Storch HeinarStorch Heinar
Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Übersicht Aktuelles Hartz IV Infobank Daily News Impressum Mitglieder Registrieren
News:


Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Landespolitiker wollen Kirchen Millionenzuschüsse kürzen  (Gelesen 3004 mal)
Falke
Gast
« am: Juli 25, 2010, 12:28:45 »

Knapp 460 Millionen Euro an Zuschüssen erhalten die katholische und die evangelische Kirche aus den Ländern - zu viel,
sagen führende Landespolitiker und fordern im SPIEGEL eine Kürzung. Unterstützung bekommen sie vom Chef-Haushälter
der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider.

Lesen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,708309,00.html
Rodentia
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 618



« Antworten #1 am: Juli 25, 2010, 18:12:11 »

Ja ne is klar.
Das die Kirchen davon z.B. die Schuldnerberatung finanzieren, in denen man unabhängig von der eigenen Konfession kostenlos beraten wird, und das gerade diese "Leistung" sehr beansprucht wird brauche ich wohl nicht erwähnen....

Aber ist in Ordnung. Dann gibts bestimmt als Ersatz gaaanz viele Staatliche Schuldnerberater die Praxen aufmachen wo die Kirchen sie schließen, oder?  rooopfl
rintho
Gast
« Antworten #2 am: Juli 25, 2010, 21:08:56 »

WEnn wir endlich ernst machen würden mit der Trennung von Staat und Kirche, dann könnte der Staat sicher einiges sparen.
Wenn also die Bezahlung der Bischöfe (Mixa bekommt seine Pension vom Staat! und nicht von der Kirche!), die Lehrkräfte für Religionsunterricht, Militärgeistliche, Gefänfnisgeistliche, Theologiestudium (der Staat zahlt und die Kirche bestimmt, welcher Prof genehm ist) etc. pp. eingestellt würde - und der geringe Anteil der Kirchen an Kindergärten, Krankenhäusern etc übernehmen würde - dann käme am Ende sicher ein plus heraus! Die Entschädigung für ewige Zwiten zurückliegende Enteignungen gehört auch endlich beendet!
Rodentia
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 618



« Antworten #3 am: Juli 26, 2010, 05:10:25 »

Hallo Rinto,
wo hast du deine Informationen her?
Meines Wissens nach sind sämtliche Zahlungen ausgesetzt.

Und wenn ich sämtliche Bereiche anschaue die nur von den beiden Landeskirchen abgedeckt werden bezweifle
ich ernsthaft das es den Staat weniger kostet die Aufgaben zu übernehmen.

Wovon ich vielmehr ausgehe ist das sämtliche Beratungen die angeboten werden (Schuldnerberatung ist ja nur
ein minimaler teil) ersatzlos wegfallen und die Leute selber sehen können wo sie bleiben.

Sollte die Schuldnerberatung tatsächlich zum Beispiel in Staatliche Hände übergehen kann man sich aber zukünftig 100% sicher sein das die ARGE seines Vertrauens sofort darüber informiert wird das man sich beraten lässt und auch über den vollen Umfang des Beratungsgespräches.
Ob das so wünschenswert ist?
hergau
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 485


27.09.1996-04.02.2010


« Antworten #4 am: Juli 26, 2010, 07:30:38 »

Was rintho schreibt, ist korrekt.
Selbst das Gehalt der Pfarrer, Bischöfe etc wird nicht von der Kirchensteuer, sondern vom Staat bezahlt.

Du kannst aber freilich davon ausgehen, das weder die Kirche noch der Staat Interesse daran hat, das das öffentlich erzählt wird.

Leben und leben lassen
canigou
Gast
« Antworten #5 am: Juli 26, 2010, 09:40:45 »

Was rintho schreibt, ist korrekt.
Selbst das Gehalt der Pfarrer, Bischöfe etc wird nicht von der Kirchensteuer, sondern vom Staat bezahlt.

 daumen

Zitat
Das Gehalt der katholischen Bischöfe in der Bundesrepublik Deutschland wird nicht aus Kirchensteuern, sondern direkt aus dem Landeshaushalt bezahlt.

Die Höhe der der Bischofsgehälter orientiert sich an der Beamtenbesoldung. Erzbischöfe werden nach Besoldungsgruppe B 10 bezahlt, dies entspricht einem Monatseinkommen einschließlich Zulagen, geldwerter Vorteile und umgerechnetem 13. Monatsgehalt von etwa 12.000 Euro.
Quelle: Wikipedia
rintho
Gast
« Antworten #6 am: Juli 26, 2010, 10:39:42 »

Hallo Rinto,
wo hast du deine Informationen her?


Google ist dein Freund, sowie diverse Medien.
Dieser Fakt ist eigentlich Gemeingut - wenn du mal bei den öffentlich-rechtlichen Sendern suchst, findest du verschiedene Beiträge dazu - durchaus auch aus verschiedenen Aspekten - mal gehts um Gehälter ....

Mal zum Beispiel:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html

und besonders - Überblick:

http://www.stop-kirchensubventionen.de/

und besonders mal zum Thema "Soziales"

http://www.stop-kirchensubventionen.de/soziale_luege.html
Rodentia
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 618



« Antworten #7 am: Juli 26, 2010, 16:10:25 »

Hi,
mir gings um die Entschädigungszahlungen.
Meines Wissens nach sind die komplett ausgesetzt.
Deshalb das Nachfragen.

Gruß
R.
canigou
Gast
« Antworten #8 am: Juli 26, 2010, 17:11:29 »

Hallo Rodentia,

dies habe ich z.B. gefunden:

Zitat
Um seine irdische Zukunft braucht sich Mixa, der Sonntag 69 Jahre alt wird, keine Sorgen zu machen. Dem Bischof von Augsburg stehen laut bayerischen Gesetzen „eine monatlich im voraus zahlbare Rente in Höhe der Dienstbezüge eines Beamten der Besoldungsgruppe B 6“ zu – das sind derzeit 7750,47 Euro.

Quelle: Express

Zitat
Mixa wird nach Angaben des Kultusministeriums rund 70 Prozent seiner früheren Bischofsbezüge als Ruhestandsgeld erhalten. Das sind brutto etwa 5400 Euro – plus einer Aufwandsentschädigung als früherer Militärbischof.

Quelle: Focus

Zitat
Rüttgers dürfte einmal ungefähr soviel bekommen wie Walter Mixa, der ehemalige Augsburger Bischof, der als Stadtpfarrer Kinder schlug und Geld veruntreute. Mixa soll etwa 7800 Euro Pension erhalten, seinen Rang als Bischof behalten dürfen und außerdem Anspruch auf einen Alterswohnsitz haben.

Quelle: FR

Die Angaben zur Höhe der Pension schwanken zwar, fest steht jedoch, dass er eine erhält.

Hallelujah.  pfeifen
rintho
Gast
« Antworten #9 am: Juli 26, 2010, 17:16:58 »

Hi,
mir gings um die Entschädigungszahlungen.
Meines Wissens nach sind die komplett ausgesetzt.
Deshalb das Nachfragen.

Gruß
R.

Ne, das läuft auch noch

http://www.stop-kirchensubventionen.de/dotationen_bundeslaender.html

Rodentia
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 618



« Antworten #10 am: Juli 27, 2010, 02:28:13 »

Hallo Canigou,
habe ich die Bezahlung irgendwo angefochten?

Das Thema Kirche ist ein breites und keiner wird den anderen von
seiner persönlichen Einstellung überzeugen können.

Ich muss da teilweise echt sagen wenn ich sehe wie sich unser
persönlicher "Familienpfarrer" sein Leben lang fast 24/7 um
seine Gemeinde gekümmert hat finanziere ich lieber Menschen wie den
als irgendwelche Europaabgeordneten, Bundestags- oder Landtagsabgeordnete
die nicht mal regelmäßig in Sitzungen erscheinen sondern sich lieber in der Zeit die
bezahlt wird um die eigenen Geldbeutel kümmern.
Aber wie gesagt.... das ist Einstellungssache.

Was ich aber sehr wohl sehe sind die Kürzungen im kirchlichen Bereich und die gefährdeten
Beratungsstellen die direkt, vor Ort tatsächliche Hilfe leisten.
Und die werden nach und nach geschlossen weil sie seit Jahren ein Verlustgeschäft darstellen.
Es ist nicht ohne Grund das soviele Diakonischen Werke vor der Insolvenz stehen.
Die Klientel wird immer größer, das Budget kleiner und irgendwann ist halt nichts mehr drin.
Wobei man auch zwischen Landeskirche und zum Beispiel dem Diakonisches Werk trennen müsste,
wollte man das Objektiv beurteilen.

LG
R.
canigou
Gast
« Antworten #11 am: Juli 27, 2010, 10:23:32 »

Wenn die Bezahlung der eigenen Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen ebenfalls reichlich gesegnet wäre, hätte ich nichts gegen das Einkommen hoher kirchlicher Würdenträger.
Rodentia
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 618



« Antworten #12 am: Juli 27, 2010, 13:12:40 »

@Cannigou
kann ich nachvollziehen, ärgert mich auch.
LG
R.
canigou
Gast
« Antworten #13 am: Juli 28, 2010, 23:40:32 »

Zitat
Bundesländer und Kirchen
Was des Bischofs ist
Alles außer Toilettenheizungen: Mit den Staatsleistungen unterstützen die Länder die Kirchen, nun wollen Politiker diese Privilegien kürzen. Das dürfte kaum umsetzbar sein: Es geht um Rechtsansprüche, die bis in Grundgesetz hinein garantiert sind.


Um das Dach über dem Kopf eines bayerischen Pfarrers sorgt sich der Freistaat, mit Hilfe einer 26 Paragraphen umfassenden Vereinbarung mit den großen Kirchen. Wollen aber die Frauen und Männer Gottes auf der Toilette nicht frieren, müssen sie sich an ihre Kirche wenden. Denn in der Regelung heißt es: "Abortheizung wird auf Staatskosten grundsätzlich nicht geschaffen und unterhalten."
(...)
Tatsächlich lassen sich die Staatsleistungen nicht einfach kürzen wie ein Zuschuss - es geht um Rechtsansprüche, die bis in Grundgesetz hinein garantiert sind. Mit ihnen entschädigt der Staat die Enteignung kirchlicher Besitztümer vor allem durch den Reichsdeputationshauptschluss  von 1803. Die Kirchen verloren damals ihre weltliche Macht, die Fürsten und Herzöge gewannen insgesamt 95.000 Quadratkilometer Staatsgebiet hinzu. Allerdings übernahmen sie damit auch die Versorgungslasten für die Pfarrer, die Unterhaltspflichten für Kirchen und Gebäude; und manche Domkirche ging auch nach damaligem Recht illegal in den Staatsbesitz über. Doch statt das Gebäude zurückzugeben, einigten sich die neuen Herrscher mit der Kirche auf Ausgleichszahlungen.
(...)

Quelle und zum gesamten Artikel der SZ

Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Seite erstellt in 0.108 Sekunden mit 21 Zugriffen. (Pretty URLs adds 0.01s, 2q)
© Design 2010 - 2020 by Rudi Wühlmaus