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Autor Thema: Hartz IV: Ärzte auf falschen Pfaden  (Gelesen 2256 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: Juni 21, 2010, 16:54:11 »

Tach auch,

unglaublich, was sich so mancher "Halbgott in Weiß" herausnimmt, wenn er es mit arbeitslosen von Hartz IV Betroffenen zu tun hat. Schweigepflicht ist Schweigepflicht, egal ob es sich um einen Arbeitslosen oder Beschäftigten handelt. Gleiches gilt bei der Krankschreibung!

In einem Fall musste sich ein arbeitsloser Patient von seinem Arzt anhören, die ARGE hätte das Recht auf telefonische Auskunft über seinen Krankenstand. Angeblich, so der Arzt, würde bei einer vorliegenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) oder einem entsprechendem Attest, die Arge die Erlaubnis haben, nachzufragen, warum der Patient krankgeschrieben wurde. Der Arzt meinte, wenn man staatliche Unterstützung bekäme, würde die Schweigepflicht automatisch wegfallen.

In einem anderen Fall musste sich ein EinEuroJobber wegen einer Verletzung eine AU ausstellen lassen. vom Arzt bekam er allerdings nur die Krankmeldung über einen Tag. Er begründete es damit, er würde sonst massive Probleme mit dem Hartz IV-Leistungsträger bekommen, weil ab 2 Tagen von Amts wegen die Diagnose angefordert werden würde. Er könne deswegen große Probleme mit dem Leistungsträger bekommen. Von einem anderen Arzt wurde der Betroffene dann entsprechend seiner Verletzung 14 Tage krankgeschrieben.

In beiden Fällen sind die Ärzte auf dem absoluten Holzweg! Im ersten Fall greift die Schweigepflicht nach § 203 StGB in Verbindung mit § 9 (Muster-)Berufsordnung (MBO) umfassend für das ärztliche Behandlungsverhältnis.

Im zweiten Fall würde, sollte es sich nicht um Schikane handeln, kein Sachbearbeiter auf die Idee kommen, bei einer 14tägigen Krankmeldung mit "gelbem Schein" gleich den ärztlichen Dienst einzuschalten, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Betroffene danach wieder gesund ist.

Sowieso gilt grundsätzlich: Diagnosen und Unterlagen vom Arzt gehören nicht in die Hände von Sachberbeitern bei ARGEn, JobCentern oder gar Maßnahmeträgern!

Diagnosen, Befundunterlagen usw. gehören in ärztliche Hände. Eine ARGE oder ein JobCenter hat höchstens Anspruch auf den Bericht des medizinischen Dienstes. Selbst aus diesem Bericht dürfen nicht einmal Befunde oder Diagnosen hervorgehen.

Der Arge oder dem JobCenter sollte daher niemals eine ärztliche Schweigepflichtsentbindung ausgestellt werden. Diese haben auch kein Recht darauf!

Die ärztlichen Schweigepflichtsentbindungen müssen nur für den medizinischen Dienst ausgestellt werden, für die Ärzte, bei denen man in Behandlung ist oder war. Auch braucht man nicht die Vordrucke der ARGEn und JobCenter nutzen, die diese als Schweigepflichtsentbindungen bereitstellt.

Man sollte sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, falls der Sachbearbeiter mit Sanktionen droht und meint, man würde seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, wenn man einer ARGE gegenüber keine Schweigepflichtsentindung ausstellt!

Als Arbeitsloser, insbesondere im Hartz IV-Bezug, ist man noch lange keine Patient zweiter Klasse!

Quelle: link

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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #1 am: Juni 21, 2010, 17:46:20 »

Die Kommentare daunter sind auch lesenswert.
Nicht zu fassen, solch eine Dreistigkeit bei einem Arzt. Da ich immer mein Handy dabei habe, würde ich umgehend die Ärztekammer informieren, im beisein des Arztes.

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Anonym
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