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Autor Thema: Vorabversion des Buches: Aufruf zur Revolte  (Gelesen 5784 mal)
Tom_
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« am: September 17, 2013, 18:02:17 »

»Der Schritt in die Öffentlichkeit ist eine demokratische Notwendigkeit«

Wenn Politik auf dem Firmenparkplatz endet, ständig neue Kriegseinsätze drohen und Whistleblower für Ihren Dienst an der Bürgergesellschaft weggesperrt werden, steigt der Politikverdruss – nicht nur in Deutschland. Dabei entstehen gerade jetzt immer mehr Ansätze für eine neue interaktive politische Öffentlichkeit.

Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. beschäftigen sich als Künstler und politische Aktivisten mit den entmutigenden und ermutigenden Seiten einer brandgefährlichen Situation.

In einem rasanten Aufruf voller Wut und Poesie drücken sie aus, was quer durch die politischen Lager von Vielen gedacht, aber nur selten in dieser Klarheit ausgesprochen wird. Ihr Fazit lautet eindeutig:

»Duckt Euch nicht! Steht auf! Stellt Euch zornig gegen die Energie der Zerstörung!«

http://www.randomhouse.de/Aufruf_zur_Revolte_Eine_Polemik_von_Konstantin_Wecker_und_Prinz_Chaos_II/aid48077.rhd?mid=10335

AUSZÜGE aus dem Inhalt

Niemand würde ernstlich bestreiten, dass ein »Weiter so!« den sicheren Weg in ein globales Desaster bedeutet. Wir wissen, dass da ein Abgrund ist.


Wir erkennen dunkel die Umrisse eines weltweit operierenden Überwachungsstaates – und wer die Nase in diesen bösen Wind zu halten wagt, der kann auch den Verwesungsgeruch schmecken, der durch die Parlamente unserer Vorzeigedemokratien zieht.


Verwanzt man denn unter Freunden Botschaften und Behörden? No Sir!


In der wirklichen Welt regiert das Kapital der Konzerne. Die Anlageform öfter als die Schuhe wechselnd, kennt es keine dauerhafte Bindung an Länder, Völker, Staaten. Wo es sich in der realen Welt behindert sieht, nutzt es heute dieses, morgen jenes staatliche Gebilde für die ewig gleichen Zwecke eines weltweiten Klassenkampfs von oben.


Darüber hinaus können wir uns eine solidarische Ökonomie sehr wohl vorstellen, und es kann nicht sein, dass unsere Demokratie auf dem Firmenparkplatz endet.

Friede den Hütten – Krieg den Palästen!
Diese geldsüchtigen Irren gehören gebrandmarkt, geächtet, aus dem Geschäftsverkehr gezogen und gesellschaftlich unschädlich gemacht. Nach den an die 99% der Menschheit gerichteten Titeln »Empört Euch« und »Engagiert Euch« und »Vernetzt Euch« rufen wir ihnen deshalb auf gut Bayerisch zu: »Schleicht’s euch!« (»Haut ab! «)


Gewinne werden privatisiert. Verluste vergesellschaftet.


Was für einen Kulturverrat begeht dagegen unsere Bildungspolitik? Welches Massaker an den Geisteswissenschaften unsere Universitäten erlebt haben, spottet jeder Beschreibung. Und zu den beklagenswertesten Aspekten der Verarmung in Deutschland gehört die musische und sprachliche Verarmung.


Anstand! Zivilcourage! Bürgerpflicht!
Seit Snowden scheint der Würgegriff der Angst aufzubrechen. Immer mehr Menschen kommunizieren nach dem Motto: »Bist Du restlos archiviert, schreibt es sich ganz ungeniert«.


Was muss noch passieren, bis auch wir aus unserem Dornröschenschlaf erwachen und uns beispielsweise der Tatsache stellen, dass die glänzenden Erfolge beim »Abbau der Arbeitslosigkeit« auf Billiglohn und Zeitarbeit basieren? Wer aber bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist, hat keinen Arbeitgeber mehr, sondern einen Zuhälter, wie Volker Pispers richtig sagt.


Kann man sich nun auch in Deutschland 'räumungsfreie Zonen' vorstellen, wo die örtlichen Behörden die Zwangsräumungen von Wohnungen nicht mehr unterstützen? Bayerische und thüringische Feuerwehrleute, die es ihren Kameraden auf Ibiza und in Galizien oder aragonesischen Schlüsseldiensten gleich tun und sich weigern, bei der Exekution von Räumungsbeschlüssen zu helfen? Auch in Spanien haben die Allerwenigsten mit solch betörenden Schönheiten einer gesamtgesellschaftlichen Revolte gerechnet.


Alles ist möglich, wenn Leute zu sich selbst stehen; wenn sie als Einzelne und als Menge aufstehen für ihre Träume und Rechte; wenn sie mit Stolz und Tränen in den Augen stehen bleiben – und wieder aufstehen, wenn sie niedergeschlagen werden.

Du bist aber allein? Du bist aber machtlos? Soweit wir sehen können, hat Edward Snowden eine sehr einsame Entscheidung getroffen und dann gehandelt. Alleine zu sein und machtlos zu sein, ist durchaus nicht dasselbe.
« Letzte Änderung: September 17, 2013, 18:06:08 von Tom_ »
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