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Autor Thema: Von der Leyen will "Bürgerarbeit"  (Gelesen 2293 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: Mai 31, 2010, 09:57:25 »

ABM 2.0
Von der Leyen will "Bürgerarbeit"
Gemeinnützge Arbeit für Langzeitsarbeitslose sind keine besonders neue Idee, Arbeitsministerin Von der Leyen will trotzdem mit "Bürgerarbeit" jedem eine Chance geben.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will rund 33.000 schwer vermittelbaren Arbeitslosen durch eine so genannte "Bürgerarbeit" wieder zu einem Job verhelfen. Die Ministerin sagte der "Bild"-Zeitung: "Hier geht es um diejenigen, die ganz miserable Chancen haben, einen regulären Job zu finden. Jeder bekommt eine Chance. Das zeigt, dass wir es ernst meinen mit dem Arbeitsangebot."

Die gemeinnützige "Bürgerarbeit" könnte darin bestehen Parks oder Straßen zu säubern und soll nach den Plänen der Ministerin auf drei Jahre beschränkt sein. Die Arbeitslosen könnten dabei nach Angaben der Zeitung 900 Euro brutto verdienen. Die Arbeitszeit soll 30 Stunden pro Woche betragen.

Geplant sind geringere Abzüge. So soll auf "Bürgerarbeit" keine Arbeitslosenversicherung abgeführt werden müssen.
Neue, alte Idee

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Hannelore Kraft hatte im März für einen ähnlichen Vorschlag heftige Kritik aus der Union geerntet. Sie hatte die Schaffung unbefristeter gemeinnütziger Jobs für nicht vermittelbare Hartz IV-Empfänger ohne weitere Entlohnung angeregt.

Bisher ist ein Zuverdienst für ALG II-Empfänger lediglich auf der Schiene der "Ein-Euro-Jobs" möglich. Auch diese Arbeitsmöglichkeiten bewegen sich häufig im Bereich gemeinnütziger Arbeit.

dpa


Quelle

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Dopamin
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« Antworten #1 am: Mai 31, 2010, 11:03:30 »

...
Die gemeinnützige "Bürgerarbeit" könnte darin bestehen Parks oder Straßen zu säubern und soll nach den Plänen der Ministerin auf drei Jahre beschränkt sein. Die Arbeitslosen könnten dabei nach Angaben der Zeitung 900 Euro brutto verdienen. Die Arbeitszeit soll 30 Stunden pro Woche betragen.

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Bisher ist ein Zuverdienst für ALG II-Empfänger lediglich auf der Schiene der "Ein-Euro-Jobs" möglich. Auch diese Arbeitsmöglichkeiten bewegen sich häufig im Bereich gemeinnütziger Arbeit.

dpa


Quelle

Hab da mal n bissi gekürzt dawardochwas

Das ist doch in beiden Fällen gleich grenzwertig bezüglich "Verdrängung regulärer Beschäftigung"...
Naja, es müssen wohl noch ein paar mehr z.B. Grünlinge ihren Job verlieren und als EEJ/Bürgerarbeiter "wiedereinsteigen" bevor...

Naja, mir fällt eh nur noch selten was dazu ein, wenn ich mich denn mal mit dem beschäftige, was so zur Zeit abgeht: Der Rücktritt vom hessischen Küchenchef, die Kürzungspläne im Bereich der Transferleistungen, der Koalitionswirrwarr in NRW... usw...  peace sagnix

Dopamin

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Adimin
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« Antworten #2 am: Mai 31, 2010, 11:57:36 »

An sich, so gaaaaanz ansich, ist die Idee eigentlich nicht schlecht. Also die Bürgerarbeit.
Wenn dann auch normal bezahlt würde.
Und:
Leider , leider sind es doch keine richtigen Jobs.
Lübeck will sich ja auch da bewerben.
Nur: Ein Rauskommen aus H4 ist da nicht möglich.
Denn es werden keine Sozialabgaben entrichtet. Also keine Arbeitslosenversicherung.
Bleibt nach Ende der Arbeiten nur wieder Hartz4

Das ist eine Verschlechterung gegenüber der BSHG zeiten.
Damals hat die Stadt Lübeck Menschen aus der Sozialhilfe eingestellt mit Zeitverträgen. Zumeist ein halbes Jahr . Aber voll Sozialversicherungspflichtig und die Menschen hatten Anspruch auf Arbeitslosenhilfe.

Das war wenigstens ein Schritt aus der Sozialhilfe heraus.

So ist es auch nix anderes als EEJ.

lieselotte
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« Antworten #3 am: Mai 31, 2010, 13:00:13 »

Es ist grundsätzlich schlecht, wenn diese "Bürgerarbeit" nicht freiwillig geleistet wird. Und freiwillig ist sie doch ganz sicher nicht. Also stehen bei Verweigerung wieder Sanktionen an.
lieselotte
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« Antworten #4 am: Mai 31, 2010, 13:18:14 »

Hier nachzulesen:   Quelle


Hier noch etwas dazu:   Quelle

Lalelu
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« Antworten #5 am: Juni 01, 2010, 08:01:29 »

Jobcenter Gaarden bewirbt sich um Fördergelder

Das Bundesministerium für Arbeit hat die Arbeitsagenturen aufgerufen, Modellprojekte für "Bürgerarbeit" einzureichen.
Sie sollen sozialversicherungspflichtige Arbeit für jene Menschen anbieten,die auf dem regulären Arbeitsmarkt schlechte Chancen haben.
Auch das Jobcenter Gaarden bewirbt sich um diese Fördergelder, wie  Geschfäftsführer Gerwin Stöcken dem Orstbeirat berichtete.

"Wir möchten 200 Arbeitsplätze in Gaarden und auf dem Ostufer schaffen", sagt Stöcken.
"Unsere Zielgruppen sind Familien, in denen beide Elterteile arbeitslos sind, und alkoholgefährdete Menschen".
Es handeles ich um 30 Wochenstunden Jobs, die auf 3 Jahre befristet sind und rund 1000 Euro Netto einbringen würden.
Einen Anspruch auf ALG I gibt es danach nicht.
"Die Arbeiten müssen dem Gemeinwohl dienen, sie dürfen keine regulären Arbeitsplätze ersetzen". erklärt Stöcken.
Eine Möglichkeit für solche Arbeitsplätze sieht er etwa bei Vermietern und Wohnungsbaugesellschaften.
"Mit Bürgerarbeit könne man Hinterhöfe verschönern und für die Nachbarschaft öffnen".
"Wenn man die Wohnsituation mancher Jobcenter Kunden kenne, würde man verstehen, warum jemand lieber auf dem Vinetaplatz sein Bier trinke", so Stöcken.
"Wenn wir da nicht helfen, versacken ganze Wohnblocks".

Es gibt viele, die in dieser Zeit ihre Sucht im Zaun halten können - doch was passiert danach ?" fragt Stöcken.
Mit einer Laufzeit von 3 Jahren böte die Bürgerarbeit mehr Chancen, eine neue Zukunft aufzubauen.

Der Orstbeirat begrüßet die Initiative ausdrücklich.

Zitat Ende, Quelle: Kieler Express

 nahrr nahrr nahrr nahrr nahrr nahrr nahrr nahrr

_________________________________________________


Weg mit den Alkoholkranken vom und rund um den Vinetaplatz, rein in die sichtgeschützten Hinterhöfe zum Biertrinken.
Suchtbekämfung ala Stöcken  nahrr

Familien dann also als Bürgerarbeit Aufstocker. nahrr

Und Gemeinwohl ist ja wohl der allergrößte Witz......................"Vermieter, Wohnungsbaugesellschaften".......als Auftraggeber, also doch weiterhin Vernichtung von regulären Arbeitsplätzen im Bereich Landschaftsgärtnereien.

Dopi, da haben wir ja noch mal Glück gehabt, wir gehören nicht zum Kundenkreis  u. sind Stöcken von der Schippe gesprungen  rooopfl



« Letzte Änderung: Juni 01, 2010, 08:02:39 von Lalelu »
Dopamin
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« Antworten #6 am: Juni 01, 2010, 11:03:50 »

Ich weiss, warum ich mich nicht in bestimmte Stadtteile deportieren (welch böses Wort!) lasse  Teufelchen Teufelchen Teufelchen

Dopamin

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lieselotte
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« Antworten #7 am: Juni 01, 2010, 11:14:47 »

Wollen wir nicht mal realitisch sein?

Irgendwann wird es keine Kohle mehr geben ohne Gegenleistung. Welche Rolle spielt das dann noch, wo du wohnst?
Lalelu
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« Antworten #8 am: Juni 02, 2010, 07:37:04 »



Dann muß man sich halt wie jetzt auch dagegen wehren und denen den Vortritt lassen, die sich auch jetzt um die 1 € Jobs fast kloppen.
So viel Bürgerarbeit können die gar nicht schaffen, wie sie an Hartzer haben.
Die ganzen 1 € Jobs u. "Weiterbildungs"maßnahmen sind doch schon jetzt ein Schuß der nach hinten los ging u. die Bürgerarbeit ist nur ein kläglicher Versuch eine Altenative zu schaffen.
Ich sehe dem gelassen entgegen.
Archetim
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Wer nicht arbeitet, muss auch nicht essen!


« Antworten #9 am: Juni 02, 2010, 11:20:38 »

Die "Bürgerarbeit" ist ein alter Hut, der jetzt mit einem neuen Namen daher kommt.
Von Westerwelles spätrömisch-dekadenten Hartzies über Kochs arbeitsfaule Sozialschmarotzer bis hin zu Münteferings tollem Spruch "Wer nicht arbeitet muss auch nicht essen" .... alles schon in ähnlicher Form gesagt und geschrieben.

Und genau wie bei allen anderen Versuchen geht es der politischen Klasse in erster Linie um Stimmungsmache gegen die Hartzies. Die, die wenig haben, müssen aufgehetzt werden gegen die, die nichts haben. Damit die, die wenig haben, zufrieden alle Kürzungen bei den ganz Schwachen gutheißen und gleichzeitig jede Kröter schlucken um ihren Job zu behalten - denn zum Präkariat will ja niemand gehören.

Der sozialökonomische Holocaust hat in Deutschland Einzug gehalten. Später will es wieder niemand gewesen sein - Anonym
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