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Autor Thema: Kinder aus Hartz-IV-Familien: Familiencard auch bundesweit?  (Gelesen 6872 mal)
Patrik
Gast
« Antworten #30 am: August 04, 2010, 15:34:56 »

Hier im Schwimmbad steckt man seine Karte in ein Gerät, um durchs Drehkreuz zu kommen... da spielts keine Rolle ob ich sie vorher an der Kasse gekauft habe oder obs eine wär, die mir zugeschickt würde (kostenlos)

Ich sehe da keine Brandmarkung. (Es sei denn es gäbe verschiedene Automaten)

Wichtig wäre mir nur, daß jedes Kind ins Schwimmbad kann, wenn es möchte.

Dann bleib bei deiner Karte und diesem System zwinker

Aber nicht in ganz Deutschland hat man es ach so gut wie bei dir. zudem ist das nur ein beispiel mit dem schwimmbad

sollen bald überall automaten stehen? wer bezahlt das? der Nikolaus. Nein schlussendlich wir. und die Automatenhersteller reiben sich die Hände.
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #31 am: August 04, 2010, 15:53:49 »

Mir istes letztendlich egal wie die Kinder kriegen, was sie brauchen, solange sie es überhaupt bekommen und sich nicht gegen ihren Willen als kinder von ALG II Empfängern outen müssen.

Erst wenn wirklich feststeht was nun kommen soll, kann man das wirklich diskutieren...



Woodruff
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« Antworten #32 am: August 12, 2010, 13:48:15 »

Zitat
Der Hartz-IV-Chip

Eine elektronische Geldbörse für Kultur, Sport und Bildung: Ein Modellprojekt in Stuttgart zeigt, wie Familien vom Staat sinnvoll Unterstützung erhalten können.

Vollständiger Artikel: Tagesspiegel

« Letzte Änderung: August 12, 2010, 13:50:58 von Woodruff »

"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
Woodruff
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« Antworten #33 am: August 12, 2010, 13:50:31 »

Aus derselben Quelle:

Zitat
Wenn es sich nicht um eine freiwillige Leistung handelt wie die Familiencard, ist der stellvertretende Sozialamtsleiter Spatz aus Stuttgart jedoch grundsätzlich für eine Barzahlung an die Langzeitarbeitslosen. „Wir wollen, dass die Leute auch selbstständig wirtschaften, und trauen ihnen schon zu, dass sie das Geld ihren Kindern zugute kommen lassen“, sagt er. Aber wenn bei der Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils bundesweit keine Barleistung komme, dann sei eine Chipkarte besser als Gutscheine, die die Empfänger diskriminierten. „Heute sind so viele Karten im Umlauf, da würde eine solche Chipkarte viel weniger auffallen als Monopolygeld.“

Das sehe ich genauso.

"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
Lalelu
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« Antworten #34 am: August 12, 2010, 20:23:58 »



Viel Zeit um sich für ein bargeldloses Modell zu entscheiden bleibt denen nicht mehr.

Sollte die Chipkarte eingeführt werden......... wie ist das mit den Kartenlesegeräten ?
Werden extra Geräte benötigt, oder lassen sich ganz normale Geräte , welche etwa ec Karten zum bezahlen annehmen benutzen, wenn diese entsprechend kodiert werden ? Denn ansonsten könnte man ja auch mal eben zu Aldi gehen u. damit bezahlen.
Ich denke, daß das Ding einen enormen Aufwand kosten wird, auch finanziellen.

Und was wird es aus den jährlichen 100 € Schulgeld geben ?
Lalelu
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« Antworten #35 am: August 13, 2010, 08:11:24 »

Keiner da, der auf dem Sektor bewandert ist und sich mit Kartenlesegeräten auskennt ?

200 € stehen jetzt im Raum, mit denen die Karte pro Jahr aufgeladen werden soll.
Runde 16 Euro sind das im Monat.
Man muß also schon überlegen für was man die einsetzt, die langen , gemessen an den tatsächlichen Kosten der Eintrittspreise, Vereinsgebühren, Nachhhilfekosten, bei weitem nicht. Die Trulla hat weder Fahrtkosten, oder bei kleineren Kinder die Begleitkosten der Eltern eingerechnet, noch das nötige Zubehör für Sport u. Musik.

Ein Witz, wenn man die dauernden Kosten von Nachhilfe nimmt. Es sei denn man nimmt Dumpinglöhner  lol
Und der Nachhilfelehrer, etwa ein Student der sich nebenbei was verdienen möchte, verfügt wohl kaum über ein Kartenlesegerät.

« Letzte Änderung: August 13, 2010, 08:12:43 von Lalelu »
Berenike
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« Antworten #36 am: August 13, 2010, 09:16:38 »



Ich stell' das mal hier rein, habe nichts anderes gefunden, falls unpassend bitte verschieben

Gutschein für sportliche Teilhabe


Auszug aus der Internet-Präsenz:


Die Kosten für die Unterhaltung der Anlage sowie die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Jugendspieler sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Nichts desto trotz liegen wir mit einem Jahresbeitrag von 70.- € im Jugendbereich weit untern den Mitgliedsbeiträgen von Stadtvereinen in unserer Nähe, die inzwischen Beträge zwischen 100 - 150,- € pro Jahr verlangen.


    *  jedes Mitglied muss pro Saison 8 Arbeitsstunden leisten.
    * b. von der G-Jugend bis zur C-Jugend leisten die Eltern die Stunden.

(1 Kind = 8 Stunden, 2. Kind = 4 Stunden, 3. Kind = 2 Stunden)

    * 2.) In welcher Form können Arbeitsstunden geleistet werden?
    * a. als tatsächliche Arbeitsstunde bei Arbeitseinsätzen und Veranstaltungen
    * b. Kuchenspende = 1 h und Salatspende 0,5 h
    * c. Sponsorenvermittlung (Bewertung je nach Sponsor)
    * d. wahlweise 5.- € = 1 h


Im Rahmen meiner gestrieben Anfrage bekam ich noch folgendes zu hören:

Einen Sozial Tarif gibt es nicht.

Die Eltern sind gefordert immer fleißig zur Verfügung zu stehen, z.B. werden immer Fahrer mit ihren PKW gebraucht, um die Auswärtsspiele anzusteuern und auch um bei Festen zu helfen, z.B. Kuchen backen.

Im rollierenden Verfahren wäscht jede Woche eine Spieler-Mutter die Trickots.

Was braucht man ? (Für einen 12-hährigen hier als Beispiel)

Kickschuhe outdoor:      74,00 €    (die sind nur eine Saisson brauchbar)

....................indoor:    60,00 €

Sporttasche   ab          30,00 €

Trainingsanzug ca.        30,00 €

Sch’beinschoner  ab      20,00 €


Das sind die Angaben, die mir gestern ein Vater, eines 12-jährigen gemacht hat.

Ich selbst habe davon keinen Schimmer und habe mich darauf hin mal im Netz umgeschaut und würde sagen: das sind so die Mittelwerte. Besonders bei den Schuhen sollte man auch auf Qualität achten, wurde mir gesagt.( -Das verstehe sogar ich.)
Aktivitäten sind auch sehr wichtig, z.B. in der Sommerpause mind. Ein Ausflug, die Eltern sollten mitkommen, die müssen ja die Jungs transportieren.


So, jetzt haben wir also einen „Gutschein“ im Wert von 200 € / Jahr und einen heranwachsenden, kleinen, wilden, der sooo gerne mit seinen Kumpels das alles erleben möchte ! 


(Es handelt sich um einen ländlichen Verein.)


Berenike



Dieter 66
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« Antworten #37 am: August 13, 2010, 10:59:28 »

Dazu heute in der WAZ
Also, nicht nur für H4 Kinder.

Kritik an Chipkarte für Hartz-IV-Kinder

Essen/Berlin.  In der Diskussion um eine bessere Unterstützung für arme Kinder setzt die Regierung auf eine Bezahlkarte. Es regt sich aber auch Kritik.

Gut ein halbes Jahr nach dem Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts werden die Regierungspläne für eine Besserstellung der Kinder aus armen Familien konkreter. Statt der bislang diskutierten Bildungsgutscheine ist im Bundesarbeitsministerium nun eine Bezahlkarte mit einem Chip im Gespräch. Allerdings gibt es auch Kritiker.

Die Idee: Auf der Chipkarte könne ein vom Bund zur Verfügung gestelltes Guthaben gespeichert sein, mit dem die Kinder dann etwa Vereinsbeiträge, Schwimmbadeintritte oder Nachhilfestunden bezahlen könnten. Anders als reine Sozial-Gutscheine könnte die Chipkarte auch allen anderen Kindern zur Verfügung gestellt werden.


Link dazu:



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Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
Berenike
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« Antworten #38 am: August 13, 2010, 15:22:42 »



@Dino - Dieter,

ich habe das ein bisschen schlecht geschrieben.

-Die Ausflüge sind nicht im Mitgliedsbeitrag enthalten. Die Benzinkosten der Eltern, werden nicht erstattet.

Dieses Jahr haben die "Nachwuchskicker", gemeinsam mit einigen Eltern wohl einen Ausflug in einen Freizeitpark unternommen, für einen vollen Tag, zahlten die Kinder 21,50 € / pro Kind und die Erwachsenen 31,00 €. (Kinder bis 3 LJ sind eintrittsfrei).

(Man erzählte gestern, dass die Teilnahme sehr gering ausgefallen sei...) - Wenn einer ein Handwerker - Einkommen hat und zwei Kinder: na, kann ich mir auch vorstellen, daß der sich das drei Mal überlegt !!!

Was soll die Scheinheilige Debatte - nach dem Urteil vom 09.02.10 - um Teilhabe, Bildung und blablabla...Musik und Sport...?

- Da hast Du noch kein Eis gehabt und nix getrunken.


.....
Dieter 66
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« Antworten #39 am: August 13, 2010, 15:30:39 »

@Berenike

Hinzu kommt noch. Welcher Jugendlicher/Kind will heute noch in einen Sportferein?
Oder gar, Musik, Schwimmen.
Meiner ist 16. Er und seine Kumpels, (Paar von ihnen H4 Eltern, na und?)
wollen all dies überhaupt nicht!
Mein Sohn und co interessiert fast ausschliesslich für high and low. Scheiss Sport.
Musik und das ganze Zeug. Die befassen sich mit Internet HPs, Blogs und Foren
erstellen verwalten. Aber nicht mehr für schwimmen.

Fazit. Man fragt die Blaggen erst gar nicht. Und ich, werde ihn zu garnichts
zwingen überreden.

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« Antworten #40 am: August 13, 2010, 23:02:49 »



Das was Berenike aufführt kann ich zum größten Teil bestätigen. Betrifft aber nicht nur ländliche Vereine.

Trainingsanzüge werden zum größten Teil vom Verein bezahlt, die ca. 30 € sind Eigenanteil.
Schuhe kann man günstiger bekommen, wenn Auslaufmodelle kauft.
Sporttaschen ebenso.
canigou
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« Antworten #41 am: August 17, 2010, 14:06:22 »

Ein, wie ich finde, gelungener Beitrag der taz zum Thema Chip-Karte:

Zitat
(...) Es ist ein Fehler, die Debatte um die Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger mit der Bildungsfrage zu verquicken. Kinder aus benachteiligten Familien brauchen eine breit finanzierte verlässliche Förderung durch frühen, verpflichtenden Deutschunterricht, Förderstunden, Mittagessen, Ganztagsschulplätze - und das kann die Chipkarte nicht leisten. Was jetzt droht, ist auch bürokratisches Chaos. Diese politische Energie sollte in andere Projekte zur Bewältigung der Bildungsfrage fließen.

Quelle und zum gesamten Artikel "Auf die falsche Karte gesetzt"
Lalelu
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« Antworten #42 am: August 17, 2010, 16:00:13 »

Ein, wie ich finde, gelungener Beitrag der taz zum Thema Chip-Karte:

Quelle und zum gesamten Artikel "Auf die falsche Karte gesetzt"

Ich behaupte anderes, als das, daß der Artikel gelungen ist.

Zitat
Es ist ein Fehler, die Debatte um die Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger mit der Bildungsfrage zu verquicken. Kinder aus benachteiligten Familien brauchen eine breit finanzierte verlässliche Förderung durch frühen, verpflichtenden Deutschunterricht, Förderstunden, Mittagessen, Ganztagsschulplätze - und das kann die Chipkarte nicht leisten. Was jetzt droht, ist auch bürokratisches Chaos. Diese politische Energie sollte in andere Projekte zur Bewältigung der Bildungsfrage fließen.
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2010%2F08%2F17%2Fa0097&cHash=36f95700b2

Hauptsächlicher Grund der Defizite, welche inzwischen in D bei den Kindern auftreten, sind die chaotischen Zustände innerhalb der Schulen.
Da sollte man ansetzen, denn Kinder sind unabhängig ihrer Herkunft dumm, oder intelligent.
Dieter 66
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« Antworten #43 am: August 17, 2010, 16:07:28 »


Hauptsächlicher Grund der Defizite, welche inzwischen in D bei den Kindern auftreten, sind die chaotischen Zustände innerhalb der Schulen.
Da sollte man ansetzen, denn Kinder sind unabhängig ihrer Herkunft dumm, oder intelligent.

Genauso mussten auch wir dies erleben mit unserem Sohn.
Obwohl, jeder Politiker will/wollte Lehrer einstellen. Es gibt genug.

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Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
canigou
Gast
« Antworten #44 am: August 17, 2010, 16:20:09 »

In dem Artikel war ja auch von "eine(r) breit finanzierte(n) verlässliche(n) Förderung" die Rede. Und diese gilt es m.E. auch umzusetzen.  Smeil
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