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Autor Thema: Und wie geht es in Nürnberg weiter? Ein Update  (Gelesen 543 mal)
Tom_
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« am: April 24, 2013, 00:40:08 »

Zuerst einmal gute Nachrichten. Seit 26.02.2013 habe ich Hilfe zur Pflege und Haushaltshilfe. Reicht zwar wie immer nicht aus, daber das ist ja der Normalfall. Aber es hilft dennoch deutlich. Über die Helfer und Helferinnen selbst kann ich nur Gutes berichten.

Leider ergab eine orthopädische Untersuchung am 22.04. ein erneutes Carpaltunnelsyndrom rechts. Neurologische Bestätigung folgt. Dann sobald die Schulter so weit ok ist wird die Hand erneut operiert. Die letzte CTS OP rechts war 2003.

Nun steht die Verlängerung der Hilfe über den April hinaus an. Ich habe diese bereits Anfang April beantragt und bis zum 20.04. keine Reaktion erhalten. Da die Zeit knapp wurde, mußte ich wieder einen Eilantrag beim SG Nürnberg stellen.

Als Reaktion auf meinen Eilantrag bekam ich heute einen Anruf vom Sozialamt Nürnberg, Hilfe zur Pflege. Hier der Ausschnitt aus dem Schreiben an meinen behandelnden Facharzt in der Folge:

Zitat
Damit Sie eine Vorstellung vom Verhalten des Nürnberger Sozialamt erhalten, möchte ich Ihnen kurz ein Ereignis von heute schildern. Dazu benötigt es allerdings auch die Vorgeschichte.

Wie Sie wissen, hat die Pflegeversicherung mir freundlicherweise einen Bedarf von 22 Minuten täglich bescheinigt. Die Einschätzung der Pflegeversicherung greife ich gerichtlich an. (Anmerkung: Klage in Vorbereitung) Es wurden u.a. die Auswirkungen der Depression, der Panikstörungen etc. völlig ignoriert. Den Bescheid über den Bedarf von 22 Minuten täglich legte ich dem Sozialamt im November 2012 vor. Es erfolgte keine Reaktion. Mit gleichem Schreiben hatte ich das Amt über die geplante Operation und den voraussichtlich zusätzlichen Bedarf (nach einem Gespräch in der Erler Klinik) in Kenntnis gesetzt.

Nach der Operation wurde vom leitenden Oberarzt der Erler Klinik Bereich Schulterchirurgie ein erweiterter Bedarf für etliche Wochen nach der OP ab dem 04.02.2013 bescheinigt. Dieser Bedarf wurde umgehend dem Sozialamt mitgeteilt. Es erfolgte keine Reaktion bis fast zwei Wochen nach der Entlassung. Dann wurde abgelehnt. Ich schaltete das Sozialgericht per Eilantrag ein. Prompt wurde die Hilfe bewilligt und am 26.02. erhielt ich endlich die nötige Hilfe.

Man teilte mir mit ich sollte das Amt in Kenntnis setzen, wenn weitere Hilfe über die bewilligte Zeit hinaus nötig sein. Dies war aber die ganze Zeit seit November 2012 klar. Anfang April teilte ich also noch einmal dem Sozialamt mit, dass weitere Hilfe nötig wäre, und listete die Bedarf nach Rücksprache mit u.a. dem Pflegedienst auf. Mein Hausarzt verweigerte mir leider jede Hilfe bei der Beantragung. Es erfolgte keine Reaktion. Am 20.04.2013 stellte ich wieder einen Eilantrag beim Sozialgericht. Das Gericht reagierte schnell.

Heute (23.04.2013) um 11.53 Uhr, ich kämpfte gerade mit einer heftigen Panikattacke (ich hatte gerade vor wenigen Minuten eine Lorazepam 1 mg genommen) und versuchte diese wieder in den Griff zu kriegen, da ich um 14.40 Uhr dringend zu meiner Physiotherapie musste, klingelte das Telefon. Es war ein Mitarbeiter des Sozialamts am Telefon, der mich barsch anfauchte, er sei von der Hilfe zur Pflege und er müsse morgen bei mir einen Ortstermin machen. Ich bat ihn darum sich ein wenig zurückzunehmen, weil es mir gerade nicht gutginge. Darauf hin wurde er noch heftiger. Ich sagte, dass ich erst nachsehen müsste, wie dieser Woche meine Termine verteilt wären. Ich hatte erst die neue Terminliste der Physiotherapie erhalten und noch nicht eingetragen. Er müsse das sofort wissen. Ich meinte, dass ich ihm das so schnell es mir möglich sei, mitteilen würde. Er forderte erneut eine sofortige Antwort. Ich meinte, er solle doch endlich auf meine Gesundheit Rücksicht nehmen, ich hätte ihm ja schon gesagt, dass es mir schlecht ginge. Er meinte dazu, dass ich doch selbst auf meine Gesundheit Rücksicht nehmen, solle in dem ich nicht laut werden solle. Inzwischen hatte ich einen stark erhöhten Puls, starke Übelkeit und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. Gleichzeitig setzte ein heftiger heißer Kopfschmerz halbseitig links ein und mir tränte das linke Auge. Ich machte ihm noch einmal klar, dass ich mich später nach der Überprüfung meiner Termine bei ihm melden würde. Wieder machte er Druck und versuchte mich auf eine Uhrzeit festzunageln. Ich sagte, dass ich ihm ja schon erklärte hätte, dass ich mich darum kümmern würde, sobald ich dazu in der Lage sei. Noch einigem hin und her gab er endlich Ruhe. Die Tortur dauerte eine geschätzte Ewigkeit, real wohl zwischen 10 und 15 Minuten.

Nach dem Telefonat stürzte ich im Flur. Habe jetzt eine Beule seitlich am Kopf links über dem Ohr. Schmerzen an der Hüfte. Mir ist speiübel. Mir tut der linke Arm weh. Ich bin auf ihn gefallen. In meiner rechten Schulter habe ich einen brennenden Schmerz.

Für den Termin musste ich den Termin beim Kardiologen von Donnerstag auf Montag verschieben. {Information aufgrund einer Überweisung des Neurologen-entfernt, da hier nicht relevant}

Es wird zum Termin mit dem SozA eine Mitarbeiterin der Leitung des Pflegedienstes anwesend sein. Die Pflegekoordinationsstelle der Stadt im Heilig Geist Spital hat sich der Sache angenommen und mir nach einem Telefonat mit dem Sozialamt erklärt, warum man beim SozA so reagiert habe. Es sei eine Reaktion auf meinen Eilantrag beim SG Nürnberg gewesen und das SG hätte ihnen aufgegeben unbedingt noch in dieser Woche die Weiterführung zu klären und nun seien sie sauer auf mich, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlten. Immer würde ich Ärger machen. Ärger? Ich beantrage nur, was ich unbedingt brauche, und gehe erst dann ans Gericht, wenn es sich um ein eiliges Verfahren handelt und das Amt einmal mehr nicht reagiert oder rechtswidrig ablehnt bzw. sich grundsätzlich nicht an geltendes Recht hält. Was ist daran falsch? Soll ich mich drangsalieren und mir nötige Hilfen verweigern lassen?

Beispielsweise habe ich zu einem wichtigen Antrag vom Januar 2013 bis heute keine Antwort erhalten, weswegen jetzt Untätigkeitsklage eingereicht wurde. Mir macht das auch keinen Spaß. Eigentlich möchte ich nur endlich meine Ruhe, aber ich brauche dazu nun einmal auch einige notwendige Hilfen. Es geht mir gehörig an die Substanz meine Kraft mit ständigen Kämpfen gegen schikanöse Amtsmitarbeiter aufbrauchen zu müssen. Zu mehr komme ich kaum noch.

Ich habe mit dem Amt Ärger, seit ich 2007 erstmalig von dort Leistungen erhielt. Man ließ mich mehrere Wochen ohne Geld. Erst als mein Bevollmächtigter persönlich beim Amt vorsprach und sie auf ihr Verhalten ansprach kam Bewegung in die Sache und die Leistungen wurden nachgezahlt. Ich hatte damals so starke Panikattacken und Blockaden, dass ich über fast drei Monat die Wohnung kein einziges Mal hatte, verlassen können.

Meine früheren Hilfen für andere finden nicht mehr statt. Die Internetsite ist geschlossen. Kreatives Schreiben, Hörspiele, 3D Grafiken? Keine Zeit mehr dafür, keine Kraft und keine Motivation. Ich schleppe mich nur noch von Tag zu Tag, warte auf die nächsten Schikanen und reagiere. Entweder allein, wenn es geht oder mittels meines Bevollmächtigten bzw. meines Anwalts. Ist das Lebensqualität? Ich weiß schon gar nicht mehr, was das ist. Es ist ein einziger Kampf, dessen Ende für mich absehbar ist, wenn mir irgendwann die Kraft ganz ausgeht.

Ich habe im Moment einen feuchten Umschlag am Kopf und lege mich jetzt wieder hin.

Die Informationen liegen auch dem vorsitzenden Richter vor. Hierfür ergänzte ich zusätzlich wie folgt:

Zitat
... ich erhielt heute um 11.53 Uhr einen Anruf des Sozialamts Nürnberg bezüglich der Vereinbarung eines Termins zur Feststellung der weiteren Leistungen aus der Hilfe zur Pflege.

Über den Ablauf dieses Gesprächs möchte ich Sie im Rahmen eines Ausschnitts aus meinem Schreiben an meinen behandelnden Neurologen Dr. R. in Kenntnis setzen. Mein Hausarzt Dr. S. wurde ebenso in Kenntnis gesetzt.

Im Zusammenhang ist wichtig, dass ich aufgrund meiner Erkrankungen keine Stresstoleranz mehr besitze. Ich bin nicht in der Lage derartiges Verhalten abzublocken und reagiere daher mit äußerst starken bis bedrohlichen psychosomatischen Reaktionen. Dieses Problem ist dem Sozialamt seit Jahren bekannt. Im Jahr 2008 führten Auseinandersetzungen mit dem Sozialamt zu mehreren Notarztbesuchen mit anschließenden Krankenhausaufenthalten u.a. wegen gefährlicher hypertensiver Krisen. 2009 erlitt ich nach einer heftigen wochenlangen Auseinandersetzung mit dem Sozialamt im Folge einen Schlaganfall mit Ausfall des Sprachzentrums. Dies alles ist dem Amt bekannt, änderte aber am Verhalten mir gegenüber nichts.

Es drängt sich mir der Gedanke auf, dass man sich der Probleme mit mir auf dem Wege des sozialverträglichen Frühablebens entledigen möchte. Hierzu passt auch das weitere Verhalten des Sozialamts Nürnberg im Hinblick auf die KdU Problematik als auch die Probleme mit sämtlichen gestellten Anträgen zur Hilfen im Rahmen meiner Erkrankungen, die grundsätzlich bisher alle abgelehnt wurden, obwohl von den behandelnden Ärzten für dringlich erforderlich erachtet und attestiert.

Ich kann es nur als Schikanen betrachten, die ohne Rücksicht auf Gefahr für meine Gesundheit und mein Leben vollzogen werden. ...
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