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Autor Thema: Studie über Hartz IV mit bedrückenden Ergebnissen  (Gelesen 3224 mal)
Rudi Wühlmaus
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Wissen ist Macht


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« am: November 01, 2010, 15:18:03 »

Düsseldorf. „Unmenschlich“, so beschreibt Dozent Thomas Wagner das bedrückende Ergebnis einer Umfrage unter Düsseldorfern, die von Hartz IV leben müssen. Er fordert als Konsequenz aus der Studie: „Auf Sanktionen muss verzichtet werden.“

So sieht sie aus, die Wahrheit über die Praxis der „Arge“ mit Hartz IV:

    * Die Betroffenen sind oft der Macht der Geldverwalter in der Arbeitsagentur bzw. der „Arge“ ausgesetzt.
    * Sie werden in perspektivlose Ein-Euro-Jobs oder sinnfreie Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt.
    * Sie werden mit Kürzungen der Stütze von 359 Euro abgestraft, das ohnehin nicht ausreichende Geld wird in 30-Prozent-Schritten gekappt.
    * Arbeitslose werden so tiefer in die Not und weitere Verschuldung getrieben.
    * Sie können sich rechtlich kaum dagegen wehren.

„Wer nicht hören will, muss fühlen“, hat Dozent Thomas Wagner das bedrückende Ergebnis einer Umfrage unter 251 „Hartzern“ überschrieben. Studenten des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften von Professor Dr. Thomas Münch haben im Sommer vor der „Arge Mitte“ an der Luisenstraße in Düsseldorf die Praxis zu Protokoll genommen. Das Ergebnis kommentierte der Autor jetzt mit: „Unmenschlich!“ Wagner: „Der Sanktions-Mechanismus stammt aus der schwärzesten pädagogischen Zeit. Wer seine Unterlagen nicht rechtzeitig zusammen hat, bekommt grundsätzlich 30 Prozent für drei Monate gekürzt. Es handelt sich dabei nicht um Einzelfälle. Jeder fünfte hat Kürzungen erlebt.“

Besonders schlimm seien Kürzungen für „kumulative Vergehen“. Wagner: „Jemand kann komplett ohne Leistungen dastehen. Leute unter 25 Jahren können auch ohne Wohnung dastehen.“
Unmenschliches System für Kinder in Armut

Im Büro von Fiftyfifty an der Höhenstraße weiß man auch, dass durch Sanktionen gegen Jugendliche rechtswidrig Gelder für ganze Familien gekürzt wurden. Berichtet wird ein krasser Vorfall, wo eine Frau in Not mit einem fünf Tage alten Säugling vom Arge-Sachbearbeiter weder einen Cent Bargeld noch Lebensmittelgutscheine bekam. Thomas Giese von der Arbeitslosen-Initiative wurde rausgeworfen und mit Security zum Ausgang begleitet, hat aber doch noch einen Vorgesetzten erwischt und für eine Barauszahlung an die junge Mutter gesorgt.

Oliver Ongaro, Streetworker bei Fiftyfifty, hält das ganze System für „realitätsfern“. Er stemmt sich gegen einen neu zu beobachtenden alten Trend, Hartz-IV-Bezieher als arbeitsfaul „aus der Gesellschaft rauskegeln zu wollen“. Die Regelsatz-Erhöhung um fünf Euro - „ein Hohn!“

Holger Kirchhöfer vom Initiativkreis Armut wendet sich gegen Schönfärbereien in der Bundestagsdebatte: „Für die Betroffenen, besonders für Kinder in Armut, hat sich nichts geändert. Es funktioniert einfach nicht.“
Studenten mit der Praxis konfrontieren

Thomas Wagner, der seine Studenten weiterhin mit der Sozialstaatspraxis konfrontieren will, fordert als Konsequenz aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Befragungen: „Auf Sanktionen muss verzichtet werden. Aus der strafenden Behörde muss eine fördernde Institution werden. Auch Kinder müssen den vollen Satz des Arbeitslosengeldes II bekommen.“

In der neuesten Ausgabe der Straßenzeitung Fiftyfifty trägt der Hartz-IV-Artikel den Titel „Du kommst da nie mehr raus“. Thomas Giese: „Das ist kein Pessimismus, das ist Realismus.“


Quelle:  link

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Lalelu
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« Antworten #1 am: November 02, 2010, 10:02:21 »



Die Aussagen der Hartzer....
Es dreht sich alles nur ums Geld. Von Psychoterror keine Rede.
Dieter 66
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Je öfter man Geburtstag hat, je älter wird man!!


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« Antworten #2 am: November 02, 2010, 10:11:25 »


Die Aussagen der Hartzer....
Es dreht sich alles nur ums Geld.
Ja. Und deshalb, sind alle Aufrufe zu Aktivitäten an die, für die Katz.
Man hat nur eines im Sinn. Geld!!!
Ach, man kann stolz auf seine Mitstreiter sein. Denn, Mitmacher sind es nicht.
Die "Mehrgeldhabenwollende" stacheln zwar an, nach dem Motto: "Nu macht mal was"
Aber sie selber, lehnen sich zurück und warten bis endlich mehr Knete kommt.

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
lanny
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« Antworten #3 am: November 02, 2010, 10:30:54 »

Hier wird in schöner Art und Weise proklamiert, dr HartzIV Empfänger will nur mehr Geld.
Schlußfolge, aber nichts dafür tun, so der Volksmund!
Man kann sich nur noch wundern, wer alles HartzIv benötigt, bzw als Grundlage seiner Arbeit be(miß) braucht .
Was wäre Deutschland ohne seine HartzIV Empfänger?
« Letzte Änderung: November 02, 2010, 10:31:43 von lanny »
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #4 am: November 02, 2010, 10:41:55 »

Auf alle Fälle wären dann die Stammtische um einigen Gesprächsstoff ärmer.

Wobei es hier ja auch um die Sanktionspraxis und die "Erziehung" der Hartzer ging.
Und da geht es nun einmal voll ums Geld.

Und solange man keine bessere Öffentlichkeit bekommt, solange werden wir wohl noch ein wenig gegen die Windmühlen kämpfen müssen.

Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #5 am: November 02, 2010, 10:42:54 »

Dazu passend auch dies...


Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Anonym
Lalelu
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« Antworten #6 am: November 02, 2010, 10:52:18 »


So ganz daneben ist das Stammtischgeschnacke nicht. Denn, wäre Hartz IV so arg schlimm, würden sich Millionen von Hartzern nicht nur über die läppischen 5 Euronen beschweren u. daß sie z.B. nicht ins Schwimmbad können.
Rudi Wühlmaus
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Wissen ist Macht


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« Antworten #7 am: November 02, 2010, 10:59:57 »

Dazu passend auch dies...
Die Gesetzesvorlage (stand 26.10.2010) ist hier zu finden:  http://www.aktive-erwerbslose.net/forum/gestzesvorlage-vom-26-10-2010/die-gesetzesvorlage-zur-1-lesung/

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lanny
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« Antworten #8 am: November 02, 2010, 11:09:59 »

So ganz daneben ist das Stammtischgeschnacke nicht. Denn, wäre Hartz IV so arg schlimm, würden sich Millionen von Hartzern nicht nur über die läppischen 5 Euronen beschweren u. daß sie z.B. nicht ins Schwimmbad können.


Huh?? da stehe ich doch auf der Leitung!
lanny
Gast
« Antworten #9 am: November 02, 2010, 11:13:49 »


Deine Gesetzesvorlage ist wunderbar, nur nicht jeder versteht das Juristendeutsch, kennt sich in allen genannten § aus, müsste diese erst suchen ,um zu verstehen was gemeint ist, kurz nach 2 Std qualmt der Kopf!
Lalelu
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« Antworten #10 am: November 02, 2010, 11:34:45 »


Huh?? da stehe ich doch auf der Leitung!

D.h., daß gar nicht mal so wenige Betroffene Hartz IV schlecht finden u. sich eingerichtet haben.
Wäre es anders, hätte sich Hart IV in nun unsgesamt fast 6 Jahren !!!! so dermaßen verfestigen können.

lanny
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« Antworten #11 am: November 02, 2010, 11:39:30 »

D.h., daß gar nicht mal so wenige Betroffene Hartz IV schlecht finden u. sich eingerichtet haben.
Wäre es anders, hätte sich Hart IV in nun unsgesamt fast 6 Jahren !!!! so dermaßen verfestigen können.



Das schreibe ich hier schon lange, denn entweder man hat Nebeneinkünfte, oder aber ist bequem.
Wenn mir jemand erzählen will, das er mit 359€ mtl zurecht kommt, dann  besorge ich mir eine Freikarte, für den Jahrmarkt im Himmel!
Lalelu
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« Antworten #12 am: November 02, 2010, 11:59:35 »


Ach , da gibt es noch mehr.
Tafel, Kleiderkammer, Möbelkammer.
Es gibt Leute die finden es geil abgelegte Schnäppchen zu "kaufen".

(Nichts gegen abgelegte Klamotten. Wenn ich die aber kaufe, dann auf dem Flohmarkt, oder I-bä von Privat, vollkommen freiwillig u. nicht gezwungener Maßen von der Schmarotzer Industrie.)
lanny
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« Antworten #13 am: November 02, 2010, 12:04:35 »

Ach , da gibt es noch mehr.
Tafel, Kleiderkammer, Möbelkammer.
Es gibt Leute die finden es geil abgelegte Schnäppchen zu "kaufen".

(Nichts gegen abgelegte Klamotten. Wenn ich die aber kaufe, dann auf dem Flohmarkt, oder I-bä von Privat, vollkommen freiwillig u. nicht gezwungener Maßen von der Schmarotzer Industrie.)

Es wird ja schon salonfähig, wenn man sich dazu bekennt in Abfallcontainern zu buddeln.
Wie weit die Selbsterniedrigung geht, um sich nicht wehren zu müssen, übersteigt meine Vorstellungskraft!
Tom_
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« Antworten #14 am: November 02, 2010, 12:29:23 »

Wobei "Mülltaucher" in der Regel aber eigentlich gar keine armen Menschen waren/sind, sondern Menschen, denen es gegen den Strich geht, dass so viel hochwertige Lebensmittel weggeworfen werden. Übrigens wird trotz Tafeln noch massig weggeworfen, während diese über einen Mangel an Spenden klagen.
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