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Autor Thema: Statstiktricks verdienen keine Lorbeeren  (Gelesen 606 mal)
Pete
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« am: Oktober 28, 2010, 17:34:49 »

Statstiktricks verdienen keine Lorbeeren

Zur Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Monat Oktober erklärt die Bundesgeschäftsführerin der Partei DIE LINKE, Caren Lay:

Um die Zahl der Arbeitslosen unter 3 Millionen zu drücken, braucht es eine Menge statistischer Tricks und Taschenspielereien. Einer näheren Betrachtung halten die Zahlen nicht Stand: Ohne statistische Tricks läge die Arbeitslosigkeit mit 4,09 Millionen sogar über der 4-Millionengrenze. Denn nicht berechnet wurden Arbeitslose über 58 Jahren, 1-Euro-Jobber sowie Arbeitslose in Weiterbildung und Eingliederung.

Mit der Weigerung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine gleiche Bezahlung von Leih- und Stammarbeitern zu schaffen, leistet die Bundesregierung der Lohndrückerei Vorschub. DIE LINKE fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit – die Gleichstellung von Leiharbeit mit der tammbelegschaft. Die Beschäftigten müssen vom Aufschwung profitieren. Wir fordern die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Zum einen stoppt dies die Lohnspirale nach unten, und zweitens werden durch die Ankurbelung der Binnennachfrage Arbeitsplätze geschaffen.

Wer arbeitsmarktpolitische Instrumente zusammenstreicht, Lohndumping unterstützt und Zahlen frisiert, verdient keine Lorbeeren als Arbeitsministerin. Die abnehmende Arbeitslosigkeit gibt es nicht wegen, sondern trotz der Politik der Bundesregierung, die sich lediglich auf den Wirkungen des Wirtschaftswachstums in Asien ausruht.

Quelle

D i e   S t u n d e   d e s   S i e g e r s   k o m m t   f ü r   j e d e n   i r g e n d w a n n!
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« Antworten #1 am: Oktober 30, 2010, 13:48:34 »

Hier sind die Tricks ja mal wieder besonders perfide: Es werden auch subventionierte Jobs als erfolgreiche Vermittlung gefeiert!!!!!

Das heißt doch nichts anderes, als dass sich einige skupellose AG (meist ZAF) bis zu 75% der Lohnkosten des "Jobwunders" von den Steuern der arbeitenden Bevölkerung bezahlen lassen. Die ZAF kriegen zu den 75% ja auch noch die Entleihgebühr der ausleihenden Firmen hinzu. Hier ist eine der allerdreistesten Umverteilungen von unten nach oben, die auch noch als arbeitsmarktpolitischer Erfolg gefeiert wird.

Wieso kapieren das die Leute nicht? Wieso gibt es keine Statistiken darüber, wie viele diese angeblichenen neuen versicherungspflichtigen Jobs subventioniert sind? Hört sich ja so schön an, dass es versicherungspflichtige Jobs sind, die da angeblich entstanden sind, hört sich ja so an, als ob da Geld in den Sozialtopf hineinfließen würde. Statt dessen werden fast die gesamten Löhne dieser neu geschaffenen Jobs aus der Tasche der arbeitenden Bevölkerung bezahlt, die durch das Lohndumping der ZAF dann  ihre Löhne noch mehr gekürzt bekommen. ZAF können ihre subventionierten Sklaven ja nun sogar noch billiger vermieten und machen dennoch einen Riesenreibach, denn zusätzlich zu den 75% Lohnkostenübernahme kriegen die ja noch Geld oben drauf von den Entleihfirmen und dieses Geld obendrauf muss ja nun nicht mehr sooooo hoch sein. Firmen die sich derartige LAN besorgen haben gegenüber Firmen mit normalen Löhnen doch einen enormen Wettbewerbsvorteil und andere Firmen müssen daher mitziehen um noch mithalten zu können. Die Lohnkosten und die Löhne werden extrem sinken durch dieses "Jobwunder".
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