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Autor Thema: Wikileaks-Gründer verhaftet  (Gelesen 672 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: August 21, 2010, 17:15:59 »

Verdacht auf Vergewaltigung: Wikileaks-Gründer verhaftet

Er hat für politischen Wirbel gesorgt, als er geheime Afghanistan-Dokumente ins Netz stellte. Jetzt ist Julian Assange, Gründer der Internet-Plattform Wikileaks, verhaftet worden - aus ganz anderen Gründen: Ihm werden eine Vergewaltigung und eine Belästigung vorgeworfen. Bei Wikileaks vermutet man schmutzige Tricks. Ein Sturm der Entrüstung auf Twitter vermutet Verschwörungen.

HB STOCKHOLM. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Stockholm bestätigte am Samstag einen entsprechenden Zeitungsbericht. Der Haftbefehl sei am Freitagabend erlassen worden, sagte Sprecherin Karin Rosander. Assange "sollte sich bei der Polizei melden", mahnte sie.

Der Wikileaks-Gründer wies die Vorwürfe zurück. Assange erklärte über den Kurzmitteilungsdienst Twitter: "Diese Vorwürfe entbehren jeder Grundlage, und dass sie zu diesem Zeitpunkt erhoben werden, ist zutiefst beunruhigend." Wikileaks hatte Ende Juli knapp 80 000 bis dahin geheime US-Militärdokumente über den Krieg in Afghanistan veröffentlicht. In der vergangenen Woche kündigte Assange die Veröffentlichung von 15 000 weiteren Dokumenten über den zunehmend umstrittenen Einsatz an.

Der Australier Assange war in der vergangenen Woche bei einem Seminar der schwedischen Sozialdemokraten aufgetreten und hatte mehrere Interviews gegeben. Wo er sich am Samstag aufhielt, war zunächst unklar. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bezieht sich der Haftbefehl auf zwei verschiedene Ereignisse, in einem Fall werde Assange Vergewaltigung, in dem anderen Belästigung vorgeworfen. Der Haftbefehl sei wegen Verdunklungsgefahr erlassen worden.

Wikileaks erklärte via Twitter, nachdem die Organisation die Veröffentlichung weiterer Afghanistan-Dokumente angekündigt habe, sei sie vor "schmutzigen Tricks" gewarnt worden. "Jetzt haben wir den ersten", hieß es in Anspielung auf die Vorwürfe gegen Assange. Die Betreiber der auf Enthüllung von Geheimdokumenten spezialisierten Website sind größtenteils unbekannt, einzig Assange und ein Deutscher, der sich Daniel Schmitt nennt, treten öffentlich auf. Der Name Daniel Schmitt ist allerdings ein Pseudonym.

Im Internet ist unterdessen ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen.

Nur Minuten nach der Nachricht, dass der Haftbefehl ausgestellt wurde, brach beim Kurznachrichtendienst Twitter ein Sturm der Entrüstung aus: Verschwörung und Rufmord an Julian Assange, lautete dabei fast einhellig das Urteil der Twitter - Nutzer. "Ich würde mich nicht wundern, wenn das eine Geheimoperation ist, um Wikileaks fertigzumachen. Das ist nur der Anfang", meinte Twitterschreiber nutzareus.

"Sie hatten ja gesagt, dass sie ihn kriegen, und ich glaube nicht eine eine Minute, dass Julian Assange von Wikileaks jemand vergewaltigt hat", schrieb darkker auf einer von Wikileaks verlinkten Twitter-Seite. "Tolles Timing", meinten andere zu den Vorwürfen nur wenige Wochen nachdem Wikileaks Tausende Pentagon-Dokumente zum Afghanistankrieg veröffentlicht hatte.

AnOceanofMind schrieb, die Vorwürfe seien völlig haltlos und "sehr beunruhigend". javiertorres76 meinte: "Wir wurden ja gewarnt, dass es schmutzige Tricks geben würde. Nun haben wir den ersten." AmaturRahman zeigte sich ebenfalls skeptisch: Der Zeitpunkt für die Anschuldigungen sei schon sehr verdächtig. chrisfishlock twitterte, dass wohl damit nur versucht werden solle, Julian Assange daran zu hindern, weitere Regierungsgeheimnisse zu verraten. quietriot_girl meinte allerdings, die Anschuldigungen könnten nicht einfach abgetan werden.


Quelle

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« Antworten #1 am: August 21, 2010, 23:32:50 »

"In einer Welt der universellen Täuschung ist das Ausdrücken von Wahrheit ein revolutionärer Akt".
Georg Orwell
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...der dann gelegentlich von verbrecherischen Staatsterror bestraft werden soll, könnte man ergänzen.
Das dieser dann allerdings so offentsichtlich ist, stimmt schon sehr bedenklich.
Scheint schon fast "normal" zu sein, in unserer "schönen neuen Welt".
Gruselig !

„Die Würde des Menschen steht unter Finanzierungsvorbehalt“

Wird Unrecht zu "Recht", wird Kämpfen zur Pflicht!
ichhabefertig
Gast
« Antworten #2 am: August 22, 2010, 12:16:44 »

Julian Assange kann aufatmen. Schwedische Staatsanwälte haben den Haftbefehl gegen den WikiLeaks-Gründer aufgehoben - an den kurz zuvor bekannt gewordenen Vergewaltigungsvorwürfen sei nichts dran.

Stockholm - Der Verdacht war so schnell wieder aus der Welt, wie er aufgekommen ist. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hat am späten Samstagnachmittag den Haftbefehl gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange aufgehoben - der Verdacht auf Vergewaltigung sei unbegründet, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Die Stockholmer Justizsprecherin Eva Finné sagte: "Es gibt für mich keinen Grund zu dem Verdacht mehr, dass er eine Vergewaltigung begangen hat." Die Ermittlungen können aber fortgeführt werden, sagte Staatsanwaltschaftssprecherin Karin Rosander.


Auslöser waren die Aussagen zweier Schwedinnen, die Assange Vergewaltigung sowie sexuelle Nötigung vorwarfen. Sie hatten berichtet, zunächst freiwillig Sex mit dem 39-jährigen Australier gehabt zu haben. Dabei sei er gewalttätig worden. Beide Frauen gingen zur Polizei, erstatteten aber keine Anzeige.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,713051,00.html
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