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Autor Thema: Online-Demonstration gegen RECHTS  (Gelesen 570 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: Mai 12, 2010, 18:07:25 »

Online-Demonstration
100.000 Facebook-Nutzer klicken gegen Neonazis

Von Ole Reißmann


Rechtsextremisten rotten sich auf Facebook zusammen - das wollen mehr als 100.000 Mitglieder des Netzwerks nicht länger hinnehmen. Sie protestieren gegen die offizielle NPD-Präsenz und fordern Facebook auf, die Seite zu löschen. Bisher allerdings vergeblich.

So sehen Nazis aus: Auf der Facebook-Seite der NPD bekennen sich mehr als tausend Nutzer zu der rechtsextremen Partei. Viele mit ihrem richtigen Namen nebst passendem Foto. Sie zeigen Muskeln, Tätowierungen oder T-Shirts mit Fraktur-Beschriftung. Das ist ganz im Sinne der Partei: Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ereilte die NPD-Mitglieder die Order, die virtuellen Masken fallen zu lassen und sich offen zur Partei bekennen. Der Erfolg ist eher bescheiden, der virtuelle Ortsverein der Rechtsextremen konnte nur 300 Fans hinzugewinnen.

Die Gegner der NPD sind erfolgreicher: Seit vier Tagen sammeln sie sich in einer eigenen Facebook-Gruppe. Mehr als 100.000 Mitglieder fordern "Kein Facebook für Nazis", auch hier die meisten mit ihrem richtigen Namen und einem eigenen Foto.

Auf Facebook treffen die Gruppen aufeinander - ganz ohne Polizei, die sonst Aufmärsche von Neonazis zum Teil rabiat gegen Störer aus dem Linken Spektrum verteidigen muss. Auf Facebook findet die Konfrontation ganz ohne Ordnungshüter statt, hier steht Profilbild gegen Profilbild. Derzeit kommen auf jeden NPD-Anhänger rund hundert Gegner. Mehr als neun Millionen Mitglieder zählt Facebook in Deutschland, damit haben sich rund 1,1 Prozent der Nutzer dem Protest angeschlossen. Sie wollen, dass Facebook die NPD-Seite löscht - doch laut Facebook-Regeln ist gegen die NPD-Präsenz im sozialen Netz nichts auszusetzen.

Denn Facebook geht nur gegen Inhalte vor, die gegen Gesetze verstoßen. Die NPD-Seite mag zu einem Online-Massenprotest führen - solange die Rechten nicht zur Hatz gegen Andersdenkende aufrufen, hält das amerikanische Netzwerk die freie Meinungsäußerung hoch und macht nicht von seinem Hausrecht gebrauch. Auch nicht, wenn 100.000 Nutzer protestieren.

Dass es auch anders geht, zeigt die Facebook-Konkurrenz aus Deutschland. Bei den VZ-Netzwerken will man Rechtsextremisten keine Plattform bieten. "Rechtsextreme oder extremistische Inhalte und Profile sind bei uns verboten. Dazu zählt bei uns auch die NPD", sagt eine Sprecherin der VZ-Netzwerke. Man gehe jedem Hinweis nach und lösche gegebenenfalls Gruppen und Profile.

Geschmack zählt nicht

Diese rigorose Haltung gab es bei StudiVZ nicht von Anfang an: Im Herbst 2007 schlugen Tausende Mitglieder den Betreibern der Seite vor, rechtsextreme Inhalte zu löschen - doch dazu wollte man sich damals nicht entschließen, sprach von extremistischen Meinungen, die eine Gesellschaft aushalten müsse. Die NPD sei doch als Partei auch nicht verboten, in den Beiträgen auf der Seite könne man nichts Verfassungsfeindliches finden. Die Gegner der Rechten mobbten die Neonazis schließlich so lange, bis diese entnervt aufgaben und ihre NPD-Gruppe von selbst zurückzogen. Nach harscher Kritik greifen die Betreiber der VZ-Netzwerke mittlerweile durch und schmeißen die Rechten raus, so sie denn auffällig werden.

Geschmacksfragen zählen, anders als bei den in Berlin ansässigen VZ-Netzwerken, bei der amerikanischen Firma Facebook nicht. Das ahnen wohl auch einige der 100.000 Online-Demonstranten: Sie rufen dazu auf, die Facebook-Seite der NPD mit möglichst viel Unsinn zu verstopfen. Anders als eine Straßenblockade können die NPD-Fans diesen zivilen Ungehorsam allerdings mit ein paar Klicks einfach ausblenden.


Quelle

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
Windoof nur beim Kunden; Ansonsten LINUX
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