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Autor Thema: Wirtschaftsminister Rainer Brüderle: "Die Rentengarantie abschaffen"  (Gelesen 2599 mal)
canigou
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« am: Juli 26, 2010, 09:33:17 »

Zitat
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will die Rentengarantie, die Ruheständler vor Minus-Runden schützt, wieder aufheben. An Steuerentlastungen in dieser Wahlperidode hält er fest.

(...) "Es wird nicht dauerhaft funktionieren, die Rentenentwicklung von der Lohnentwicklung abzukoppeln, denn die Renten müssen zunächst erwirtschaftet werden. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir von der Rentengarantie wieder abkommen und zu den normalen Mechanismen bei der Rentenanpassung zurückkehren sollten." (...)

Quelle: Rheinische Post

Auch äussert er sich zum Thema Mindestlöhne...  pfeifen
Dieter 66
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Je öfter man Geburtstag hat, je älter wird man!!


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« Antworten #1 am: Juli 26, 2010, 10:18:35 »

KLar. Als nächstes dann Sozialsystem stark einschränken.
Zurück vor Bismarck.
Na ja. Jetzt wird wohl diese FDP von niemanden gewählt werden.
Hoffe ich doch mal. schlagk

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
Woodruff
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« Antworten #2 am: Juli 26, 2010, 10:19:49 »

Wenn die Löhne höher wären, würde auch mehr Geld in die Rentenversicherung und die anderen Sozialkassen eingezahlt. Dann bräuchte man auch nicht die Rentenentwicklung von der Lohnentwicklung abzukoppeln.

Aber niedrige Löhne sind ja bei der FDP seit Jahrzehnten Programm:

Der Spiegel  16/1985

Stellt sich noch die Frage, wo denn die von Haussmann angekündigte Vollbeschäftigung bleibt  deenk


"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
Lalelu
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« Antworten #3 am: Juli 26, 2010, 10:29:54 »



Dieser Typ ist als gefährlich zu betrachten.

Nach der Sommerpause wird es auf allen Ebenen richtig krachen im Gebälk, es wird einen sozialen Kahlschlag geben.
Das steht fest !

Zitat
Brüderle: Auch hier halte ich einen staatlich vorgegebenen Mindestlohn nicht für den richtigen Ansatz. Ich teile nicht die Sorge, dass der deutsche Arbeitsmarkt mit billigeren Zeitarbeitern überschwemmt wird, wenn der Markt im nächsten Frühjahr für die EU-Beitrittsstaaten ganz geöffnet wird. Im Gegenteil: Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels sollten wir die Öffnung als Chance begreifen.

Die osteuropäische EU Öffnung zum 1.01.2011 wird uns den Rest geben.

Diese Verbrecher verarschen den Michel von hinten bis vorne.
Für klar denkende Menschen muß man den Artikel nicht erläutern. Nicht klar denkend könnende Menschen checken eh nichts mehr.
Dieter 66
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« Antworten #4 am: Juli 26, 2010, 10:35:59 »

Nicht klar denkend könnende Menschen checken eh nichts mehr.

Na ja. Du redest von der Stütze Europas.  bliink
Leider wahr.

In ganz Europa ist nichts mehr verbreitet als die Ignoranz, gepaart
mit abgrundtiefer Dummheit. Anders vermag ich so was nicht zu
titulieren.

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Bertin Mahrsing
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Nur noch x Tage bis zum "Sommerurlaub" ;-)


« Antworten #5 am: Juli 26, 2010, 10:58:06 »

...
In ganz Europa ist nichts mehr verbreitet als die Ignoranz, gepaart
mit abgrundtiefer Dummheit. ...

Und was liegt im Zentrum? Deutschland!













Oder vielleicht Brüssel?  deenk

Woodruff
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« Antworten #6 am: Juli 26, 2010, 11:18:00 »

Auch äussert er sich zum Thema Mindestlöhne...  pfeifen

Zitat von: Brüderle
Auch der Arbeitsmarkt ist ein Markt, auf dem die Grundsätze von Angebot und Nachfrage gelten.

Er liegt dabei mit ifo-Sinn auf einer Linie.

Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt, also die Nachfrage nach offenen Stellen, macht die Arbeitnehmer und Arbeitsuchenden erpressbar. Je höher die Arbeitslosigkeit, desto niedriger die Löhne. Das nenne ich doch mal ideale Zustände für die FDP-Klientel   pfeifen

Aber hey, das ist modern, das ist fortschrittlich!  party

Zitat von: Brüderle
Im übrigen gibt es das Instrument der Tarifverhandlungen.

Die Tarifautonomie kann man immer dann anpreisen, wenn man davon profitiert. Die Lohnabschlüsse, die seit Jahren von geschwächten Gewerkschaften mitausgehandelt wurden, sind teilweise skandalös.

Zitat von: Brüderle
Es wäre reiner Zufall, wenn der Staat genau den Mindestlohn herausfände, der für die Arbeitnehmer nicht zu niedrig ist und für die Arbeitgeber nicht zu hoch.

Dieses Gejammer mancher Arbeitgeber, sie könnten nur geringe Löhne zahlen, kann ich nicht mehr hören. Es kann auch nicht Sinn der Sache sein, dass die Lohnzuschüsse, die Arbeitgeber für die Einstellung mancher Erwerbsloser erhalten, bis zu 75 Prozent der Lohnkosten betragen können., dass also der Steuerzahler es übernimmt, 3/4 des Lohnes zu zahlen.

Genauso wenig sinnvoll ist es, dass im letzten Jahr 1,325 Millionen Menschen aufstockendes ALG II bekamen und dafür Ausgaben in Höhe von 10,9 Milliarden Euro anfielen (Tendenz: steigend).

In diesem Land läuft Einiges grundlegend verkehrt. Wir sind zu einem Schlaraffenland für Abzocker geworden, für die insbesondere die FDP Politik macht. Und denen reicht das nicht mal, weil sie den Hals nicht voll genug bekommen  wütend

Zitat von: Brüderle auf die Frage nach einem Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche
(...) Im Gegenteil: Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels sollten wir die Öffnung als Chance begreifen.

Ja, als Chance, die Löhne noch weiter zu senken... 

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HartzV
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Aus dem Rahmen gefallen....


« Antworten #7 am: Juli 26, 2010, 11:25:38 »

Das Interview liest sich, als ob es ihm ein Hund(t) diktiert hätte  deenk

Das "V" steht für Vrau :-)

Ich lande lieber ab und an in einer Sackgasse, als mein Leben in einer Einbahnstrasse zu verbringen !


Wer eine andere Meinung hat als ich ist nicht automatisch dumm, nicht hinterfragend, steinzeitlich, krank und nicht zur Verleumdung freigegeben
canigou
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« Antworten #8 am: Juli 26, 2010, 12:06:11 »

Er liegt dabei mit ifo-Sinn auf einer Linie.

Hätte ich Herrn Sinn heute morgen dazu nicht live im DLF gehört, hätte ich hierauf nicht verweisen können:

Zitat
Wir brauchen nicht den Konsum oder den Export, um eine Binnenkonjunktur zu haben. Sie vergessen die Investition. Die Investitionsgüternachfrage nach Gütern aus laufender Produktion - also Bauleistungen, Maschinenausrüstungen - sind ein erheblicher Teil der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Und dieser Teil hat in Deutschland in der Vergangenheit gefehlt. Ich sagte vorhin schon: Deutschland hatte die niedrigste Nettoinvestitionsquote von Mitte der 90er-Jahre bis jetzt von allen OECD-Ländern. Da müssen wir besser werden. Da sind wir bei der alten Standortsqualitätsfrage: Wenn es sich wieder lohnt, im Inland Arbeitsplätze zu schaffen, statt im Ausland, dann wird eben auch dieses Stück Binnenkonjunktur wieder aktiviert. Und wenn dann die Produktionskapazität vergrößert ist, dann ist auch die Nachfrage nach Arbeitskräften höher, dann können auch höhere Löhne gezahlt werden.

Quelle: ifo-Präsident Sinn über die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb

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Lalelu
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« Antworten #9 am: Juli 26, 2010, 13:42:27 »



Ja, als Chance, die Löhne noch weiter zu senken... 


Das sehe ich auch so. Die EU Ostblocköffnung zum 01.01.2011 war sicherlich bisher ein gravierender Grund sich gegen einen Mindestlohn auszusprechen.
Wenn ein Ostblockler für 1,50 € Std. in D arbeitet, wäre ein Mindestlohn höchst kontraproduktiv für das Kapital.
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« Antworten #10 am: Juli 26, 2010, 21:20:48 »

Zitat
Kanzleramt pfeift Brüderle zurück

FDP-Wirtschaftsminister Brüderle will die Rentengarantie wieder abschaffen – das Kanzleramt nicht.


Berlin - Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will die 2009 eingeführte Rentengarantie wieder abschaffen – ist mit seiner Forderung allerdings in der schwarz-gelben Bundesregierung abgeblitzt. Dies stehe nicht im Koalitionsvertrag und damit auch nicht auf der Agenda der Bundesregierung, stellte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag klar. Die Entscheidung der großen Koalition, die Garantie einzuführen, habe sich außerdem in der Wirtschaftskrise bewährt, lobt Wilhelm.
[...]
 Der Sozialverband VdK kündigte „erheblichen Widerstand“ an, sollte die Rentenschutzklausel zur Disposition gestellt werden. Besonders verärgert zeigte sich VdK-Präsidentin Ulrike Mascher über Brüderles Argument, die Renten müssten zunächst erwirtschaftet werden. Das löse bei den Rentnern „Verbitterung“ aus, sagte Mascher. „Die Rente ist kein sozialpolitischer Gnadenakt des Staates, sondern ist der Lohn für die Lebensleistung von 20 Millionen Menschen, die jahrzehntelang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben.“

Tagesspiegel

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« Antworten #11 am: Juli 27, 2010, 12:00:06 »

Zitat
Auch der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen fordert eine Abschaffung der Rentengarantie. Dies wäre "das Beste im Sinne der Generationengerechtigkeit", sagte der Professor vom Institut für Finanzwissenschaften der Universität Freiburg der "Passauer Neuen Presse".

Stern


Vor allem wäre es das Beste im Sinne der Auftraggeber des Versicherungsvertreters Raffelhüschen  pfeifen

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rintho
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« Antworten #12 am: Juli 27, 2010, 13:08:21 »

DAs wieder irgendwelche selbsternannten Experten mit so einem Blödsinn daherkommen, das kann ich ja verstehen - irgendwie muss man ja in die Presse kommen.
Aber der Brüderle - ich kann mir das nur so erklären, dass er gaaanz sicher gehen will, dass die FDP erstmal unter 5% bleibt ....
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« Antworten #13 am: Juli 27, 2010, 14:00:16 »

 
Aber der Brüderle - ich kann mir das nur so erklären, dass er gaaanz sicher gehen will, dass die FDP erstmal unter 5% bleibt ....

Und die CDU tut gut daran, dabei nicht mitzumachen, sonst liegt sie bald bei 25 Prozent  zwinker

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Westzipfler
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« Antworten #14 am: Juli 27, 2010, 15:12:21 »

Wichtig ist doch nicht, dass das weinseelige FDP-Brüderchen aus der Mafia-Koalition wieder auf "Saure-Gurken-Zeit-Aktion" macht, in dem er etwas Provokantes auf den Präsentierteller der (mMn) Judas-Medien legt, sondern

W A R U M

er das macht! Über das WARUM finde ich in all den Verlautbarungen der Judas-Medien und in sehr vielen Blogs rein gar nichts. Das ist mehr als wenig und das ist es, was mich stutzig macht. Möchte die Politik aus den Reaktionen, die man produziert wieder mittels Kaffeesatzleserei etwas Garstiges anschieben oder ist da schon wieder eine fertige Roadmap vorhanden, auf der das weinseelige FDP-Brüderchen nur den Anfang machen soll? Falls ja (ganz sicher!), was ist es?

Das Gerede von Generationenvertrag und Generationengerechtigkeit mag ich nicht mehr lesen/ hören!! Es gibt weder einen (justiziablen) Vertrag noch Gerechtigkeit i. S. Rente. Alles nur Politikergewäsch ... die lügen doch, wenn sie die Lippen bewegen. Vor dem Gesetz sind alle gleich - näheres regelt .... blablabla

meint
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