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Autor Thema: Sind wir unfähig geworden gemeinsam für die soziale Gerechtigkeit zu kämpfen??  (Gelesen 1152 mal)
Tom_
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« am: Juni 21, 2011, 10:39:38 »

Eine Rückblende ins Jahr 2009:

Zitat
Soziale Krise in Deutschland: Helfer und Sachverständige werden angegriffen - Permanenter Egoismus und Neid  statt Solidarität führt zur Mutlosigkeit

Sind die Menschen in Deutschland unfähig geworden gemeinsam für die soziale Gerechtigkeit, Frieden und eine gerechte Zukunft zu arbeiten?

Von Hans-Jürgen Graf und Thomas Müller

Nürnberg. 2. April 2009.  Ein unglückseeliger Trend verstärkt sich auch dieses Jahr wieder. Aus den Sozialforen wandern gerade die wichtigsten und aktivsten Mitglieder ab. Jene, die über die Jahre Tausenden von Usern geholfen haben ihre Rechte zu erkennen und zu verteidigen. Zurück bleiben viele Schwätzer, die den Usern mit dummen Sprüchen und falschen Ratschlägen unablässig Schaden zufügen. Einst gute Hilfeplattformen verkommen zu Laberecken ohne Sinn und Sachverstand.
Die Ursachen des Trends sind vielfältig. Zum einen werden aktive und sachverständige User von anderen Usern bewußt angegriffen, beleidigt, verhöhnt, bis sie mehr in einen Kampf um ihre eigene Glaubwürdigkeit, Reputation verstrickt sind und immer weniger Hilfestellungen zu leisten im Stande sind. Es kostet viel Kraft und am Ende steht die Einsicht, daß diese Kämpfe nichts bringen und da man dabei selbst von denen nicht unterstützt wird, denen man vorher unzählige Male geholfen hat, folgt der Rückzug unabwendbar.

Zum anderen erkennt man, daß die Aufgabe die man sich gestellt hat, einer Syssiphus-Arbeit gleicht. Sie nimmt nie ein Ende. Wenn man auch nur einen Moment ausruht fallen wieder ein paar Dutzend Lemminge die Klippe runter. Aber man braucht hin und wieder Ruhe, denn nur wer selbst nicht dabei krank wird, der kann anderen helfen. Und so folgt ebenso unabwendbar die Kraftlosigkeit, Mutlosigkeit, Erschöpfung. Aber selbst wenn man es schafft diesen zwei mächtigen Feinden zu begegnen und ihnen wirkungsvoll auszuweichen, so wartet noch ein nicht weniger mächtigerer auf jene, die für sich die Aufgabe gesehen haben anderen zu helfen.

Der Neid, die Mißgunst der Forenbetreiber, die nicht vertragen können, wenn andere mit der Zeit mehr Kompetenz entwickeln, als sie selbst. Daß diese Forengötter natürlich auch keine Fehler machen und Kritik grundsätzlich nicht vertragen können, ist leider eine unschöne Begleiterscheinung. So richten sie mit guten Absichten viel Schaden an und neigen dazu jenen gegen das Schienbein zu treten, die mit viel geleisteter Arbeit erst mitgeholfen haben die Foren groß und einflußreich werden zu lassen. Aber der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Aber so einfach ist das nicht, denn wenn der "Mohr", der einst aktive Mitstreiter geht, dann reißt er eine große Lücke, denn mit ihm gehen auch viele andere. Oft entsteht ein neues Projekt, ein neues Forum. Und bald gibt es Dutzende von ihnen, irgendwann Hunderte von Foren. Keines mehr so groß, wie einst, keines mehr so einflußreich wie einst. Der Widerstand, die Hilfeleistungen, die Kompetenz, alles zerkrümelt in kleine Forenbröckchen, die nicht einmal der Schatten mehr sind, von dem was war und noch hätte sein können.

Dies geschieht massenhaft und meist unbeachtet oder unbemerkt seit etlichen Monaten, Jahren. Die Profiteure, das sind die Henker unseres Gemeinwesens, die hämisch darüber lachen, daß wir nicht fähig sind gemeinsam zu agieren, um die Stricke von unseren Hälsen zu nehmen, die sie uns schon lange angelegt haben und mit jedem Jahr stärker zuziehen.

Der Text hat leider an Aktualität nichts aber auch gar nichts eingebüßt.
Lakota
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« Antworten #1 am: Juni 22, 2011, 15:44:23 »

Hy Tom,

Guter Text!
Der trifft es genau auf den Kopf, sozusagen... bliink

Woher hast Du den Text bzw. wer hat ihn verfasst?

Gibt Du mal einen Link bzw. die Quelle an, bitte?


Zum Inhalt:
Ja, dass alles kenn ich auch und bestimmt auch viele der hiesigen User...
Schade ....das viele von uns offenbar so ticken..

Wir schwächen damit vor allem das, was uns letztlich allen (mehr oder weniger) wichtig ist, um nicht zu sagen: immer mehr "überlebens-wichtig" und was uns am Herzen liegt...

Die Frage ist, glaube ich:
Wozu dient es?
Wieso wird es gemacht?
WEM dient es?
Bzw. WER profitiert letztlich davon?

Und: WAS will ICH WIRKLICH?

 keine Ahnung




Es ist kein Zeichen von Gesundheit gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepasst zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Lakota
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« Antworten #2 am: Juni 22, 2011, 15:48:15 »

Hab' die Quelle (im anderen Thread) gerade schon gefunden... zwinker

Es ist kein Zeichen von Gesundheit gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepasst zu sein.
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Tom_
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« Antworten #3 am: Juni 22, 2011, 19:20:37 »

Der Text war von mir und Hans-Jürgen Graf.
Tom_
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« Antworten #4 am: Juni 23, 2011, 11:23:57 »

Dass gerade hier so wenig Reaktionen kommen zeigt, dass der alte Beitrag tatsächlich noch heute seine Gültigkeit hat. So werden wir den Kampf gegen die Asozialisierung der deutschen Gesellschaft mit Sicherheit verlieren.
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #5 am: Juni 23, 2011, 11:54:06 »

Natürlich ist der Text immer noch sehr aktuell.
Andere Länder bekommen einen organisierten Widerstand hin, der deutschsprachige Raum wird es wohl nicht schaffen.
Das betrifft nicht nur Deutschland, sondern auch, wie ich ein wenig verfolge Österreich, denen H4 in anderer Form jetzt bevorsteht. Dort sind die Macher der Inis zwar noch optimistisch, aber auch dort mehren sich schon jetzt die Zweifel, ob ein Protest zustande gebracht wird.

Nur wenn wir uns alle zusammen zu einem großen Protest zusammenfinden würden, dann könnten wir auch etwas bewegen. Leider sehe ich aufgrund der Mentalitäten hier wenig Chancen. Man sieht es im Kleinen bei den Foren, im Größeren bei den Protestbündnissen und im ganz Großen bei den Parteien.

Es müßten mehr vernünftige Zusammenarbeiten  oder Zusammenschlüße stattfinden. Leider gibt es da wohl wenig Möglichkeiten. Kann man ja auch bei uns sehen, der "Zusammenschluß" des AEiD.de, was hat er gebracht? Einen toten Link, ein nicht mehr existierendes Forum. Und irgendjemand wird damit auch ein Geschäft gemacht haben.
So kann es keine Änderungen geben.

Tom_
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« Antworten #6 am: Juni 23, 2011, 15:06:00 »

Wobei ich mich inzwischen frage, ob wir nicht einen europäischen Gesamtprotest bräuchten.
Rodentia
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« Antworten #7 am: Juni 23, 2011, 17:20:57 »

Hi Tom,
ich frage mich gerade ernsthaft, was für Reaktionen du erwartest?

Zum einen befinden wir uns hier nicht in einem Forum in dem der Forengott keine anderen Götter neben ihm duldet,
noch werden hier Sachverständige wegen ihres Wissens angegriffen.
 keine Ahnung

Und ich denke das die "Gemeinsamkeit" Erwerbslosigkeit nicht als alleiniger Anreiz für gemeinsame
Aktivitäten (oder Aufstände) reicht wenn das der einzige gemeinsame Nenner ist.
Du musst Menschen, auch wenn sie von der gleichen Ungerechtigkeit betroffen sind miteinbeziehen.
GemeinsamkeitEN finden um ein gemeinsames Handeln überhaupt erreichen zu können.

Ich selbst glaube nicht daran das das ein Forum für Menschen die über ganz Deutschland verteilt sind erreichen kann wenn das der einzige Anknüpfungspunkt ist.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Liebe Grüße
Tia.
Tom_
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« Antworten #8 am: Juni 23, 2011, 20:25:03 »

Rodentia, es geht in dem Text um die Problematik im Allgemeinen und die erwähnten Probleme zeigen sich in einigen Foren leider aktuell genauso, wie damals. Und die Problematik, dass sich ständig neue Websites gründen, statt dass die Leute sich aktiv an vorhandenen Projekten beteiligen ist ebenfalls die selbe.

Es ist nötig, dass man sich Gedanken macht, wie man das irgendwie wieder in den Griff bekommen kann, denn sonst werden alle Aktivitäten mittelfristig wirkungslos und unsinnig.

Als erster Schritt muß einem das Problem erst einmal klar werden und die daraus folgenden Konsequenzen.
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