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Autor Thema: Tagesgeld  (Gelesen 3757 mal)
Nicki
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« am: Juli 03, 2010, 07:11:26 »

Hallo,

mir steht demnächst evtl. ein stationärer Klinikaufenthalt bevor. Seit ich ALG II bekomme, musste ich noch nicht ins Krankenhaus und die Operationen wurden immer ambulant durchgeführt. Muss man das Tagesgeld im Krankenhaus selbst bezahlen oder kann man bei der ARGE einen Antrag auf Übernahme/Teilübernahme stellen? Es handelt sich doch um 10 Euro pro Tag, wenn ich da richtig liege. Zudem kann die OP nicht in meiner Stadt im Krankenhaus durchgeführt werden, sondern ich muss zu einem Spezialisten. Wäre auch wegen  der Fahrtkosten etwas zu machen bei der ARGE oder der Krankenkasse?

Liebe Grüße

Nicole
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« Antworten #1 am: Juli 03, 2010, 08:04:34 »

Hallo,

mir steht demnächst evtl. ein stationärer Klinikaufenthalt bevor. Seit ich ALG II bekomme, musste ich noch nicht ins Krankenhaus und die Operationen wurden immer ambulant durchgeführt. Muss man das Tagesgeld im Krankenhaus selbst bezahlen oder kann man bei der ARGE einen Antrag auf Übernahme/Teilübernahme stellen? Es handelt sich doch um 10 Euro pro Tag, wenn ich da richtig liege. Zudem kann die OP nicht in meiner Stadt im Krankenhaus durchgeführt werden, sondern ich muss zu einem Spezialisten. Wäre auch wegen  der Fahrtkosten etwas zu machen bei der ARGE oder der Krankenkasse?

Liebe Grüße

Nicole

Moin Nicole...

Die Zuzahlung muss man leider selbst zahlen, sofern man keine Befreiung von der Krankenkasse hat.
Wenn du chronisch krank bist, zahlst du 1 % selbst, dieser Betrag liegt um und bei 44 Euro fürs ganze Jahr, das doppelte ohne chronische Erkrankung.
Du kannst also zu Krankenkasse und die Befreiung beantragen und müsstest im KH nichts zu zahlen, ansonsten bis zum Befreiungsbetrag und und den Rest kannst du über die KK abwicklen...
Auch Fahrtkosten, sofern du keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kannst, fallen darunter.
Falls du in diesem Jahr schon beim Arzt warst, hast du hoffentlich die Quittungen vom "Eintrittsgeld", auch die Quittungen über die verschriebenen Medis, für die du in der Apotheke Zuzahlung leisten musstet, fallen darunter.
Möglicherweise, hast du mit diesen Zahlungen schon den Eigenanteil erreicht.
Also, wie schon gesagt, bei der KK Befreiung beantragen.
Noch etwas wichtiges, von deinem ALG II darf dir auch während des Krankenhausaufenthaltes, nichts abgezogen werden.

Schönes WE... und gute Besserung
Linchen

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
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« Antworten #2 am: Juli 06, 2010, 07:40:45 »

Hallo Linchen,

danke für deine Antwort. :)

Achso, ich wusste nicht, dass das Tagesgeld auch dazu zählt. Ich zahle nur 1% als chronisch Kranke. Wir zahlen den Betrag immer im Voraus und erhalten schon Anfang des Jahres die Befreiungskarte, da wir immer die Summe übersteigen durch meine vielen Arztbesuche.

Liebe Grüße

Nicole
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« Antworten #3 am: Juli 06, 2010, 09:06:59 »

Moin Nicole...

dann bist du die Sorge der Zuzahlung schon mal los.

Achte jetzt nur darauf, das dir die ARGE nichts abzieht, bei deinem anstehenden KH Aufenthalt. Genau dies versuchen sie gern, wegen der Vollverpflegung. Dürfen sie aber nicht !!!!

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« Antworten #4 am: Juli 07, 2010, 04:50:51 »

Hallo,

danke für den Tipp.  zwinker Die OP wurde erstmal auf 3 Monate verschoben, weil ich zuvor noch eine medikamentöse Behandlung  machen muss.

Noch eine Frage: Wie ist das eigentlich mit diesem Zusatzbeitrag (oder wie nennt man das?) für die Krankenkasse. Wir zahlen bei der DAK monatlich 8 Euro. Muss die  jeder entrichten oder kann man sich  befreien lassen?

Liebe Grüße

Nicole
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« Antworten #5 am: Juli 07, 2010, 07:02:59 »

Moin Nicole...

Wenn mich nicht alles täuscht, rät die ARGE zum KK Wechsel.
Ich zahle zumindest in diesem Jahr keinen Zusatzbeitrag, die wurde auch von meiner KK versichert.

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« Antworten #6 am: Juli 07, 2010, 09:05:13 »

Guten Morgen

Zum Zusatzbeitrag:
Zitat
Eine besondere Härte im Sinne von § 26 Abs. 4 Satz 1 SGB II ist anzunehmen, wenn dem Bezieher von Arbeitslosengeld II oder seinen familienversicherten Angehörigen ein Wechsel von der Krankenkasse, die einen Zusatzbeitrag erhebt zu einer Krankenkasse, die keinen Zusatzbeitrag erhebt, nicht zumutbar ist. In diesem Fall kann der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung nach § 242 SGB V für Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld übernommen werden. In Abstimmung mit dem BMAS werden ergänzende Hinweise für die Übernahme des Zusatzbeitrages und das Vorliegen einer besonderen Härte gemäß § 26 Abs. 4 Satz 1 SGB II gegeben (s. Anlage).

Klarstellend wird darauf hingewiesen, dass der Zusatzbeitrag gem. § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB II als Pflichtbeitrag vom Einkommen (unabhängig von der Art des Einkommens) abzusetzen ist; in diesem Fall ist insoweit eine Härtefallprüfung nicht vorzunehmen.
Quelle: Geschäftsanweisung der BA vom 9. März 2010

Dataillierter in den fachlichen Hinweisen der BA zum § 26 ab Randziffer 26.54 und in Anlage 2 hier:  link


Falls ihr Einkommen habt:
Zitat
Abgesetzt werden können die Beiträge zu Pflichtversicherungen in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe. Hierzu gehören

[...]

d) und der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (§ 242 SGB V).
Quelle: Randziffer 11.66: hier


LG Sens'



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dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen...
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Barney
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« Antworten #7 am: Juli 07, 2010, 14:06:32 »

Da der Bundestag gerade die 1-%-Klausel bei der Zuzahlung zur Krankenversicherung aufgehoben hat, werden wohl alle KK Begehrlichkeiten entwickeln und früher oder später erhöhen.

Ich stelle mir den Konkurrenzkampf bei den KKs ähnlich wie bei den Tankstellen vor. Nämlich, dass er nicht stattfinden wird. Erhöht die eine, erhöhen die anderen auch.

Das würde m.E. bedeuten, dass man ständig auf der Flucht vor Erhöhungen ist, ihr aber letztendlich doch nicht entkommt.

Es sei denn, die KK, in die man wechselt, gibt eine Zukunftsgarantie für Nichterhöhung ab.  sagnix




Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

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