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Autor Thema: Keine Nachhilfe fürs Gymnasium in MV  (Gelesen 678 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: Mai 14, 2012, 16:06:54 »

Keine Nachhilfe fürs Gymnasium

Kinder von Hartz-IV-Empfängern und Geringverdienern bekommen keine Nachhilfe bezahlt, um eine Empfehlung fürs Gymnasium zu bekommen. Das hat der Regionalbeauftragte Nord des Vereins Kinderhilfe, Rainer Becker, kritisiert. "Wenn wir wollen, dass Kinder aus Hartz-IV- oder Aufstockerfamilien einmal ein besseres Leben haben als ihre Eltern, dann kann das nur über Bildung funktionieren", sagte Becker am Wochenende. Es sei unsozial, diese Kinder von besseren Bildungschancen auszuschließen. Zugleich werde beklagt, dass die Unternehmen im Land wegen Bildungsdefiziten der Schulabgänger ihre Ausbildungsplätze nicht besetzt bekommen.

Aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes wird bedürftigen Kindern nur dann private Nachhilfe bezahlt, wenn sie akut versetzungsgefährdet sind. "In Mecklenburg-Vorpommern sind die Regeln noch einmal härter als anderswo", monierte Becker. Während etwa in Berlin vom ersten Schultag an nötige Nachhilfe bezahlt werde, sei dies im Nordosten nur im zweiten Schulhalbjahr möglich. "Das ist viel zu spät."

In Berlin könne bedürftigen Kindern Nachhilfe zudem nach längerer Krankheit bezahlt werden oder wenn es in der Familie eine Krise gab und deshalb die schulischen Leistungen abrutschen. Das alles sei in Mecklenburg-Vorpommern nicht möglich. "Das Bildungsministerium in Schwerin hat im Vergleich der Bundländer unter dem damaligen Bildungsminister Henry Tesch (CDU) einen eher förderfeindlichen Erlass formuliert." Würde das Land die Spielräume des Bildungs- und Teilhabegesetzes stärker ausnutzen, dürften 10 bis 20 Prozent mehr Kinder von der Nachhilfe-Förderung profitieren, schätzte Becker.

Der Kinderhilfe-Beauftragte sagte weiter, er habe zu Jahresbeginn Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) gebeten, den Erlass nach dem Vorbild Berlins zu ändern. "Er sagte eine Prüfung zu. Diese dauert noch immer an - zu Lasten der betroffenen Kinder."
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« Letzte Änderung: Mai 14, 2012, 17:41:12 von Rudi Wühlmaus »

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