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Autor Thema: UK: Die Rache des smarten Mobs  (Gelesen 648 mal)
Tom_
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« am: März 28, 2011, 10:11:01 »

Zitat
Banken werden mit Milliarden gerettet, dafür Sozialleistungen gestrichen: Viele Briten fühlen sich von der Politik betrogen und protestieren. Einige greifen zu einer besonders cleveren Methode.

12:15 Uhr: Die Filialleiterin einer NatWest-Bank in Cardiff steht in der Lobby und telefoniert. "Hallo, Polizei? ... Ja, sie sind da", sagt sie. Vor ihren Füßen sitzen 20 Menschen auf dem Boden, mitten in der Eingangshalle vor den Geldautomaten. Sie halten Plakate in die Luft. "Wir werden nicht für deren Krise zahlen", steht darauf, darüber das Logo der Bank. Plötzlich springt ein junger Mann im Anzug auf. "Wir machen aus dieser Bank jetzt einen Vorlesungssaal", ruft er.

So wie diese Bank in Cardiff wurden in den vergangenen Wochen Hunderte Filialen renommierter britischer Geldinstitute von Protestaktionen überrascht. Dahinter steckt die Bewegung UK Uncut, die auf der Insel eine neue Protestkultur etabliert hat. Statt auf der Straße zu demonstrieren - wie es an diesem Samstag in London Zehntausende getan haben - , gehen die Aktivisten einen Schritt weiter: Sie beherbergen Obdachlose in Banken, behandeln Kranke zwischen Geldautomaten, halten Vorlesungen in der Schalterhalle und eröffnen Kindergärten vor den Augen der Filialleiter - bis die Polizei kommt.

Die Liste der Aktionen ist so lang wie die Liste der gekürzten Sozialleistungen, gegen die die Anhänger von UK Uncut protestieren. Nötig sind diese Einschnitte in den Augen der Demonstranten, weil sich große Konzerne in Großbritannien reihenweise um die Steuer drücken und den Banken mit milliardenschweren Finanzpaketen aus der Krise geholfen werden musste. "Die Banken haben die Wirtschaftskrise durch leichtsinnige Spekulationen verursacht. Aber diejenigen, die am Ende dafür bestraft werden, sind wir einfachen Leute", sagt Sebastian Powers, der auch in Cardiff protestiert hat. Betroffen sind von den Kürzungen in Großbritannien viele: Kinder und Studenten, Kranke, Obdachlose und alte Menschen bekommen die Einsparungen besonders zu spüren. (Wie überall)...

http://www.sueddeutsche.de/politik/protestkultur-in-grossbritannien-die-rache-des-smarten-mobs-1.1071673
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