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Autor Thema: Notkühlprobleme von Fukushima-Reaktoren seit 1971 bekannt  (Gelesen 668 mal)
Tom_
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« am: März 27, 2011, 12:37:27 »

Zitat
"Wir konnten nicht in der Öffentlichkeit zugeben, dass die Sicherheitssysteme möglicherweise nichts taugen"

In einem Dokumentarfilm zeigte ein BBC-Journalist schon 1992 auf, dass gravierende Probleme an den Notkühlsystemen des Reaktortyps von General Electric in Fukushima lange bekannt waren. Bei Tests stellte schon 1971 die US- Atomaufsichtbehörde (AEC) gravierende Fehler an den Siedewasserreaktoren fest, ohne dass dies Konsequenzen gehabt hätte. Die Aussagen der Wissenschaftler werfen auch einen neuen Blick auf die Schwesterreaktoren im spanischen Santa Maria de Garoña und im schwedischen Okarsham, die noch früher ans Netz gingen als Block 1 in Fukushima Daiichi. 2010 weilten Ingenieure aus Fukushima in Garoña, um von den "sehr wertvollen Praktiken" zu lernen, und in Spanien für eine Laufzeit von mindestens 60 Jahren zu werben.   

Nach der Kernschmelze in den Reaktoren von Fukushima Daiichi wirkt ein Artikel in der spanischen Zeitung "Diario de Burgos" vom Juni 2010 skurril. Kurz nachdem die spanische Regierung ihr Versprechen, aus der Atomkraft auszusteigen, mit der Verlängerung der Laufzeit des ältesten Atomreaktors im Land definitiv gebrochen hatte, war der Fukushima-Ingenieur Takeyuki Inagaki mit einigen Kollegen in den spanischen Nordwesten gereist, um dem Reaktor einen Besuch abzustatten. Doch es ging dem japanischen Generaldirekter der Instandhaltungsabteilung weniger um einen Erfahrungsaustausch, sondern er machte vor allem Werbung dafür, die Laufzeit des Uraltreaktors an der Grenze zum Baskenland bis 2019 zu verlängern.

Denn das hatten die Nuclenor, die das 40 Jahre alte Kraftwerk betreibt, beantragt, obwohl der Meiler die gesetzliche Höchstlaufzeit 2011 erreicht und von Netz gehen müsste. Schließlich hat die sozialdemokratische Regierung angesichts des massiven Drucks der Atomlobby in der tiefen Wirtschaftskrise einen Mittelweg gewählt und gegen geltende Gesetze die Laufzeit (zunächst) um zwei Jahre bis 2013 verlängert. Diese Entscheidung entwickelt sich angesichts der Ereignisse in Japan zum Super-Gau für eine Regierung, die in der Wählergunst ohnehin immer weiter abstürzt (Spanische Fukushima-Schwestern).

Inagaki warb bei seinem Besuch in Spanien ausdrücklich dafür, dass auch Garoña mindestens 60 Jahre Strom liefern solle. Er verwies darauf, dass Fukushima dafür schon die Erlaubnis der Regierung habe. Er trat dafür ein, dass Atomkraftwerke "so lange laufen, wie es technisch möglich ist." Die einzige Grenze sei eine "ökonomische", die von den Betreibern bestimmt werde, wann sie es für sinnvoller hielten, einen Meiler abzuschalten, als weiter in ihn zu investieren. Wie absurd diese Haltung ist, hat sich in seinen Katastrophenmeilern gezeigt. ...

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34395/1.html
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