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Autor Thema: Rezension: Norbert Blüm, Ehrliche Arbeit–Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus  (Gelesen 1022 mal)
Tom_
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Beiträge: 1.902



« am: April 17, 2011, 20:38:54 »

Zitat
Nein, Norbert Blüm ist nicht so eitel, dass er eine Biografie geschrieben hat, wie es gestandene oder weniger gestandene Politiker üblicherweise tun, er hat mit seinem Buch „Ehrliche Arbeit“ vielmehr ein biografisches Vermächtnis verfasst. Der 76-Jährige hat die Mühen und Widerstände des Schreibens eines dicken Buches überwunden und sich dabei selbst gefunden.

„Widerstände überwinden und sich selbst finden“, dass ist für Blüm auch der Kern der Definition von „ehrlicher Arbeit“. Und die neue soziale Frage ist für ihn die „Rehabilitation der ehrlichen Arbeit“. (315). Der Kapitalismus werde daran zugrunde gehen, dass er Arbeiter und ihre Arbeit nicht würdigt. (80)

Biografisch ist das Buch, weil es mit dem Berufseinstieg des 14-jährigen „verhaltensauffälligen“ Jungen als Lehrling bei Opel beginnt, dem sein Lehrgeselle „Ausdauer und Hartnäckigkeit“ beigebracht hat. Blüm erzählt wie ihm eine seiner Enkelinen die Frage stellte, „warum brauchen wir eigentlich Geld“ und welche Mühe er hatte ihr das einigermaßen verständlich zu erklären. Blüms Buch endet mit den letzten Worten seines Vaters auf dem Sterbebett „Gretel, es war alles schön“, mit denen dieser seine „ehrliche Arbeit“ als die „Sorge für die anderen“ und die „Anerkennung der anderen“ als „erfülltes Leben“ zusammenfasste.

Es ist ein „typischer Blüm“, der zum Leser spricht – flott geschrieben, mit polemischer Zuspitzung und mit nicht enden wollenden Bonmots und Apercus und einem schier unstillbaren Mitteilungsbedürfnis. Der oftmals als Clown Verspottete, macht in diesem Buch klar, dass sich hinter der lustigen Maske des Spaßmachers ein tiefgründendes moralisches Anliegen verbirgt.

Über zwei Drittel des über 300 Seiten starken Buches arbeitet sich Blüm buchstäblich damit ab, was bei allem Wandel in unseren Arbeitsweisen Kern der Arbeit und was ihre Schale ist (243). Wer eine moralisch fundierte, nahezu flächendeckende Kritik des gegenwärtigen Wirtschaftens und dessen skandalöse Auswüchse lesen möchte, der findet in diesem Buch geradezu verschwenderisch viel Stoff.

Das Buch lässt sich nur schwer zusammenfassen, denn Blüm erzählt (oft am Beispiel von Märchen) und er hat viel darüber zu erzählen, was zu kritisieren ist, was anzuprangern ist, was zu ändern wäre, was zurückgeholt werden oder auf was man sich zurückbesinnen müsste. Blüm will alles so einfach wie möglich ausdrücken, manchmal allerdings auch einfacher als möglich. ...

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Dream71
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Beiträge: 576



« Antworten #1 am: April 17, 2011, 22:28:41 »

Hallo Tom
Habe das Buch von Blüm zwar nicht gelesen,
aber gestern bei Maischberger hat er wenigstens zugegeben
das seine frühere Einstellung zur Zeitarbeit falsch war.
Das nur mal am Rande,aber ich glaube ea blieb ihm auch nichts anderes
übrig.
Gruß Dream71
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