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Autor Thema: Nobelpreisträger Krugman kritisiert deutsche Sparpolitik  (Gelesen 1973 mal)
Woodruff
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« am: Juni 21, 2010, 13:31:39 »

Zitat
Mehr Schulden, mehr Inflation, weniger sparen

Scharf hat der Top-Ökonom Paul Krugman in einem Interview die deutsche Sparpolitik kritisiert. Von Bundesbankpräsident Weber als möglichem EZB-Chef hält er gar nichts. Weber sei ein Risiko für den Euro.

[...] Allerdings gefährden aus Sicht vieler Experten die Sparprogramme, die sich zahlreiche europäische Staaten wegen ihrer Schulden verordnet haben, die Erholung. Zur Gruppe der Warner gehört US-Ökonom Paul Krugman, der vor zwei Jahren den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Der Princeton-Professor fordert in einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem „Handelsblatt“, dass Europa weiter die Konjunktur stützt. Vor allem von Deutschland verlangt er höhere Ausgaben. „In normalen Zeiten hat die deutsche Stabilitätskultur etwas für sich, aber wir leben nicht in normalen Zeiten.“

[...] Deutlich kritisiere er das deutsche Sparprogramm: „Wenn die Deutschen 80 Milliarden weniger ausgeben, spürt man das auch in den Nachbarländern. Der Konsolidierungskurs Deutschlands drückt nicht nur im eigenen Land die Konjunktur, er bremst auch in anderen Ländern das Wachstum.“

Zum vollständigen Artikel


Wenn auch die meisten der anderen EU-Staaten sparen, wird der deutsche Export einbrechen. Immerhin werden 2/3 der deutschen Exportwaren an EU-Länder geliefert.

Da muss ich kein Ökonom sein, um festzustellen, dass sich ein weiteres Abwürgen der Kaufkraft hierzulande kontraproduktiv auswirken wird. Ich befürchte, die treiben uns tatsächlich systematisch in die Deflation und merken es erst wenn es zu spät ist....
« Letzte Änderung: Juni 21, 2010, 13:33:01 von Woodruff »

"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #1 am: Juni 21, 2010, 17:31:44 »

Die Deutschen stehen nicht am Abgrund.. sie sind schon einen halben Schritt drüber.
Ich bin der Meinung, auch DE steuert systematisch auf einen Sattsbankrott zu.

Vielleicht sogar von Wirtschaft und Politik gewollt ?



Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
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Bertin Mahrsing
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Nur noch x Tage bis zum "Sommerurlaub" ;-)


« Antworten #2 am: Juni 21, 2010, 17:39:58 »

Es gibt ganz sicher Leute, die darauf spekulieren (und zwar im Wortsinne)!

Und da viele Leute von ihren Banken zu undurchsichtigen Investitionsmodellen verführt wurden, wissen die Meisten evtl. gar nicht, daß sie dadurch mit am Ast sägen, auf dem sie selber sitzen.

Woodruff
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« Antworten #3 am: Juni 22, 2010, 00:07:48 »

Zitat
Merkel erklärt Obama das Sparen

Der US-Präsident sorgt sich mit Blick auf das deutsche Sparpaket um die weltweite Konsumnachfrage. Doch die Kanzlerin verteidigt ihr Programm- das wahre Problem sei ganz woanders zu suchen.


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bietet US- Präsident Barack Obama  im Streit um die richtige Finanzpolitik kurz vor dem G20-Gipfel Paroli. Merkel wies die Kritik seitens Obamas zurück, dass Deutschland mit seinem Sparpaket die Konjunktur schwäche.

Hier geht's weiter

"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
Woodruff
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« Antworten #4 am: Juni 22, 2010, 13:35:06 »

Zitat
Wenn sie einmal etwas sagt,

dann macht sie ihrem Namen alle Ehre: Madame Nonsense hält sich in beinahe allen Belangen vornehm zurück, in denen es auf Richtlinien oder Kompetenz ankäme. Das Feld überläßt sie ihren Beratern oder Ministern. Vielleicht liegt es am Glanz der “G20″, daß sie sich wieder einmal öffentlich aus dem Fenster lehnt, was sie da gesagt hat, ist aber schlicht haarsträubend.

Niemand erwartet, daß sie auf Paul Krugman hört, der in etwa alles genau anders sieht als die deutsche Regierung und ihre hintersinnigen neoliberalen Sparberater. Hans-Werner Sinn sagt, Konsum ist schlecht. Trichet sagt, Inflation ist schlecht. Das kennt sie ja sogar noch von Waigel und von Tietmeyer. Tja, und was seit dreißig Jahren richtig ist, kann ja heute nicht plötzlich falsch sein.

[...]

Das Kracher-Argument  zur Sanktionierung der größten annehmbaren Dummheit hat Angela Merkel den Ungläubigen Amerikanern jüngst vor die Füße geschmettert:

“Deutschland sei Teil des Binnenmarktes und die Handelsbilanz der Europäischen Union sei ausgeglichen. Dies sei ‘die entscheidende Größe’“.

Man muß schon eine Klinikpackung “Egal forte” einwerfen, um dabei nicht mental in eine Depression zu verfallen, deren Dimensionen die der Wirtschaft bald ebenfalls erreichen wird. Merkel hat das Zeug offenbar gehortet. Das Ungleichgewicht innerhalb der Eurozone hält sie allen Ernstes für eine Glanztat, mit der sie Werbung machen kann. Ist doch alles in Ordnung, die Defitzite der anderen Euroländer machen die deutschen Überschüsse doch locker wett.

Hier geht's weiter...


Soviel zur Kompetenz unserer Kanzlerin  koklatsch  plattdog

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Woodruff
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« Antworten #5 am: Juni 23, 2010, 15:01:38 »

Zitat
Soros sieht in Deutschland Gefahr für den Euro

Deutschland trägt die Hauptlast an den Hilfspaketen für die europäischen Schuldenstaaten. Star-Investor Soros warnt trotzdem vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone – wegen der deutschen Politik.


Man könne einen Kollaps der europäsichen Gemeinschaftswährung nicht ausschließen, sagte er in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wenn die Deutschen ihre Politik nicht ändern, wäre ihr Austritt aus der Währungsunion für den Rest Europas hilfreich.“

Deutschland zwinge dem Rest der Währungsunion eine falsche Wirtschaftspolitik auf, indem es auf den Abbau der Staatsverschuldung beharre, sagte Soros, der Anfang der 90er Jahre erfolgreich gegen das britische Pfund gewettet hatte. Damit trieben die Deutschen ihre Nachbarn in eine Deflation, sagte er. Es drohe eine lange Phase der Stagnation und damit Nationalismus, sozialen Unruhen und Fremdenfeindlichkeit.

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/waehrungsunion-soros-sieht-in-deutschland-gefahr-fuer-den-euro_aid_522633.html


"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
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