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Autor Thema: Kinderarmut in Deutschland  (Gelesen 573 mal)
Tom_
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« am: April 11, 2011, 10:50:17 »

Zitat
Die Bertelsmann Stiftung warnt die Kommunen vor "großen" sozialen und finanziellen Herausforderungen

Stuttgart: 14,6 Prozent. Mainz: 17,7 Prozent. Magdeburg: 34,5 Prozent. Die Hauptstädte der Bundesländer, in denen vor kurzem gewählt wurde, sind vielleicht nicht die schlechtesten Beispiele, um die Dimension zu veranschaulichen, welche die Kinderarmut in Deutschland bereits erreicht hat. Sie zeigen aber auch, dass die Mandatsträger noch weit davon entfernt sind, diese Entwicklung in ihre strategischen Überlegungen einzubeziehen. Weder im Wahlprogramm der baden-württembergischen CDU noch im Pendant der Sozialdemokraten tauchte auch nur der Begriff "Kinderarmut" auf.
   
Ein Teufelskreis

Die Grünen waren der Konkurrenz auch hier einen Schritt voraus, und bei der Union in Rheinland-Pfalz hatte man das Problem ebenfalls eingekreist.

Die Anzahl der Kinder in der Sozialhilfe hat sich seit 1965 nahezu verzehnfacht. Heute lebt fast jedes sechste Kind unter sieben Jahren von staatlichen Transfers. Materieller Mangel tritt häufig in Verbindung mit einer sozialen und kulturellen Unterversorgung auf. Viele der betroffenen Kinder bewegen sich weniger, ernähren sich ungesünder, bleiben in bestimmten Stadtvierteln unter sich, besuchen keine weiterführenden Schulen und haben keine Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.

Dass Kinderarmut in Deutschland anders definiert werden muss als in den Entwicklungsländern, versteht sich von selbst. Doch wenn der Anteil der Kinder unter 15 Jahren, die bereits auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind, über Jahrzehnte deutlich ansteigt, kann die Brisanz der Situation kaum überschätzt werden. Die Betroffenen werden Opfer einer umfassenden sozialen Ausgrenzung – von Chancengerechtigkeit kann mit Blick auf den weiteren Lebensweg kaum noch ernsthaft die Rede sein.

Gleichzeitig steigt der Kostendruck auf die leer geräumten öffentlichen Haushalte. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, warnte jüngst vor einem "Teufelskreis" aus Erwerbslosigkeit, Kinderarmut und finanziellem Kollaps: "Hat die Kommune eine hohe Arbeitslosigkeit, steigen die Ausgaben dafür und es ist noch weniger Geld da für Kinder und Bildung."

Die Bertelsmann Stiftung hat nun Daten für alle Städte und Gemeinden ab 5.000 Einwohnern zusammen getragen. Sie zeigen, dass Kinderarmut ein flächendeckendes Thema mit erheblichen regionalen Unterschieden ist. Diese Feststellung gilt auf Länderebene, wo zwischen Berlin (35,7 Prozent) und Bayern (7,4 Prozent) fast 30 Prozent liegen, aber auch zwischen den einzelnen Kommunen: Im bayerischen Landkreis Eichstädt liegt die Quote bei 2,2 Prozent - in Schwerin, der Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, bei 38,3 Prozent. ...

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34526/1.html
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