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Autor Thema: „Kindeswohl vor Elternrecht“ CDU will sich stärker für arme Kinder einsetzen  (Gelesen 1727 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: Juli 03, 2010, 22:24:48 »

„Kindeswohl vor Elternrecht“ CDU will sich stärker für arme Kinder einsetzen

Berlin - Die CDU will Kinderarmut stärker bekämpfen und die staatliche Unterstützung für Kinder aus ärmeren Familien verstärken. In einem Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag im November heißt es, der Staat müsse „überforderten Eltern die Hilfe geben, die sie brauchen“. Wo es nicht gelinge, dass Eltern der Verantwortung für ihre Kinder gerecht werden, „muss Kindeswohl vor Elternrecht gehen“.

Das 19-seitige Papier soll am Montag erstmals im Parteivorstand diskutiert werden. Der Bericht, der von einer Kommission unter Leitung von Familienministerin Kristina Schröder und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe erstellt wurde, zeichnet ein ernüchterndes Bild der Bildungschancen von vielen deutschen Kindern. Rund 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen lebten in relativ armen Haushalten. Nahezu jedes sechste Kind unter sieben Jahren lebe heute von staatlichen Transfers. „Kein Kind darf verloren gehen“, mahnen daher die Autoren.

In dem Antragsentwurf mit dem Titel „Faire Chancen – für jedes Kind!“ nennt die CDU Maßnahmen, um bedürftige Familien stärker zu unterstützen. So soll etwa der Unterhaltsvorschuss an Alleinerziehende für Kinder bis zum Alter von 14 statt zwölf Jahren gezahlt werden. Der Kinderzuschlag für Geringverdiener, der vor dem Hartz-IV-Bezug bewahrt, soll ausgeweitet werden. Außerdem soll es verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen geben. Sozial schwache Familien sollen einen festen Ansprechpartner erhalten, der bei Problemen und Fördermöglichkeiten helfen könne.

Auf die von der Bundesregierung geplante Streichung des Elterngelds für Hartz-IV-Empfänger geht die Kommission mit keinem Wort ein. Dabei verweisen auch die Autoren darauf, dass fast jedes zweite Kind, das in einem alleinerziehenden Haushalt aufwächst, auf Hartz IV angewiesen ist. Der „Teufelskreis aus Armut, geringeren Bildungschancen und infolgedessen schlechten Berufs- und Teilhabechancen“ lasse sich durch Geldleistungen allein nicht durchbrechen, heißt es dazu lediglich. Und: Alleinerziehende müssten bei der Arbeitsaufnahme unterstützt werden. Cordula Eubel

Quelle



Die CDU hat immer noch nicht reflektiert, das es keine oder nur wenige mit der Kindererziehung / -betreuung adäquaten Arbeitsplätze gibt.

Wenn jedes zweite Kind  das in einem alleinerziehenden Haushalt auf wächst, auf Hartz IV angewiesen ist, wird auch die Arbeit im "Niedriglohnsektor" dies nicht ändern


 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #1 am: Juli 04, 2010, 10:32:52 »

Das ist doch schon wieder so klar...
Nehmen wir den Eltern die Kinder weg und formen wir sie so, wie wir sie brauchen.

Dieses Land ist einfach nur noch zum abkotzen.

Warum gebt man Alleinerziehenden nicht soviel, dass diese es sich leisten können, ohne drangsaliert zu werden, eine Halbtagsstelle anzunehmen, so es sie gibt und sollten sie keine bekommen, kümmern sie sich eben ausschliesslich um ihre Kinder.
Seit der Regierung Schröder ging es aber mit den Löhnen so weit bergab, dass Frauen gezwungen sind, mit zu arbeiten, weil mit dem Einkommen kein Auskommen ist.

Ich erinner mich an meine Kindheit, mein Vater verdiente gut genug, um eine 7 köpfige Familie zu unterhalten und wir Kids haben weder Hunger geschoben, noch sind wir in zu kleinen oder geflickten Klamotten rum gelaufen.

Der Arbeitsplatz meines Vaters war sicher und somit konnten wir auch ein Haus kaufen. Wenn man sich heute die jungen Familien anschaut, ist dies gar nicht möglich, entweder gibt es befristete Arbeitsverträge oder nur Leiharbeit und somit wird die Familie zum Aufstocker.

Das Thema "Kindeswohl vor Elternrecht" trifft doch wirklich nur in Ausnahmefällen zu und genau dort wird dann weg geschaut.....

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Anonym
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #2 am: Juli 04, 2010, 15:56:17 »

Linchen, du hast es auf den Punkt gebracht...
lieselotte
Gast
« Antworten #3 am: Juli 04, 2010, 18:48:49 »

Sie werden uns doch schon genommen, die Kinder. Spätestens zur Einschulung haben die staatlichen Bildungsanstalten Einfluss auf unseren Nachwuchs. Und wehe du entziehst dich der Verpflichtung des Schulzwangs, dann drohen Strafen.
Und das funktioniert auch bei den Kleinsten, am besten von Anfang an. Das auch ja keiner auf die Idee kommt, den Nachwuchs nicht zielgenau auf "das Leben" vorzubereiten. Und wenn es sein muss, drohen Sanktionen.

Gibt es ein besseres Druckmittel als Geldentzug? Da geb ich den Menschen doch erst gar kein Geld in die Hand, wenn es sich bestens als Druckmittel eignet.
Patrik
Gast
« Antworten #4 am: Juli 04, 2010, 19:00:39 »

Ich find es immer wieder erstaunlich wie Alleinerziehende (egal ob Mann oder Frau) das hinbekommen mit Beruf und Kindern.

Ich finde ja das der Beruf der Hausfrau oder des Hausmanns oder besser gesagt des Haushaltvorstandes nahrr nicht gewürdigt wird. 24 stunden am Tag 7 tage die woche belastbar sein das kriegt kein Top Manager der Welt hin. Und die Kinder sind schlussendlich das Wertvollste im Land.

Dieses scheinheiligen getue der Politiker wir immer dreister. Jetzt will man das Elternrecht gerade bei sozial benachteiligten Menschen einschränken bzw. abschaffen. Nennt man sowas Demokratie?

Hier soll offensichtlich eine neue Generation von "Sklaven" geschaffen werden. Die dem System konform angepasst werden und ohne jeglichen Widerstand für Krümel sich in Fabriken und Büros kaputt arbeiten.


Und alles beginnt irgendwo.

Hartz 4 war der Beginn des Niedriglohnsektors und dieser wird ausgebaut und macht damit die europäische Wirtschaft kaputt.
lieselotte
Gast
« Antworten #5 am: Juli 04, 2010, 19:11:23 »

Ja, Kinder sind tatsächlich ein "wertvolles" Gut. Und deswegen wird auch keines der staatliche Kontrolle entkommen. Versklavung von Anfang an eben.
rintho
Gast
« Antworten #6 am: Juli 04, 2010, 19:35:27 »

Sie werden uns doch schon genommen, die Kinder. Spätestens zur Einschulung haben die staatlichen Bildungsanstalten Einfluss auf unseren Nachwuchs. Und wehe du entziehst dich der Verpflichtung des Schulzwangs, dann drohen Strafen.
Und das funktioniert auch bei den Kleinsten, am besten von Anfang an. Das auch ja keiner auf die Idee kommt, den Nachwuchs nicht zielgenau auf "das Leben" vorzubereiten. Und wenn es sein muss, drohen Sanktionen.

Gibt es ein besseres Druckmittel als Geldentzug? Da geb ich den Menschen doch erst gar kein Geld in die Hand, wenn es sich bestens als Druckmittel eignet.
Ein wenig kann ich dich verstehen - - aber bei allen Mängeln bei der staatl. Beschulung: wenn das jedem frei stände, die Kinder selbst, evtl. zuhause, zu beschulen - nein, bitte nicht!! Ich denk da an fundamentalistische Christen, esoterisch abgedrehte Leute etc.. Dann lieber die staatlichen Schulen!!

Und auch so: für alles mögliche und unmögliche brauchst du ne Ausbildung - auf (eigene) Kinder wird jeder losgelassen. Und das ERgebniss ist auch in so einigen Fällen ne mittlere Katastrophe! Wenn ich Kinder sehe, die zuhause keinerlei Ansprache erhalten - und das nicht umbedingt durch Zeit/Geldnot, sondern einfach aus desinteresse oder weils die Eltern einfach nicht besser kennen - ne, die armen Kinder!!
« Letzte Änderung: Juli 04, 2010, 19:39:12 von rintho »
Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #7 am: Juli 04, 2010, 19:55:21 »

Hier stimme ich dir als Mutter zweier Kinder voll und ganz zu...

Kinder werden eh nicht nur durch Schule und Elternhaus geprägt, sondern auch durch ihr Umfeld...

Es gibt einen Spruch, den ich häufig von meiner Mutter zu hören bekam: Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir, wer du bist....

Durch Freunde geschieht noch einmal eine Prägung der besonderen Art... zum Guten aber auch zum Schlechten....

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten der Prägung, die wichtigste kommt aber NOCh aus dem Elternhaus, das sollten wir uns nicht nehmen lassen..

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Anonym
lieselotte
Gast
« Antworten #8 am: Juli 04, 2010, 20:04:24 »

Tja, wenn jeder machen würde wie es ihm gefällt, wäre Chaos ganz sicher vorprogrammiert.

Aber gerade durch unsere gute und nationale Erziehung werden wir ja auch so intolerant, nichts außer der Norm zuzulassen. Und das je nach dem, was unsere Kultur beinhaltet. Und dann haben wir den Schlamassel, wir führen einen ständigen Kampf, die eigenen Interessen durchzusetzen.

Ordentlich angepasst, wir kommen eh nicht raus aus der ewigen Tretmühle.
lieselotte
Gast
« Antworten #9 am: Juli 04, 2010, 20:11:11 »

Linchen,

nur wir merken es oft genug gar nicht, wie weit wir selber geprägt sind. Und das an unsere Kinder weiter geben.
Und ja, spiel nicht mit den Schmudelkindern ...  die Klassen bleiben unter sich.  keine Ahnung
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