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Autor Thema: Jobkrise in den USA: Vom Bachelor zum Briefträger  (Gelesen 883 mal)
Tom_
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« am: März 26, 2011, 23:15:23 »

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Die Studiengebühren in den USA steigen rasant - und damit auch die Schulden der Uni-Absolventen. Auf die meisten warten derzeit aber nur Jobs in Sekretariaten oder Kneipen, jeder achte US-Briefträger ist inzwischen ein Bachelor. Für sie wird die teure Ausbildung zum Verlustgeschäft.
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US-Präsident Barack Obama glaubt noch fest an die Bedeutung einer Hochschulausbildung. "In den nächsten zehn Jahren werden beinahe alle neuen Jobs mehr als einen Schulabschluss verlangen", sagte er Ende Januar in seiner Rede zur Lage der Nation. Sein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll Amerika wieder weltweit den höchsten Prozentsatz an Uni-Absolventen haben.

Obamas Wunsch könnte in Erfüllung gehen. Nach Angaben des Arbeitsministeriums aus dem Jahr 2009 entscheiden sich in Amerika bereits heute mehr als 70 Prozent der Highschool-Abgänger für ein Studium. Die Tendenz ist seit Jahren steigend. Doch was der Präsident verschweigt: Der Uni-Abschluss ist in den USA längst nicht mehr die Garantie für Wohlstand. Denn wer lernen will, muss zahlen - und wird oft nicht einmal für die Investition belohnt.
Die Studienkosten sind aus deutscher Sicht immens. An einer privaten Uni betragen sie mehr als 27.000 Dollar (fast 19.000 Euro) pro Jahr - und selbst am öffentlichen College sind es 7600 Dollar jährlich. Und sie steigen weiter, 2010 um durchschnittlich 4,5 Prozent an privaten und acht Prozent an öffentlichen Unis. Besonders teuer sind begehrte Studiengänge wie Jura, selbst an einer mittelmäßigen Law School sind bis zu 43.000 Dollar im Jahr fällig.

Gebühren rauf, Schulden rauf - doch die Qualität bleibt gleich

Mit den steigenden Gebühren steigt auch die Verschuldung der Absolventen. Was dagegen nicht steigt, sei die Qualität der Ausbildung, kritisieren Experten. Erst kürzlich sorgten die Soziologen Richard Arum und Josipa Roska mit einem Forschungsergebnis für Aufsehen, nach dem Studenten in den USA heute deutlich weniger Zeit für ihr Studium aufwenden als noch vor einigen Jahren - und somit nicht genug lernen.

Dennoch gilt ein Studium gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise immer noch als der beste Schutz gegen Joblosigkeit. Mit 4,8 Prozent liegt die Arbeitslosenquote der Universitätsabsolventen in den Vereinigten Staaten deutlich unter dem nationalen Durchschnitt von 9,4 Prozent. In Deutschland ist das so ähnlich, hierzulande liegt die Akademikerarbeitslosigkeit seit Jahren konstant bei drei Prozent. Doch hier wie dort gilt auch: Viele Akademiker ergreifen Berufe, für die sie überqualifiziert sind.

"Heute haben zum Beispiel zwölf Prozent unserer Postboten einen Bachelor. In den siebziger Jahren dagegen waren es nur drei Prozent", sagt Wirtschaftsprofessor Richard Vedder von der Universität in Ohio und ergänzt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Ausliefern der Post heute so viel komplizierter geworden ist als noch vor 40 Jahren."

Wenn schon Kellner, dann vorher wenigstens Spaß haben

Postboten sind nur ein Beispiel. Laut Vedder haben momentan 17 Millionen Akademiker Jobs, für die eigentlich kein Studium notwendig wäre. Etwa 13 Prozent der Kellner haben studiert, ebenso fast 17 Prozent in Vorzimmern und Sekretariaten und acht Prozent der Elektriker.

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,752851,00.html
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