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Autor Thema: Taxi für Ein-Euro-Jobber  (Gelesen 1337 mal)
schimmy
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« am: Oktober 24, 2010, 11:54:21 »


WEISSENFELS/RÖCKEN/MZ. Ein Achtsitzer mit Taxischild fährt täglich zweimal auf die ehemalige Kippe bei Röcken. Zu einem unerhörten Ereignis wächst sich das unter den Röckenern aus, wenn aus dem Fahrzeug dann Ein-Euro-Jobber aussteigen. Auch in Leißling, Prittitz und Gröbitz wurden solche Beobachtungen gemacht und riefen Unverständnis hervor.

"Werden unsere Arbeitslosen jetzt schon mit dem Taxi zur Arbeit gefahren?", regt sich zum Beispiel Andreas Sack, Gemeindearbeiter von Röcken auf. Denn bisher habe doch immer gegolten, dass die Ein-Euro-Jobs an Personen vergeben werden sollten, die aus dem Einsatzort kommen. Von 200 Euro monatlich, wovon der Arbeitslose 120 Euro als sogenannte Mehraufwandsentschädigung bekommt und 80 Euro an den Träger für Sachleistungen gehen, könnten kaum Fahrtkosten mit dem Taxi bezahlt werden.

Das bestätigt auch Sabine Hänel, Geschäftsführerin der Weißenfelser Beschäftigungsgesellschaft Kösa. Sie hat gewissermaßen die Taxis bestellt - allerdings nicht zum Taxitarif, sondern als Mietautos. Für zwei der mehr als 100 Projekte, über die die Kösa 455 Menschen beschäftigt, reichen die eigenen Fahrkapazitäten nicht, erklärt sie. Die meisten Beschäftigten seien zudem in Wohnortnähe tätig, könnten zu Fuß oder mit dem Fahrrad ihren Einsatzort erreichen. Doch in zwei Projekten, die Arbeitsgelegenheiten für insgesamt 44 Männer und Frauen bieten, wurden auch Personen integriert, die nicht aus der Nähe des Einsatzortes kommen, sondern aus Weißenfels.

So musste sie neue Wege gehen, sagt Hänel - für die Rekultivierungs- und Rückschnittarbeiten zum einen bei Röcken und zum anderen in der Stadt Weißenfels und ihren Ortsteilen sowie Gemeinden im unmittelbaren Umfeld der Stadt. Im Ausschreibungsverfahren haben sich Unternehmen um die Beförderungsleistung bewerben können. Am Ende habe die Kösa mit zusätzlicher Finanzierung der Arge Burgenlandkreis Mietwagen von zwei kleinen Taxiunternehmen einsetzen können. Dass Busse gemietet werden, davon weiß auch der Geschäftsführer der Gesa-Beschäftigungsgesellschaft, Frank Tappert, zu berichten. "Wie sollen wir bei größeren Projekten die Leute sonst in die Natur bringen", sagt er und stößt sich nicht daran, dass die Kösa auch noch einen Mietbus zusätzlich im Einsatz hat, der gleich vom sozialpädagogischen Betreuer der Maßnahme gelenkt wird. "Bei uns gibt es das überhaupt nicht, dass wir Fremdfahrzeuge einsetzen müssen", so Michael Gottschlich von der Zeitzer Ziag.

"Die Transportkosten wurden nach Prüfung der Unterlagen von der Arge Burgenlandkreis bewilligt", stellt sich Landrat Harri Reiche (parteilos) hinter das Verfahren. "Es ist eine Maßnahme für Menschen, die besonderer Unterstützung, nämlich sozialpädagogischer Betreuung, bedürfen. Einen Großteil der passenden Teilnehmer haben wir nicht am Einsatzort, sondern eben erst in Weißenfels gefunden", erklärt Arge-Geschäftsführer Bernd Lampe dazu. Von der einen Million Euro, die die Arge aus dem Bereich Verwaltung in aktive Arbeitsmarktpolitik umschichten konnte, seien 300 000 Euro auch in diese Projekte des zweiten Arbeitsmarktes geflossen, beantwortet er die Frage, woher das zusätzliche Geld kommt.

Dass zwei ausgelastete Achtsitzer Ein-Euro-Jobber für einen Tagespreis von 30 bis 35 Euro befördern sieht Hans-Jürgen Stößer, Chef der Weißenfelser IHK-Geschäftsstelle, nicht als Sünde. "Das kann günstiger sein, als eigene Fahrzeuge vorzuhalten", meint er und freut sich, dass das Mietwagengewerbe von einem Auftrag, der sonst den gewerblichen Bereich nicht berührt, sogar mal einen Vorteil hat.

Einen Vorteil gegenüber anderen Ein-Euro-Jobbern haben die im Taxi Fahrenden auch nicht. Was ihre wohnortnah eingesetzten Kollegen an Entfernungen überwinden müssen, müssen sie teilweise zum Abfahrts- und Ankunftsort Kösa in der Markwerbener Straße in Weißenfels bewältigen. Somit bleibt am Ende nur der Zweifel, ob es tatsächlich notwendig war, Weißenfelser in die entfernten Projekte zu stecken oder nicht anderswo noch Arbeitslose auf den Job warten.


http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1286541145610&openMenu=987490165154&calledPageId=987490165154&listid=994342720546




Arbeitslos - aber nicht machtlos! ALG II abhängig - aber nicht rechtlos!

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
Lalelu
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« Antworten #1 am: Oktober 24, 2010, 12:25:35 »

Zitat
"Es ist eine Maßnahme für Menschen, die besonderer Unterstützung, nämlich sozialpädagogischer Betreuung, bedürfen
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1286541145610&openMenu=987490165154&calledPageId=987490165154&listid=994342720546

Menschen die derartige Betreuung benötigen sind krank. Kranke sind nicht arbeitsfähig, gehören als nicht in Hartz IV.

Da es laut dem Propagandaministerium massenweise dumme u. psychisch kranke Hartzer gibt, frage ich mich, wie konnten diese Menschen vor Hartz IV existieren, so ganz alleine auf sich gestellt ?
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #2 am: Oktober 24, 2010, 12:38:30 »

Zitat
"Es ist eine Maßnahme für Menschen, die besonderer Unterstützung, nämlich sozialpädagogischer Betreuung, bedürfen

Lalelu ist doch klar, jeder der nicht Gedankenkondom mit dem SB ist, benötigt ganz dringend "Betreuung" damit er auf Vordermann (Kondomität) gebracht wird!

Den "Leut" muss doch "Kadaver Gehorsamkeit" eingebläut werden.

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Lalelu
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« Antworten #3 am: Oktober 24, 2010, 12:50:42 »


Rudi, ich glaube da hast du einen Denkfehler.
Gerade die, die  konform gehen mit den Blockwarten, sind in den schwachsinnen - bzw. schwachsinnigsten - Maßnahmen zu finden.
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #4 am: Oktober 24, 2010, 13:14:16 »

Rudi, ich glaube da hast du einen Denkfehler.
Gerade die, die  konform gehen mit den Blockwarten, sind in den schwachsinnen - bzw. schwachsinnigsten - Maßnahmen zu finden.


lalelu meine Bemerkung bezog sich auf "besondere Unterstützung"

Wie wird   "besondere Unterstützung" definiert ?

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
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Lalelu
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« Antworten #5 am: Oktober 24, 2010, 13:19:31 »


Ich stehe komplett auf dem Schlauch  deenk
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