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Autor Thema: Was der Mitte das Leben vermiest  (Gelesen 608 mal)
Rudi Wühlmaus
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Wissen ist Macht


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« am: Juni 17, 2010, 14:07:34 »

Was der Mitte das Leben vermiest

Deutschlands Mittelschicht plagt Zukunftspanik. Viel größer als die Abstiegsangst sind die Sorge um die Chancen der eigenen Kinder - und die wachsende Wut auf das Versagen der Politik.

Göttingen - Droht Deutschlands Mittelschicht der Absturz? Eine jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) attestiert dem Mittelbau der Gesellschaft "Statuspanik".

Das aber ist nur die eine, die schlechtere Seite. Denn gleichzeitig zeigt die Mitte ein großes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten - und präsentiert sich als krisenerprobt und krisengestählt. Sie hat ihr Leben im Griff, trifft Vorsorge, lernt dort hinzu, wo es nötig ist, verändert sich dann, wenn Stagnation zur Gefahr werden könnte.

Die nötige Kraft dafür schöpft die Mitte aus der Familie. Exakt hier aber keimen die Hauptsorgen dieser Schicht.

Eltern fürchten nicht unbedingt den eigenen Abstieg; aber sie sind pessimistisch, was die Zukunft ihrer Kinder angeht. Noch düsterer erscheinen der Mitte die Aussichten des bundesdeutschen Gemeinwesens schlechthin.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Befragung, die Göttinger Politikwissenschaftler unter der Regie der Q-Agentur für Forschung aus Mannheim während des Wahlkampfs und nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen, gestartet haben (siehe Kasten).

Kein Vertrauen mehr in die Politik

Demnach erwartet die Mitte im Grunde nichts mehr von der Politik. Ohne große Emotionen, kühl und realistisch setzen die Menschen im sozialen Zentrum voraus, dass der Raum für jeden Politiker - selbst wenn er besten Willens und von einiger Güte wäre - denkbar knapp bemessen ist.

In der Woche nach den Landtagswahlen fand sich unter den Mitte-Zugehörigen in NRW, die an der Erhebung teilnahmen, niemand, der freudige Erwartungen in eine der seinerzeit noch zirkulierenden Koalitionsvarianten gesetzt hätte. Der Tenor war fatalistisch: Wer auch immer künftig die Regierung bilden oder anführen würde, entscheidende Auswirkungen für das eigene Leben und die Strukturen im Bundesland seien keinesfalls zu erwarten.

Auch Wähler der Sozialdemokratie aus diesem Spektrum der Mitte rechneten nicht mit einem wie auch immer identifizierbaren "Politikwechsel", den die Spitzenkandidatin der SPD, Hannelore Kraft, doch Tag für Tag in Aussicht stellte. Auch zeigten sich die Befragten gegenüber den Aufgeregtheiten und Winkelzügen rund um die Koalitionsbildung gleichgültig. Es tangiert sie im Gros nicht im geringsten.

Die Mitte hat ihre eigenen Sorgen und Nöte. Fünf Themen beschäftigen sie besonders:



    * 1. Teil: Was der Mitte das Leben vermiest
    * 2. Teil: Miese Bildungspolitik
    * 3. Teil: Erbarmungsloser Wettkampf
    * 4. Teil: Angst vor dem sozialen Abstieg
    * 5. Teil: Ende der Solidarität
    * 6. Teil: Verwahrlosung der politischen Sitten


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Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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