Aktive Erwerbslose in Deutschland

Allgemeine Diskussionen => News/Tagespresse/Diskussionen => Thema gestartet von: Tom_ am Oktober 17, 2010, 00:04:45



Titel: Konflikt um französische Rentenreform spitzt sich weiter zu
Beitrag von: Tom_ am Oktober 17, 2010, 00:04:45
Zitat
Der Konflikt um die "Mutter aller Reformen", wie Nicolas Sarkozy seine Rentenreform nennt, wächst dem kleinen Franzosen über den Kopf. Die Gewerkschaften beschränken sich angesichts der unnachgiebigen und autokratischen Haltung der Regierung längst nicht mehr mit einzelnen Aktions- und Streiktagen. Inzwischen wird in einigen Sektoren schon dauerhaft gestreikt und der Streik hat sich, weil sich Schüler und Studenten angeschlossen haben, längst deutlich verjüngt. Zeigen wird sich das heute erneut, wenn es an diesem Aktionstag in 230 Städten zu Demonstrationen kommen wird.

Das größte Problem findet die Regierung aber nicht mehr allein in der Tatsache, dass sich Millionen an den Protesten beteiligen und die Ablehnung der Reform bei 70% liegt, weil das freiwillige Renteneintrittsalter auf 62 Jahre und angehoben werden soll. Um eine Vollrente zu erhalten, soll künftig sogar bis 67 gearbeitet werden. Damit sollen massiv Rentenleistungen gekürzt werden, weil es in vielen Berufen unmöglich ist, so lange zu arbeiten, wenn man nicht ohnehin lange vor dem Renteneintritt arbeitslos wird. Auch Paris argumentiert mit der Mär der Unbezahlbarkeit der Renten, welche die Staatsschulden explodieren lasse, obwohl es dafür vor allem andere Ursachen gibt.

Das Problem der Regierung ist nun, dass alle zwölf Raffinerien des Landes sowie andere Öl-Depots und Häfen bestreikt werden, weshalb der Nachschub mit Treibstoff zusammenbricht. "Es gibt sehr viele Tankstellen, die geschlossen sind, weil sie keinen Nachschub bekommen", sagte ein Vertreter des Kraftstoff-Importverbandes UIP der Nachrichtenagentur AFP.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/148581 (http://www.heise.de/tp/blogs/8/148581)