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Autor Thema: Zeitarbeit statt Vollzeit-Beschäftigung  (Gelesen 662 mal)
schimmy
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« am: August 02, 2011, 18:14:05 »


Angesichts des drohenden Fachkräftemangels hat die Arbeitsagentur Unternehmen und Politik aufgefordert, für mehr sichere Jobs zu sorgen. Das normale Beschäftigungsverhältnis, wo jemand in Vollzeit, unbefristet und fest angestellt sei, verliere zunehmend an Gewicht, sagte der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Kay Senius, am Dienstag in Halle. Hingegen hätten Zeit- oder Leiharbeit sowie Minijobs deutlich zugenommen. Den Angaben zufolge sank von 2003 bis 2010 die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt von 660 200 auf 604 200 Menschen. Das war ein Rückgang von 8,5 Prozent.

Dagegen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten mit befristeten und geringer bezahlten Jobs von 212 500 auf 285 900 Menschen. Das sei ein Anstieg - sogenannter atypischer Beschäftigung - von einem Drittel (34,5 Prozent) gewesen. Die Zahl der Zeitarbeitnehmer habe sich dabei in dem Zeitraum von 8400 auf 23 100 Menschen fast verdreifacht. Etwa 50 Prozent der Neueinstellungen in Sachsen-Anhalt waren laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im ersten Halbjahr 2010 befristet gewesen - etwa zehn Prozent davon wurden in unbefriste Arbeitsverhältnisse übernommen.

«Wer gute Arbeit von Beschäftigten erwartet, der kann nicht auf vorübergehende oder schlecht entlohnte Arbeitskräfte setzen», sagte Wilhelm Adamy, Sprecher der Gewerkschaftsgruppe des Verwaltungsrates der BA. «Die Menschen dürfen nicht in einen Teufelskreis geraten, der von Minijobs, Leiharbeit, befristeter Beschäftigung und Arbeitslosigkeit geprägt ist und sie nicht mehr dauerhaft am Arbeitsmarkt Fuß fassen können.»

Adamy forderte die Unternehmen und die Politik auch mit Blick auf gering qualifizierte und von Hartz IV abhängige Menschen auf, noch mehr für deren berufliche Weiterbildung und Integration am Arbeitsmarkt zu tun. Ansonsten bestehe die Gefahr, einer Spaltung in der Gesellschaft. «Wir müssen den Kreislauf durchbrechen, dass Leute abgehangen werden.»

Den Angaben zufolge waren in Sachsen-Anhalt im Dezember 2010 insgesamt 826 741 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, davon waren 38 182 sogenannte Aufstocker, die trotz Arbeit auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen waren. Das entspricht einem Anteil von 4,6 Prozent an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Land. Bundesweit lag dieser Anteil bei 2,3 Prozent, in Ostdeutschland bei 4,4 Prozent und in Westdeutschland bei 1,8 Prozent.


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Arbeitslos - aber nicht machtlos! ALG II abhängig - aber nicht rechtlos!

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
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