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Allgemeine Diskussionen => News/Tagespresse/Diskussionen => Thema gestartet von: Tom_ am Juli 27, 2011, 15:17:59



Titel: SPD ist, wo es stinkt und brodelt
Beitrag von: Tom_ am Juli 27, 2011, 15:17:59
Zitat
Der Sigmar, der Gerd und die Andrea zwischen Lügen, Idioten und Sudoku. 18 Monate begab sich ein TV-Reporter unter „Sozialdemokraten“. Und das ist in manchen Momenten großes Kino.
 
Dass Sigmar Gabriel um einen Spruch verlegen wäre, steht nicht zu befürchten. Überhaupt bescheinigt man dem SPD-Parteichef rhetorische Künste. Selbst Wolfgang Clement, der erst von seiner SPD ausgegrenzt wurde und dann freiwillig aus der Partei austrat, lobt die Sprachkünste Gabriels. „Darin ist er besser als Schröder“, sagt er. Dann der Giftpfeil für den Genossen hinterher: „Das täuscht über fehlende Inhalte hinweg.“ Klare Kante also, wie vom Genossen Müntefering persönlich angeschärft.

Kann sich das einer ansehen wollen? 90 Minuten unter Genossen, wie diese bei Ortsvereinen erfrischendes Alsterwasser ablehnen, grauenhafte Sängereinlagen durchleiden und bei Adventskerzen-Schein den Anschein großer Politik inszenieren müssen? Ja, Politik kann sehenswert sein.

Lächeln, maßgeschneidert
Tatsächlich ist es interessant zu erleben, und man muss Mitleid gar nicht heucheln, wie knochenhart dieser Polit-Job ist. 16 Stunden in der Mühle, und wehe, das Lächeln sitzt am Ende eines Tages für die Kamera nicht maßgeschneidert. Es berichtet Altkanzler Gerhard Schröder aus eigener Erfahrung: Wer nicht genug Dickfelligkeit mitbringe, habe bald ein Problem. Wer sich nicht frage: „Was will dieser Idiot schon wieder?“, habe bereits verloren.

Scheiße singen, scheiße klingen
Ein sichtbar dickes Fell hat Sigmar Gabriel. Witz hat er auch. Flexibel ist er. Realistisch scheint er zu sein. Ein Rambo ist er auch. Ballert gerade noch mit warmen Worten im Wahlkampf für Hannelore Kraft. Und rennt nach getaner Arbeit wie ferngesteuert zum nächsten Ziel, die Genossin Hannelore drei Schritte hinter ihm. Auf zu neuen Erfolgen – auch wenn es gilt, schlechte Wahlergebnisse als Triumphe darzustellen. Die SPD sei da, sagt Gabriel bei einem Parteitag, „wo es anstrengend ist, wo es stinkt und brodelt“. Eine Frau an der Basis muss lachen, eine andere senkt den Kopf, wie beschämt. Dann darf ein dicker Rapper mit Migrationshintergrund von „Scheiße“ singen. Es klingt auch scheiße. ...

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