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Autor Thema: Medien fixieren sich auf falsche Experten und "Mietmäuler"  (Gelesen 480 mal)
canigou
Gast
« am: Juli 09, 2010, 13:19:37 »

Zitat
Thomas Leif, SWR-Chefreporter und Vorsitzender des Vereins "netzwerk recherche", verlangt mehr Pluralität statt der immergleichen Experten sowie eine strikte Trennung von Journalismus und PR.

(...)
Leif: Manchmal genügt eigentlich nur der ganze simple Griff zu einer Suchmaschine oder aber auch zur Homepage des jeweiligen Experten oder der Expertin, dann merkt man nämlich, welche speziellen Gutachten sie in Auftrag gegeben haben und gelöst haben, für welche Initiativen sie in der Öffentlichkeit sprechen. Nehmen wir nur sogenannte Rentenexperten. Da würde es mich schon ein bisschen abschrecken, wenn gleichzeitig der sogenannte Rentenexperte auch bei einem Versicherungskonzern auf der Payroll, der Gehaltsliste steht und dort bestimmte Geschäftsmodelle ausarbeitet. Das meinen wir damit. Es ist günstiger, jemanden auch pharmakritisch zu befragen, wenn es um Pharmaindustrie geht oder wenn es etwa auch um andere Themenfelder geht, lieber die zweite Meinung zu befragen. Und man kriegt eigentlich sehr schnell raus, welche Reputation der einzelne Forscher oder Experte hat. Ein Blick auf die Publikationsliste hilft da sehr oft oder auch nur ein Vorgespräch, wo man einfach abklopft, wer steckt eigentlich dahinter. Und wir wollen verhindern, dass diese große Zahl an "Mietmäulern", in Anführung, genutzt wird, und wir wollen eigentlich plädieren dafür, dass Sachverstand auch dann zu Wort kommt, wenn nicht unbedingt Prominenz damit verbunden ist. Also in elektronischen Medien wird sehr oft der Begriff des gesichtsbekannten Menschen gesehen, und wir haben durchaus auch skurrile Gäste in Hamburg, die nur deshalb immer wieder als Experten kommen, weil sie die Produktionsbedingungen der Medien erfüllen: Kurz, knapp und populär zu reden, aber nachher ist die Substanz doch recht dünn.
(...)

Quelle und zum gesamten Interview
Woodruff
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Beiträge: 381



« Antworten #1 am: Juli 09, 2010, 13:27:29 »

Nur wird leider bei Talkrunden und Presseartikeln nie erwähnt, dass z.B. Miegel und Raffelhüschen nichts anderes als Versicherungsvertreter sind. Es ist stets nur von "Rentenexperten" u.ä. die Rede.

So gehen ihnen die Leute leichter auf den Leim, was wohl auch so gewollt ist.

"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
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