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Autor Thema: Teurer Schulanfang  (Gelesen 698 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: August 17, 2010, 20:53:48 »

Soziales : Teurer Schulanfang

Bochum, 17.08.2010, Andreas Bartel

In zwei Wochen beginnt in NRW das neue Schuljahr. Doch viele Familien können sich die benötigten Unterrichtsmaterialien nicht leisten und sind auf karitative Hilfe angewiesen.

In knapp zwei Wochen startet das neue Schuljahr – für rund 2800 Bochumer Jungen und Mädchen beginnt dann der Ernst des Lebens: sie werden eingeschult. Doch neben einer prall gefüllten Schultüte benötigen sie noch einiges mehr.

In erster Linie einen Tornister natürlich, aber auch Hefte, Bunt-, Wachsmal- und Bleistiften, Lineal, Radierer, und, und und. Nicht zu vergessen den Turnbeutel samt Sportbekleidung und die Butterbrotdose für ein gesundes Frühstück.

Die Listen mit Materialien, die die Schulen den Eltern an die Hand geben, sind lang. Doch das alles kostet. Schnell landet man bei einer Summe von 200 Euro und mehr – ohne Bücher, versteht sich.

So kostet ein Markentornister im Lederwarengeschäft Hausfelder in der Bochumer Innenstadt im Durchschnitt rund 130 Euro, es gibt aber auch Modelle für 250 Euro. Immerhin liegen Turnbeutel und Etui meist im Set bei. Verkäuferin Sigrune Kandelka bestätigt, dass der Verkauf „schleppender als sonst“ laufe. Die Kunden seien preisbewusster geworden, kauften vermehrt reduzierte Artikel.

Aber nicht nur der Schulranzen kostet, auch der Inhalt. Für Hefte, Stifte und vieles mehr veranschlagt Gudrun Beckmann, Mitarbeiterin im Schreibwarenladen „Pro Büro & Kopier“, „mindestens 50 bis 60 Euro.“ Sie bemängelt gemeinsam mit ihrer Kollegin Monika Höll, dass den Eltern von der Schule „teilweise bestimmte Marken vorgeschrieben“ würden. Die verunsicherten Eltern trauten sich dann nicht, günstigere Produkte zu kaufen. Die Preisspanne für Dreiecksbuntstifte liegt zum Beispiel zwischen sechs und 19 Euro.

Verständlicherweise kann sich nicht jede Familie die teuren Produkte leisten. Nach Auskunft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) lebt mittlerweile fast jedes vierte Kind in Bochum und Herne in finanziell schwierigen Verhältnissen. Das wären etwa 700 i-Dötzchen.

Doch Hilfe ist nicht leicht zu finden. Hartz IV-Empfänger erhalten zwar für jedes schulpflichtige Kind pro Jahr eine Pauschale in Höhe von 100 Euro. Eine Sonderzahlung für den Schulanfang gibt es aber nicht, auch nicht vom Jugend- oder Schulverwaltungsamt.

So sind Eltern mit geringem oder gar keinem Einkommen auf wohltätige Einrichtungen angewiesen. Bei der Caritas können sie jeweils vor und nach den Sommerferien sowie zum Schulhalbjahr kostenlos fehlende Materialien bekommen. Allerdings erst nachdem sie ihre Bedürftigkeit nachgewiesen haben. Dabei herrsche immer „sehr hoher Andrang“ sagt Sprecherin Annette Borgstedt. Sie findet es „schade, dass so etwas überhaupt nötig geworden ist.“

Unbürokratische Hilfe bietet die AWO mit der Aktion „Helfen hilft“ an. Über den Verein Förderturm wird dabei Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme am Mittagessen in Ganztagsschulen sowie die Beschaffung von Schulbüchern ermöglicht.


Quelle

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Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
Windoof nur beim Kunden; Ansonsten LINUX
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