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Autor Thema: Und von wem lassen Sie ihre Doktorarbeit schreiben?  (Gelesen 1425 mal)
Tom_
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« am: Februar 20, 2011, 16:16:46 »

Zitat
Hat Guttenberg seine Doktorarbeit schreiben lassen?
Seine Erklärung erklärt nichts. Karl-Theodor zu Guttenberg kann die Plagiatsvorwürfe nicht ausräumen. Hatte er doch Ghostwriter?

"Diese Arbeit entspringt einer ungewöhnlichen Verkettung von Glücksfällen." So steht es im Vorwort gleich auf der ersten Seite der 2009 beim Berliner Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot erschienenen Dissertation von Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg. Heute liest sich das unfreiwillig komisch. Oder makaber.

Auf der eigenen Webseite des Verteidigungsministers und CSU-Bundestagsabgeordneten prangen zu vielen bunten Guttenberg–Bildern viele vollmundige Selbstbekenntnisse: "Politik braucht klare Werte" – "Richtschnur meines Handelns war und ist Prinzipienfestigkeit und Grundsatztreue" – "Verantwortung bedeutet vor allem Verpflichtung, Vertrauen und Gewissen" – "Ich will auch unbequemen Fragen nicht aus dem Weg gehen" und so weiter (www.zuguttenberg.de).

Das Bemerkenswerte an der jüngsten Affäre um Guttenbergs Doktorarbeit und den durch immer neue Fundstellen und Textvergleiche sich ausweitenden Plagiats-Verdacht ist ja das: Der so Angegriffene hat bisher mit keinem Wort erklärt, wie die "Verkettung", der seine Arbeit offenbar auch ganz praktisch "entsprungen" ist, überhaupt beschaffen war. Unbeantwortet ist die ("unbequeme") Frage, wie genau diese mit allen Anhängen 475 Seiten umfassende Dissertation zum Thema "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU" in ihren eigenen Entwicklungsstufen von der Materialsammlung bis zur Niederschrift und Schlusskorrektur verfertigt wurde.

Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth hatte die Arbeit im Jahr 2006 als Dissertation angenommen. Damals war Guttenberg noch nicht Minister, aber im Bundestag bereits Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss, und dazu hatte er neben etlichen Ehrenämtern mehr als ein halbes Dutzend weiterer führender Funktionen in seiner Partei sowie in nationalen und internationalen politischen Gremien. Man muss fast an die 25. Stunde des Tages glauben, wenn man sich die Beanspruchung des Doktoranden KTG so recht ausmalen will. ...

http://www.zeit.de/politik/2011-02/guttenberg-ghostwriter
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