ein das es Wohlstand für viele aber eben nicht für alle geben kann und er gefälligst
den Wohlstand der vielen mit seiner Hände Arbeit garantieren soll und nicht den eigenen!

Meine Güte, hat das Wahlvieh etwa Ansprüche?
lenny
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« Antworten #5 am: Januar 23, 2011, 19:26:22 »

Wie kann der dumme Michel sich auch nicht damit abfinden ein besserer Sklave zu sein?
Schließlich sind die Medizinische Versorgung und das Lebensumfeld besser als sie jemals für Sklaven waren.

@ Das ist nicht ganz richtig, guckt man einmal genauer hin.Die früheren Sklaven waren für jeden Gutsbesitzer etc die Grundlage für sein Reichtum, ohne sie hätte er ihn nicht gehabt.Deshalb ist anzunehmen das er sie gesundheitlich versorgt hatte, oder  auch austauschte, jedenfalls niemals verhungern ließ, nur lebende Sklaven sind gute Skalven.Wir sind also bald auf dem Weg, denn Gesundheit werden wir uns auch bald nicht mehr leisten können.
Dnn kommt die steigerung, nur tote Rentner sind gute Rentner....


Wann sieht der Michel endlich ein das es Wohlstand für viele aber eben nicht für alle geben kann und er gefälligst
den Wohlstand der vielen mit seiner Hände Arbeit garantieren soll und nicht den eigenen!

@der Wohlstand ist auf eine Minderheit beschränkt, wenn es wie in Amerika wird, wo der Reichtum ganz Amerikas auf 200 Familien verteilt ist, wissen wir wo es lang geht.

Meine Güte, hat das Wahlvieh etwa Ansprüche?

@noch, auch das wird sich ändern...dafür sorgt der deutsche Michel selbst!

Fußmatte
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« Antworten #6 am: Januar 24, 2011, 02:07:45 »

Hauptjob und fünf Nebenjobs

Genau das ist seine Meinung, nur was er nicht auf der Rechnung hat, der Tag hat nur 24 Stunden!
Archetim
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Wer nicht arbeitet, muss auch nicht essen!


« Antworten #7 am: Januar 24, 2011, 08:55:57 »

Moin Rudi,

Ja, wie meint denn der Herr Weise das?
Hauptjob und zwei Nebenjobs
oder gar
Hauptjob und fünf Nebenjobs

da haste was falsch verstanden. Das Wort "Berufsleben" meint das komplette Berufsleben, also die gesamten 40 oder weiß der Deifel wieviel Jahre. Beginnend mit meiner Generation werden sich auch kommende Generationen darauf einstellen müssen, dass man eben nicht, so wie früher, sein Berufsleben bei einem oder zwei Arbeitgebern verbringt, sondern das Jobwechsel an der Tagesordnung sein werden. In vielen Branchen wird es so sein, dass man nur noch für die Dauer von bestimmten Projekten eingestellt wird. Zeitverträge werden unbefristete Arbeitsverträge ablösen, Löhne können so besser "angepasst" werden usw.

Alternativlos, der Gewinnmaximierung wegen  Teufelchen

Der sozialökonomische Holocaust hat in Deutschland Einzug gehalten. Später will es wieder niemand gewesen sein - Anonym
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #8 am: Januar 24, 2011, 10:30:39 »

Moin Rudi,
da haste was falsch verstanden....

Archetim, weis ich doch  deenk  oder hast du die Ironie in meiner Aussage nicht gehört ?  Smeil

Übrigens, die AN die einen Zweitjob haben hat sich in kürzester Zeit von 10% auf 30% gesteigert  teach

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
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